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Football Governance

Verurteilungen der FIFA-Disziplinarkommission gegen Ukraine und Peru

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Pressemitteilung

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Die FIFA-Disziplinarkommission teilte dem ukrainischen Fussballverband (FFU) heute, 27. September 2013, die gleichentags verhängten Sanktionen mit.

Laut Bericht sowohl des Schiedsrichters als auch des Spielkommissars haben sich im Vorrundenspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zwischen der Ukraine und San Marino am 6. September 2013 in Lemberg neun Vorfälle mit pyrotechnischem Material zugetragen. FARE (Football Against Racism Europe) teilte der FIFA in Form des Berichts des FARE-Beobachters beim genannten Spiel zudem mit, dass lokale Fans während des Spiels offenbar für mehrere rassistische und diskriminierende Vorfälle gesorgt hatten, insbesondere indem sie neonazistische Fahnen zur Schau stellten, Laute und Bewegungen von Affen nachmachten und den Hitlergruß zeigten.

Nach der Einleitung eines Disziplinarverfahrens am 11. September 2013 analysierte die FIFA-Disziplinarkommission die Berichte der Spieloffiziellen, den Bericht des FARE-Beobachters und die Stellungnahme des FFU.

Die Kommission kam zum Schluss, dass die beleidigenden, verunglimpfenden und diskriminierenden Handlungen einer Gruppe von ukrainischen Anhängern schändlich sind und einen klaren Verstoß gegen das FIFA-Disziplinarreglement darstellen. Sie machte zudem deutlich, dass pyrotechnisches Material, das für die persönliche Sicherheit eine wesentliche Gefahr darstellen kann, nicht toleriert wird.

Nach vollständiger Würdigung der Umstände des Falles und angesichts der Schwere der Vorfälle verfügte die Kommission, dass das nächste Heimspiel der A-Nationalmannschaft der Ukraine in der Vorrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ (Ukraine gegen Polen am 11. Oktober 2013) unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wird.

Die Kommission verfügte ebenfalls, dass die A-Nationalmannschaft der Ukraine ab sofort und für die gesamte Dauer der Vorrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ keine Spiele im "Arena Lviv"-Stadion austragen darf.

Die Kommission verhängte zudem eine Geldstrafe von CHF 45.000.

Die FIFA verurteilt in aller Schärfe jede Form von Rassismus im Fussball. Diskriminierung wird in keiner Weise toleriert und von den zuständigen FIFA-Behörden entschieden geahndet.

Art. 58 des FIFA-Disziplinarreglements, der ebenfalls ungeachtet eines schuldhaften Verhaltens gilt, legt die Mindeststrafen fest, die die FIFA bei diskriminierendem Verhalten verhängen kann.

Verurteilung Perus zur Austragung des nächsten Pflichtspiels unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegen Zuschauerausschreitungen
Die FIFA-Disziplinarkommission teilte dem peruanischen Fussballverband (FPF) heute, 27. September 2013, die gleichentags verhängten Sanktionen mit.

Laut Bericht der Spieloffiziellen gab es beim Vorrundenspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zwischen Peru und Uruguay am 6. September 2013 in Lima (Peru) mehrere Vorfälle aufgrund ungebührlichen Verhaltens lokaler Fans.

Nach der Einleitung eines Disziplinarverfahrens am 9. September 2013 analysierte die FIFA-Disziplinarkommission die Berichte der Spieloffiziellen und die Stellungnahme des FPF.

In ihrer Schlussfolgerung und angesichts der Schwere der Vorfälle verfügte die Kommission, dass das nächste Heimspiel der A-Nationalmannschaft Perus in der Vorrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ (Peru gegen Bolivien am 15. Oktober 2013) unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wird.

Die Kommission verhängte gegen den FPF zudem eine Geldstrafe von CHF 20 .00.

Zusätzlich zu den genannten Sanktionen wurden der FFU und der FPF gewarnt. Sollte es wieder zu solchen Vorfällen kommen, sieht sich die FIFA-Disziplinarkommission gezwungen, härtere Sanktionen gegen diese Verbände zu verhängen, wie Forfait-Niederlage, Abzug von Punkten oder Ausschluss aus einem Wettbewerb. Die Verfahrenskosten wurden jeweils dem entsprechenden Verband auferlegt. 

Gemäß Art. 67 Abs. 1 des FIFA-Disziplinarreglements haftet der Heimverband für das ordentliche Verhalten der Zuschauer, auch wenn ihn keine Schuld trifft.

Gemäß Art. 96 Abs. 1 des FIFA-Disziplinarreglements können Beweismittel jeder Art eingereicht werden. Laut Art. 96 Abs. 3 sind beliebige Beweismittel zugelassen.

Disziplinarische Vergehen werden von Amtes wegen verfolgt. Jede Person kann den Rechtsorganen jedoch Vorfälle melden, die ihrer Meinung nach gegen das Regelwerk der FIFA verstoßen (Art. 108 Abs. 1 und 2 des FIFA-Disziplinarreglements).

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