Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Die FIFA entwickelt gemeinsam mit dem internationalen Menschenrechtsexperten Prof. John Ruggie von der Kennedy School eine umfassende Strategie, um die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen in die Richtlinien und Praktiken der FIFA zu integrieren. Prof. Ruggie wird seine Vorschläge bis Ende März 2016 in Form eines unabhängigen Berichts publizieren.

Das Mandat an Prof. Ruggie folgt nach dem Beschluss des FIFA-Exekutivkomitees im Juli 2015, die Leitprinzipien zu übernehmen, die von Prof. Ruggie in dessen Eigenschaft als Sonderbeauftragter des UNO-Generalsekretärs für Wirtschaft und Menschenrechte verfasst und vom UNO-Menschrechtsrat 2011 einstimmig verabschiedet wurden.

Die neue FIFA-Menschenrechtsstrategie wird für alle Tätigkeitsbereiche und Veranstaltungen der FIFA gelten, einschließlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, womit die von der UNO verabschiedeten Grundsätze auch Eingang ins Kerngeschäft der FIFA finden.

"Dank der globalen Reichweite der FIFA kann diese Initiative dort etwas bewirken, wo es wirklich darauf ankommt: im täglichen Leben der Menschen", sagte Prof. Ruggie. "Wie bei jedem komplexen Prozess wird dies nicht einfach werden und Zeit benötigen. Aber diese Initiative kann Maßstab für andere Sportorganisationen sein und die Achtung der Menschenrechte bei den vielen Unternehmen, die an globalen Sportveranstaltungen beteiligt sind, ins Zentrum rücken."

"Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserem Reformprozess. Ich bin stolz, dass die FIFA in der internationalen Sportwelt bei einem so wichtigen Anliegen mit gutem Beispiel vorangeht. Der Fussball und die FIFA spielen in diesem Bereich eine wichtige Rolle. Die Achtung der Menschenrechte muss im Zentrum unseres Sports stehen", betonte der geschäftsführende FIFA-Präsident Issa Hayatou.

Die Kooperation baut auf der bisherigen Arbeit auf, etwa der Integration von Menschenrechts- und Arbeitsstandards in das Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™. Hinsichtlich der Menschenrechtsvorgaben in künftigen Turnierausschreibungen hat sich die FIFA zudem bereits vom Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte beraten lassen.

Getreu der Verpflichtung der FIFA, die Menschenrechte in ihrem Regelwerk zu verankern, hat das Exekutivkomitee bei der letzten Sitzung zu Händen des Kongresses eine Empfehlung verabschiedet. Demzufolge soll ein neuer Artikel in die FIFA-Statuten aufgenommen werden, der die FIFA zur Achtung aller international anerkannten Menschenrechte und zur Förderung des Schutzes dieser Rechte bei ihrer Tätigkeit verpflichtet.

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