FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Guatemala 2000

FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Guatemala 2000

18 November - 3 Dezember

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Guatemala 2000: Spanien beendet Brasiliens Herrschaft

FIFA Futsal World Championship Guatemala 2000
© Others

Die 4. FIFA-Futsal Weltmeisterschaft stellte einen Wendepunkt in der Geschichte des Sports dar, denn die elfjährige und bis zur ersten FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft zurückreichende brasilianische Dominanz ging zu Ende. In der Rolle des Thronräubers überquerten die Spanier den Atlantik und forderten den dreimaligen Weltmeister erfolgreich heraus. Die Südeuropäer waren eines von fünf Teams aus dem starken Kontingent des alten Kontinents, die gegen drei südamerikanische, drei asiatische sowie drei CONCACAF-Mannschaften und jeweils ein Team aus Afrika und Ozeanien antreten mussten. Insgesamt 16 Mannschaften also, und wie in den Vorjahren wurden die Favoriten ihrer Rolle erneut gerecht. Brasilien, Spanien, Russland und Portugal vermieden auf ihrem Weg ins Halbfinale jeden Ausrutscher, so dass es den Ägyptern vorbehalten blieb, für ein wenig Überraschung zu sorgen, indem sie als erstes afrikanisches Inspiriert von ihrem Glücksbringer Javier Lozano reisten die Spanier mit einem festen Ziel nach Guatemala: Sie wollte Revanche für die Finalniederlage gegen Brasilien auf heimischen Boden vier Jahre zuvor. Dieses Ziel verloren sie nie aus den Augen, und am Ende bekamen sie auch, wofür sie gekommen waren. Sie erwiesen sich als taktisch brillant, ausgeglichen und letztendlich zu stark für die restlichen Mannschaften. Beeindrucke Siege gegen Kuba, Iran und Argentinien in der ersten Runde summierten sich zu der imposanten Tordifferenz von 19:2. Mannschaftskapitän Jesús, Santi, Orol, Paulo Roberto und Daniel, der das Turnier mit zehn Treffer als bester spanischer Schütze beendete, ragten in der Gruppenphase heraus. Und in der zweiten Runde spielte die spanische Mannschaft in gleicher Manier weiter, fegte Kroatien mit 5:0 vom Feld, begnügte sich gegen den späteren Vierten Portugal mit einem 'mageren' 3:1 und landete dann gegen die Niederlande einen 7:0-Kantersieg.

*Der Weltmeister: 
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Inspiriert von ihrem Glücksbringer Javier Lozano reisten die Spanier mit einem festen Ziel nach Guatemala: Sie wollte Revanche für die Finalniederlage gegen Brasilien auf heimischen Boden vier Jahre zuvor. Dieses Ziel verloren sie nie aus den Augen, und am Ende bekamen sie auch, wofür sie gekommen waren. Sie erwiesen sich als taktisch brillant, ausgeglichen und letztendlich zu stark für die restlichen Mannschaften. Beeindrucke Siege gegen Kuba, Iran und Argentinien in der ersten Runde summierten sich zu der imposanten Tordifferenz von 19:2. Mannschaftskapitän Jesús, Santi, Orol, Paulo Roberto und Daniel, der das Turnier mit zehn Treffer als bester spanischer Schütze beendete, ragten in der Gruppenphase heraus. Und in der zweiten Runde spielte die spanische Mannschaft in gleicher Manier weiter, fegte Kroatien mit 5:0 vom Feld, begnügte sich gegen den späteren Vierten Portugal mit einem 'mageren' 3:1 und landete dann gegen die Niederlande einen 7:0-Kantersieg.

Das Halbfinale gegen Russland sollte sich indes für die Spanier als eine Herausforderung anderer Art erweisen. Durch die vorherigen einseitigen Partien vielleicht zu selbstbewusst und nachlässig geworden, sahen sie sich einer erfahrenen russischen Mannschaft gegenüber, die ihre Kontertaktik versiert umzusetzen verstand. Nachdem sie bereits vor vier Jahren in Spanien im Halbfinale gestanden hatten, waren die Russen erkennbar bestrebt, diesmal noch einen Schritt weiterzukommen, und als Verishnikov einen der spektakulärsten Treffer des Turniers erzielte, waren die Spanier sichtlich verblüfft. Schließlich war es Orol, der zum spanischen Angriff blies, seine Mannschaft antrieb und erst Paulo Roberto, dann Daniel die Tore zur Führung seiner Mannschaft auflegte. Die Russen konnte noch einmal ausgleichen, bevor Daniel in der Nachspielzeit seinen zweiten Treffer erzielte und den spanischen 3:2-Erfolg besiegelte. Spanien hatte sich den Weg bis zu dem lang erwarteten Finalduell gegen Brasilien gebahnt - und die Partie sollte ein echter Klassiker werden! Ständig lag ein Tor in der Luft - die Brasilianer boten schließlich die drei bisher erfolgreichsten Schützen des Turniers auf - und am Ende war es ein von Javi Rodríguez verwandelter Strafstoß, der den Europäern einen historischen 4:3-Sieg und das Ende einer atemberaubenden Begegnung brachte.

Spielorte 
Domo, Teodoro Flores, Ciudad de Guatemala.

Abschlusstabelle

  1. Spanien 

  2. Brasilien 

  3. Portugal 

  4. Russland

Beste Torschützen

  1. Manoel Tobías (BRA), 19 Treffer 

  2. Vander (BRA), 14 Treffer 

  3. Schumacher (BRA), 8 Treffer 4.

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K.-o.-Runde

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FIFA FUTSAL-WELTMEISTERSCHAFT