Der kroatische Nationalspieler Josip Simunic wurde mit einer Sperre für zehn offizielle Spiele, einem Stadionverbot für diese zehn Spiele und einer Geldstrafe von CHF 30.000 belegt. 

Dem kroatischen Fussballverband und Josip Simunic wurden heute, 16. Dezember 2013, die Sanktionen mitgeteilt, die die FIFA-Disziplinarkommission am 12. Dezember 2013 gegen den Spieler verhängt hatte.

Nach dem Rückspiel im europäischen Playoff für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zwischen Kroatien und Island am 19. November 2013 in Zagreb erhielt die FIFA Kenntnis, dass sich der Spieler nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit kroatischen Zuschauern diskriminierend verhalten hatte. 

Nach der Eröffnung eines Disziplinarverfahrens am 22. November 2013 prüfte die Disziplinarkommission die vorliegenden Unterlagen.

Die Kommission nahm zur Kenntnis, dass der Spieler zusammen mit dem Publikum einen kroatischen Gruss skandiert hatte, den die faschistische Bewegung Ustascha während des Zweiten Weltkriegs benutzte. Die Kommission kam zum Schluss, dass dieser Gruß diskriminierend sei und die Würde einer Gruppe von Personen u. a. in Bezug auf Rasse, Religion oder Herkunft verletze und somit ein klarer Verstoß gegen Art. 58 Abs. 1 lit. a des FIFA-Disziplinarreglements vorliege.

Nach Würdigung sämtlicher Umstände des Falls und aufgrund der Schwere des Vergehens verhängte die Kommission gegen den Spieler eine Sperre für zehn offizielle Spiele.

Der erste Teil der Sperre ist bei der Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zu verbüßen.

Abhängig davon, wie viele Spiele die Verbandsmannschaft Kroatiens bei der Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ bestreitet, wird der restliche Teil der Sperre auf die nachfolgenden offiziellen Spiele der Verbandsmannschaft übertragen.

Die Kommission verhängte gegen den Spieler für die zehn Spiele, für die er gesperrt ist, ferner ein Stadionverbot.

Die Kommission verhängte gegen den Spieler zudem eine Geldstrafe von CHF 30.000.

Die FIFA bekämpft entschieden jede Form von Diskriminierung im Fussball und arbeitet weltweit eng mit ihren Mitgliedsverbänden zusammen, um die Werte von Gleichheit und Respekt zu verbreiten und zu fördern. Die Schaffung der FIFA-Arbeitsgruppe gegen Rassismus und Diskriminierung durch FIFA-Präsident Blatter im März 2013 war ein wichtiger Schritt im fortwährenden Kampf gegen Diskriminierung.

Die Resolution gegen Rassismus und Diskriminierung, die vom FIFA-Kongress im Mai 2013 verabschiedet wurde, sieht strenge Sanktionen vor und macht damit deutlich, dass Diskriminierung im Fussball keinen Platz hat.