Der letzte Spieltag des Achtelfinales verspricht Duelle mit ungewissem Ausgang sowie eine Partie, in der Italien favorisiert zu sein scheint. Allerdings sollte man auch die Erfahrung des Gegners nicht unterschätzen. FIFA.com wirft einen Blick auf das Programm von Donnerstag, 22. September.

Das Spiel des Tages
Argentinien – Ukraine, Bucaramanga, 17:30 Uhr (Ortszeit)

Es ist praktisch unmöglich, in diesem Duell einen Favoriten auszumachen, insbesondere nach den Auftritten beider Teams in der Gruppenphase. Argentinien hat seine Gruppe zwar als Tabellenführer abgeschlossen, musste sich allerdings selbst gegen die Salomon-Inseln mächtig ins Zeug legen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Das Remis gegen Costa Rica ist der Beweis dafür.

Die Ukraine hat einen ähnlichen Weg hinter sich. Allerdings hat das Team selbst bei der Niederlage gegen Brasilien unter Beweis gestellt, dass es eine ganz harte Nuss ist. Die defensive Ordnung der Ukrainer wird hoch gelobt und ist schwer zu durchbrechen. Die Statistik untermauert das ausgeglichene Verhältnis zwischen beiden Teams: In den vorherigen Begegnungen trennte man sich jeweils mit einem Remis, und zwar 0:0 (Chinese Taipei 2004) und 2:2 (Brasilien 2008). Allerdings sind die beiden Mannschaften noch nie in den K.-o.-Runden aufeinandergetroffen.

Die anderen Spiele
Italien konnte bislang in entscheidenden Situationen immer noch einen Gang hochschalten. Außer gegen Guatemala fielen die Siege zwar nicht sonderlich hoch aus, doch hinter den routinierten Auftritten verbirgt sich ein enormes Potenzial. Ägypten, das nach einem famosen Start etwas ins Trudeln kam, kann ein Lied davon singen: Bei der WM 2012 in Thailand standen die beiden Teams sich in der gleichen Runde gegenüber, und die Europäer setzten sich deutlich mit 5:1 durch.

In der Begegnung zwischen Thailand und Aserbaidschan treffen zwei ganz unterschiedliche Spielweisen aufeinander. Da wäre einerseits das offensive, dynamische Spiel der Thailänder und andererseits der auf defensive Ordnung und Sicherheit ausgerichtete Ansatz der Aserbaidschaner. Die Asiaten haben vielleicht einen kleinen Vorteil dadurch, dass sie bereits vor vier Jahren im Achtelfinale des Weltturniers standen.

Der Spieler im Fokus
Jirawat Sornwichian (Thailand)

Obwohl bei Thailand vor allem Suphawut Thueanklang im Rampenlicht steht, hat Sornwichian bereits dieselbe Anzahl von Toren auf dem Konto, mit einem Unterschied: Er hat bislang in allen drei Partien seines Teams getroffen und außerdem einen weiteren Treffer aufgelegt. Gegen die eisenharte Abwehr der Aserbaidschaner werden die Asiaten ihr gesamtes Offensivpotenzial abrufen müssen.

Die Zahl des Tages
70 % – Vassoura (4) und Thiago Bolinha (3) zeichnen gemeinsam für 70 Prozent der Tore verantwortlich, die Aserbaidschan bislang erzielt hat. Wird Thailand in der Lage sein, die beiden aufzuhalten?

Das Zitat
"Sie haben eine gute Mannschaft und stehen bereits zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sie über interessante Einzelspieler verfügen. Sie haben technisch versierte Spieler, die im Eins-zu-Eins schwer zu schlagen sind. Wir müssen aufmerksam sein und entschlossen auftreten."
Roberto Menichelli (Trainer, Italien)
 
Der Spielplan
Donnerstag, 22. September
Argentinien – Ukraine (17:30 Uhr, Coliseo Bicentenario, Bucaramanga)
Thailand – Aserbaidschan (17:30 Uhr, Coliseo Iván de Bedout, Medellín)
Italien – Ägypten (17:30 Uhr, Coliseo el Pueblo, Cali)

(Alle Zeitangaben in Ortszeit)