So ziemlich jeder Junge und jedes Mädchen, das sich für Fussball interessiert, hat regnerische Tage schon einmal mit den EA SPORTS FIFA-Spielen verbracht. Dabei sind die am meisten bewunderten Stars natürlich die, die das Cover zieren. Genau so ging es auch David Alaba in seiner Jugend. Mittlerweile hat er es aber selbst schon drei Mal auf die Frontseite der Spiele geschafft und sich damit einen Traum erfüllt.

Daher gab es beim FIFA Interactive World Cup 2015 in München keinen geeigneteren Gast als den österreichischen Nationalspieler im Dienste des FC Bayern München, um dem neuen Champion nach dem Finale den Pokal zu überreichen. FIFA.com sprach mit dem 22-jährigen Wiener über seine Fertigkeiten an der Konsole, wie es ist, sich selbst zu spielen und wie er die vergangene Saison einschätzt.

Wie oft spielen Sie selbst PlayStation?
Es kommt schon öfters vor, dass ich vor der Konsole sitze. Ich habe oft Freunde aus Wien da und wenn das Wetter schlecht ist, spielen wir auch häufig FIFA.

Wie gut sind Sie an der Konsole? Im Vergleich zu Ihren Mitspielern beim FC Bayern?
Wir haben da einige gute Spieler im Team, der Basti [Schweinsteiger, Anm. d. Red.] und der Thomas [Müller] zum Beispiel beherrschen das Spiel richtig gut. Aber ich glaube, ich bin schon oben mit dabei.

Sie waren bereits drei Mal auf dem Cover der FIFA Spiele. Ist das etwas Besonderes für Sie?
Das Gefühl war nicht zu beschreiben, da ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich habe das Spiel als kleiner Junge schon immer gespielt und die Stars bewundert, die auf dem Cover waren. Und als ich selber darauf durfte, war das schon etwas Besonderes.

Können Sie sich noch an den Moment erinnern, als Sie zum ersten Mal selbst als Spieler verfügbar waren?
Klar kann ich mich daran erinnern, da habe ich gleich mit der Mannschaft gespielt. Das war sehr geil, dass man sich selber spielen kann. Das ist richtig cool.

Spielen Sie auch mit Ihrem eigenen Charakter?
Ich spiele bei einem der besten Vereine der Welt und das ist im Spiel auch so. Daher kommt das schon sehr oft vor, dass ich mich selbst wähle.

Spielen Sie besondere Spiele aus der Vergangenheit, wie ein Champions League Finale, oder wichtige Spiele der Zukunft auch schon mal nach bzw. vor?
Mit meinen Freunden mache ich das manchmal, aber nicht, wenn ich mit der Mannschaft unterwegs bin. Wenn wir beispielsweise im Trainingslager sind, dann spielen wir immer mit ganz anderen Teams.

Was ist Ihre Lieblingsmannschaf auf der Konsole? 
FC Bayern.

Wer ist Ihr Lieblings-Außenspieler in Europa? 
Franck Ribéry.

Messi oder Ronaldo?
Auf der Konsole sind das zwei unterschiedliche Typen. Messi ist am Ball sehr stark und man kann super Haken mit ihm machen. Mit Ronaldo kann man sehr gut schießen, und er ist auf der Geraden im virtuellen Spiel sehr schnell. Im realen Spiel kann man die beiden nicht vergleichen. Wir reden über zwei Weltklasse-Spieler, die zu Recht dort oben stehen.

Können Sie vom virtuellen Fussball auch etwas fürs reale Spiel umsetzen und umgekehrt?
Ein bisschen vielleicht. Das Spiel wird immer realer, das kann man von Jahr zu Jahr erkennen. Wenn ich selbst an der Konsole spiele, versuche ich schon, meine eigene Erfahrung einfließen zu lassen.

Wie würden Sie die Saison mit dem FC Bayern aus Ihrer Sicht zusammenfassen? Sie hatten zwei schwere Verletzungen...
Ja, für mich persönlich gab es in der Saison viele Ups and Downs mit den Verletzungen. Ich hatte natürlich auch gute Spiele und schöne Erlebnisse mit der Mannschaft auf dem Platz. Aber auch viele Rückschläge mit den Verletzungen, zuerst am rechten und dann am linken Knie. Das war nicht leicht für mich. Aber ich habe mir wieder neue Ziele gesteckt und werde versuchen, diese zu erreichen.

Welche Ziele sind das?
Die stecke ich mir selbst und arbeite dann dafür, diese zu erreichen. Aber natürlich will ich erstmal wieder ganz gesund und fit werden und auf den Platz zurückkehren, um der Mannschaft zu helfen.

Es war die erste Saison für Sie, in der Sie mit vielen frischgebackenen Weltmeistern zusammengespielt haben. Hat das Ihre persönliche Lust auf eine WM-Teilnahme noch einmal gesteigert?
Sicherlich. Jeder Fussballer will einmal mit seinem Land bei einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Mit Österreich haben wir als erstes Ziel, nach Frankreich zu fahren und die Europameisterschaft zu spielen. Das ist noch ein weiter Weg, aber es sieht ganz gut aus.

Derzeit läuft die FIFA U-20-Weltmeisterschaft in Neuseeland und Österreich wird dort auch spielen. Verfolgen Sie den österreichischen Nachwuchs?
Auf jeden Fall. Ich habe auch in der Jugendnationalmannschaft gespielt und jede Mannschaft durchlaufen. Ich weiß, dass wir in Österreich eine sehr gute Jugendarbeit haben. Mit sehr talentierten Spielern, daher versuche ich, das zu verfolgen. Das bekommen wir Spieler schon mit und sind sehr stolz auf die Jungs.

Welche Chancen rechnen Sie Ihrem Team aus?
Es ist ein Turnier und da kann alles passieren, das hat man schon oft gesehen. Ich denke, dass wir nicht umsonst zur WM fahren. Die Mannschaft hat sich das verdient und hart dafür gearbeitet. Ich wünsche jedem einzelnen im Kader alles Gute, dass sie Österreich stolz machen.