FIFA eWorld Cup 2019™

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Lira: "2020 will ich beim Grand Final dabei sein"

Wendell Lira
© imago
  • Wendell Lira über seinen Schritt vom Profifussballer zum Profi-FIFA-Gamer
  • Er traininerte den Ex-UFC-Champion José Aldo und Lucas Paqueta
  • Wendell will es im kommenden Jahr zum Grand Final des FIFA eWorld Cup schaffen

Abdulaziz Alshehri dürfte Hören und Sehen vergangen sein. Der damalige FIFA eWorld Cup-Champion forderte 2016 im Kongresshaus in Zürich Lionel Messi, Neymar und Cristiano Ronaldo zu einer Partie FIFA heraus. Sie alle lehnten ab.

Dass er dann Wendell Lira herausforderte, der Lionel Messi gerade den FIFA Puskás-Preis weggeschnappt hatte, sollte Alsheri bereuen. Der Brasilianer spielte mit Real Madrid gegen den Saudi mit dem FC Barcelona – und er besiegte ihn nicht nur, sondern nahm ihn regelrecht auseinander.

"Ich hatte schon zuvor FIFA gespielt, aber bei der Verleihung der FIFA-Auszeichnungen forderte mich plötzlich der Weltmeister heraus", so Wendell. Am Ende gewann ich mit 6:1. Das hatte einen enormen Einfluss auf mich.

Mir wurde klar, dass ich ein echter Gamer werden könnte, ein YouTuber… dass ich damit Geld verdienen kann. Und nun mache ich das schon seit drei Jahren."

Tatsächlich hat der 30-Jährige eine beeindruckende Menge an Abonnenten für seine FIFA-Videos auf seinem YouTube-Kanal WLPSKS – kurz für Wendell Lira Puskás – aufgebaut. Auch auf Instagram und Twitter folgen ihm zahllose Fans.

"Mein Leben hat sich völlig verändert. Ich bin als Gamer ziemlich bekannt geworden. Manchmal werde ich sogar erkannt, wenn ich unterwegs bin. Ich kann es kaum glauben. José Aldo, der Ex-UFC-Champion, hat mich gebeten, als Trainer für ihn zu fungieren. Ich konnte es gar nicht glauben! Auch Fussballer kommen häufig zu mir, um etwas zu lernen: [Lucas] Paqueta, Gustavo Henrique von Santos, Bruno Henrique von Flamengo, Taison von Shakhtar. Das ist erstaunlich."

FIFA als Computer-Wettkampfspiel ist in Brasilien eindeutig auf dem Vormarsch.

"Zum ersten Mal hatten wir so viele Brasilianer beim eWorld Cup", so Wendell. "Wir sind sehr zufrieden. Ich denke, Pedro Resende hatte die besten Erfolgsaussichten. Ich trainiere mit ihm und spiele oft gegen ihn. Er ist extrem talentiert. Ich bin sicher, dass er das Turnier in Zukunft gewinnen kann."

"Brasilien gebührt ein großes Lob, immerhin waren fünf Gamer aus Brasilien unter den Teilnehmern. Ich hoffe, dass es im kommenden vielleicht sogar sechs, sieben oder gar acht werden."

'Resende' schloss die Gruppe A mit elf Punkten aus sieben Spielen ab, gleichauf mit dem hohen Favoriten 'Tekkz'. Beide verpassten den Einzug in die K.o.-Runden nur knapp.

" 'Tekkz' ist ein absoluter Spitzenspieler, einer der besten der Welt", so Wendell. "Beim eWorld Cup schied er schon früh aus, aber im Verlauf des Jahres war er eigentlich der moralische Weltmeister. Er hat viele Turniere gewonnen. Und er hat ganz bestimmt das Potenzial zum FIFA eWorld Cup-Champion.

'MoAuba' ist ein absolut verdienter Champion. Er ist seit Jahren bei der Weltmeisterschaft dabei. Er hat an großen Turnieren teilgenommen und einige davon auch gewonnen. Er ist einfach ein großartiger Spieler. Wir haben ein paar gemeinsame Freunde. Alle, die ihn kennen, beschreiben ihn als sehr bescheidenen, liebenswürdigen Kerl.

" 'Tekkz' lag zwar im Laufe des Jahres meist vorn, doch 'MoAuba' hat gezeigt, dass er enorm viel kann und er ist auf jeden Fall ein großartiger Champion."

Neben der enormen Siegprämie in Höhe von USD 250.000 gewann 'MoAuba' auch eine Reise zur Verleihung der The Best FIFA Football Awards im September in Mailand.

"Das wird ihm noch mehr bedeuten als das Geld", ist Wendell überzeugt. "Er kann sich unter die Stars mischen, gemeinsame Fotos machen.

Das ist ein einmaliges Erlebnis. Für mich war das einfach fantastisch, ein wahr gewordener Traum. Er wird das sehr genießen. Das gesamte Umfeld und das Geschehen dort wird ihn tief beeindrucken."

Wendell hat eine enttäuschende Saison hinter sich, hat sich aber für 2019/20 hohe Ziele gesteckt.

"Ich hatte ein ziemlich schwieriges Jahr", gibt er zu. "Es fiel mir nicht leicht, eine eigene Spielweise zu entwickeln. Aber ab sofort werde ich mich voll und ganz FIFA widmen und mein Leben darum herum aufbauen.

"Ich habe große Ziele für die kommende Saison. Ich werde sehr viel trainieren. Meine Planung sieht fünf bis sechs Stunden Training jeden Tag vor. Ich werde mich voll und ganz FIFA widmen.

2020 will ich beim Grand Final des FIFA eWorld Cup dabei sein. Dieser enorme Einsatz ist entscheidend."

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