FIFA Interactive World Cup 2014

FIFA Interactive World Cup 2014

Gemeinsames Maracana-Erlebnis für die Grand-Final-Teilnehmer

© FIFA.com

Nachdem sie bei der Turnierparty bis spät in die Nacht gefeiert hatten, erwachten die 20 Teilnehmer des Grand Final beim FIFA Interactive World Cup 2014 erwartungsfroh zu ihrem letzten Tag in Brasilien. Es stand die abschließende Aktivität auf dem Programm. Gemeinsam mit den insgesamt 74.220 Fans, die am Ende die offizielle Zuschauerzahl ausmachten, pilgerten sie in Maracana-Stadion zur Viertelfinalpartie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ zwischen Deutschland und Frankreich.

Am Abend zuvor hatte Ronaldo das Grand Final besucht, so dass ein Hauch WM-Geschichte den virtuellen Wettbewerb umwehte. Am heutigen Tag war es der neue FIWC-Champion August Rosenmeier, der die virtuelle WM mit dem echten Turnier verschmelzen ließ. Kurz vor dem Anstoß wurden auf den Großbildschirmen des Maracana einige Höhepunkte von Rosenmeiers Triumph am Zuckerhut gezeigt. Staunend konnte sich der Däne von seinem Sitz im Stadion aus selbst zuschauen. Die Organisation des FIWC in Rio de Janeiro während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ sollte von Beginn an sicherstellen, dass der virtuelle Fussball dem echten so nahe kommt wie nie zuvor. Und in diesem Moment hätten die beiden Turniere nicht enger miteinander verknüpft sein können.

Während des Achtelfinalduells war Rosenmeier bester Laune. Die FIWC-Trophäe im Koffer, die er in ihre neue Heimat Dänemark bringen würde, konnte sich der 18-Jährige entspannt zurücklehnen und die Begegnung als neutraler Fan verfolgen. "Ich hatte etwas Tolles erwartet, doch das hier übertrifft es noch", sagte Rosenmeier, der erstmalig ein WM-Spiel erlebte. "Die Leidenschaft all der deutschen und französischen Fans zu sehen, sie singen zu hören - es ist so fantastisch, das mitzuerleben."

Nur wenige Sitze vom Dänen entfernt saß der letztjährige FIWC-Champion Bruce Grannec, der naturgemäß anderer Stimmung war. Mit einem Frankreich-Schal um die Schultern musste er miterleben, wie Les Bleus im Maracana nach dem Treffer in der 13. Minute durch Mats Hummels gegen Deutschland ausschieden. Der stets ruhige und zurückhaltende Franzose versuchte dennoch tapfer ein Lächeln. Die Reise nach Brasilien war für Grannec eine bittersüße Erfahrung gewesen. Nach vier Teilnahmen am Grand Final, in denen er es jedes Mal zumindest auf das Siegertreppchen geschafft hatte, war sein fünftes Finalturnier in Brasilien sein schlechtestes Ergebnis.

"Ich bin enttäuscht. Ich denke, Frankreich war besser", sagte Bruce zur Achtelfinalpartie. "Aber das hier", ergänzte er und zeigte auf die Ränge des Maracana, die noch von den Gesängen der Franzosen erfüllt waren, "das war wunderschön."

Grannecs Coach Alan 'Zal' Brin hingegen brachte die verborgenen Gefühle, die in The Machine toben mochten, offen zum Ausdruck. Er trug eine Replik des Frankreich-Trikots von 1998 und hatte einen Brasilien-Schal um seinen Kopf gewickelt. Er saß vornüber gebeugt in seinem Sitz und hatte die Augen fest geschlossen. Als eine Reihe von Deutschland-Fans mit dem Rücken zu ihm fröhlich den Erfolg ihres Teams besangen, konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten. Die Aufregung und die gespannte Erwartung waren zu viel gewesen. 'Zal' war zwei Tage zuvor in Brasilien gelandet. Für seine Nation lag ein Sieg bei der WM noch in Reichweite, und sein bester Freund war immer noch der amtierende FIWC-Weltmeister. Heute saß er im Maracana-Stadion und die Träume von einem virtuellen und einem echten WM-Titel für Frankreich waren vorüber.

In einem dieser typischen, wunderbaren WM-Momente näherte sich ein junges Mädchen im Brasilien-Trikot dem französischen Besucher und drückte ihn. Sie sagte einige aufmunternde Worte zu ihm. Eine ältere Dame im Deutschland-Trikot tröstete ihn auf dem Weg aus dem Stadion ebenfalls. Ein Moment, der der Umarmung von David Luiz und James Rodriguez nach dem Ausscheiden Kolumbiens später am selben Abend in nichts nachstand. Bruce und sein Trainer mögen sowohl in der echten wie in der virtuellen WM die Erfahrung einer Niederlage gemacht haben. Doch gleichzeitig erlebten sie die gesamte Bandbreite der Gefühle von der Euphorie bis zur Tragik, die nur eine WM zu bieten hat. "So ist der Fussball", sagte Grannec zu 'Zal'. "Das nächste Mal gewinnen wir."

Am Stadionausgang stand ein älterer deutscher Herr, der mit einem handgeschriebenen Schild um ein gebrauchtes WM-Ticket für seine Sammlung bat. Die Moderatorin Kay Murray, die zum zweiten Mal das Grand Final präsentiert und mit den Finalteilnehmern das Spiel besucht hatte, lief an dem Mann vorüber. Sie zeigte auf die singenden deutschen und brasilianischen Fans neben ihr, die sich in ihrer Vorfreude auf ein mögliches Duell zwischen den beiden Ländern gegenseitig aufzogen. "Er kann eines von ihren Tickets haben. Meines bekommt er auf keinen Fall!", sagte sie mit einem breiten Lächeln. Sie habe sich vorgenommen, erklärte sie, eines Tages einen Glastisch voller Tickets von FIFA WM-Spielen zu haben, die sie besuchen durfte.

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