FIFA und CONCACAF haben heute in Miami im Rahmen eines wichtigen Seminars zum Thema Klub-Lizenzierung abschließende Gespräche geführt. Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, die Mitgliedsverbände über die Umsetzung des Klublizenzierungssystems der FIFA in der CONCACAF-Zone zu informieren. Mit diesem System werden bestimmte Mindestanforderungen für Klubs in nationalen und internationalen Wettbewerben ab 2015 beziehungsweise 2016 verbindlich vorgeschrieben.

FIFA-Vizepräsident und CONCACAF-Präsident Jeffrey Webb hatte bei der Eröffnung des Seminars die Bedeutung der Klub-Lizenzierung für die Zukunft des Fussballs in der Region betont: "Dieses Seminar stellt die konsequente Fortsetzung unseres Einsatzes für Professionalisierung und Transparenz im Fussball dar. Die Mitgliedsverbände müssen Triebfeder und Katalysator für die Umgestaltung der CONCACAF sein."

Das Klublizenzierungssystem der FIFA basiert auf fünf Schlüsselkriterien und -aspekten, nämlich sportlicher Bereich, Personal und Verwaltung, Finanzwesen, Infrastruktur und juristische Aspekte. Diese Kriterien dienen dazu, die Integrität und Glaubwürdigkeit der Klubwettbewerbe sicherzustellen. Gleichzeitig tragen sie zu einer Verbesserung des professionellen Niveaus in der Fussballfamilie bei und sorgen für Transparenz bei Aspekten wie Finanzen, Eigentumsverhältnissen und Kontrolle über Klubs.

Die Einführung der Klub-Lizenzierung auf Ebene der Konföderation und in der Folge auch auf Ebene der Mitgliedsverbände ist ein längerfristiger Prozess. Das Ziel besteht darin, bestimmte Anforderungen und Mindeststandards zu gewährleisten, um die Klub-Wettbewerbe weiter zu stärken. Nach Abschluss dieses Prozesses profitieren Klubs, Ligen und Mitgliedsverbände von zahlreichen Vorteilen, beispielsweise höheres Niveau beim Klub-Management, besseres Niveau selbst ausgebildeter Spieler, besseres spielerisches Niveau, höhere Zuschauerzahlen und Einnahmen und schließlich besseres Niveau der Nationalmannschaften.

"Das Klublizenzierungssystem der FIFA wird auf und abseits der Spielfelder zu einem verbesserten Niveau im Klubfussball beitragen und stellt ein langfristig wirksames Entwicklungs-Tool für die FIFA-Mitgliedsverbände dar. Daher unterstützt die FIFA alle Konföderationen und Mitgliedsverbände bei der Umsetzung des Klublizenzierungssystems", so FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke.

Bei dem Seminar waren die folgenden Mitgliedsverbände vertreten: Amerikanische Jungfern-Inseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Britische Jungfern-Inseln, Cayman-Inseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, El Salvador, Grenada, Guatemala, Guyana, Haiti, Honduras, Jamaika, Kanada, Kuba, Mexiko, Montserrat, Nicaragua, Panama, Puerto Rico, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Suriname, Trinidad und Tobago, Turks- und Caicos-Inseln, USA.

Die Teilnehmer verfolgten Präsentationen von FIFA und CONCACAF, in denen die Grundlagen der Umsetzung der Klub-Lizenzierung durch die Mitglieder dargestellt wurden. Daneben gab es Podiumsdiskussionen mit bekannten Persönlichkeiten aus der Fussballszene der Region, darunter Shaka Hislop (TV-Experte und ehemaliger Spieler von Trinidad und Tobago), Yon De Luisa (CEO des mexikanischen Club América) und Cheryl Bailey (U.S.-NWSL) sowie Repräsentanten der Mitgliedsverbände.

AFC und UEFA haben in ihren jeweiligen Kontinentalzonen bereits ein Klublizenzierungssystem eingeführt. Die FIFA plant weitere Seminare in den Kontinentalverbänden CAF, CONMEBOL und OFC, um die Umsetzung des Klublizenzierungssystems in der gesamten Fussballwelt sicherzustellen.

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