Seit über 50 Jahren, erstmals bei der FIFA WM 1966, beobachtet die Technische Studien-Gruppe (TSG) der FIFA die Spiele bei internationalen Turnieren und zeigt neue Trends auf. Dies wird auch bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Kolumbien 2016 fortgesetzt.

"Unser Hauptziel ist es, das Spiel kontinuierlich zu verbessern", erklärt Jean-Paul Brigger, der Verantwortliche der Abteilung Technische Entwicklung bei der FIFA und selbst ehemaliger schweizerischer Nationalspieler (35 Spiele, vier Tore), Spieler des Jahres und schweizerischer Meister mit dem FC Sion 1992, fünfmaliger Gewinner des schweizerischen Pokalwettbewerbs und Trainer des Jahres 1995.

Die TSG setzt sich aus Experten zusammen, die in letzter Zeit oder früher auf dem höchsten Niveau des internationalen Fussballs Erfahrungen gesammelt haben, beispielsweise als Nationaltrainer oder Spieler. Sie sind nicht nur als Beobachter bei den einzelnen Spielen und Trainingseinheiten der verschiedenen Mannschaften dabei, sondern kommen auch mit den Nationaltrainern zusammen, um beispielsweise über bestimmte Einzelheiten der Vorbereitung und des Trainings, sowie über die Erwartungen des jeweiligen Teams bezüglich des entsprechenden Turniers zu sprechen. All die so gesammelten Erkenntnisse werden anschließend in intensiv geführten Debatten ausgewertet, in denen ein reger Gedankenaustausch stattfindet, der später in die offizielle taktische und technische Analyse des Wettbewerbs einfließt.

Die Informationen hieraus werden in einem Bericht zusammengefasst, der den Mitgliedsverbänden der FIFA für Ausbildungszwecke zur Verfügung gestellt wird. Daneben werden visuelle Unterstützungen für die Trainingsarbeit in Form von DVDs produziert. Dieses Material soll helfen, die tägliche Arbeit im Training zu unterstützen und anzuregen. Dabei wird vor allem die Verbesserung des Spielniveaus und die Weiterentwicklung der Spieler angestrebt.

Die TSG-Experten bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Kolumbien 2016:

Vicente De Luise (Argentinien)
Javier Lozano (Spanien)
Carlos Quiros (Costa Rica)
Ali Targholizadeh (Iran)
Paul Toohey (Neuseeland)
Eduardo Valdez Basso (Brasilien)