FIFA eWorld Cup 2019™

FIFA eWorld Cup 2019

Bruce Grannec

© Others
  • Bruce Grannec war zweifacher Weltmeister
  • 2015 beendete er seine Karriere. Seitdem ist er Streamer und Kommentator
  • "Was ich geschafft habe, können auch andere schaffen!"

Bruce Grannec ist eine Legende. Und davon gibt es im noch so jungen eSport-Bereich nicht viele. Der Franzose hat den FIFA eWorld Cup (früher FIFA Interactive World Cup), maßgeblich mitgeprägt. 2009 und 2013 gewann er den Titel, 2012 erreichte er das Finale.

Diese Konstanz auf höchstem Niveau verdankte er seiner Siegermentalität und seiner außergewöhnlichen Gelassenheit. Die Fähigkeit, im Wettkampf scheinbar vollkommen ungerührt zu bleiben, brachte ihm den Beinamen *The Machine* ein. "Dass ich bei Toren oder auch Gegentoren so ruhig geblieben bin, hatte den einfachen Grund, dass ich im Spiel bleiben und mich in meiner Konzentration nicht stören lassen wollte. Außerdem war es dem Respekt vor den Gegnern geschuldet", erläutert er bei **FIFA.com**.

Doch nach der Saison 2015 entschied sich Grannec, seine Profikarriere im Alter von nur 28 Jahren zu beenden. "Ich hatte zehn Jahre lang Turniere gespielt. Als ich angefangen habe, gehörte ich zu den Jüngsten, als ich aufgehört habe, zu den Ältesten. Da habe ich mir gesagt, es wird Zeit für etwas Neues. Ich hatte nicht mehr die ganz große Motivation und angesichts der nachrückenden jüngeren Spieler zudem das Gefühl, es wäre wenig sinnvoll, weiterzumachen, wenn ich das Spitzenniveau nicht mehr erreiche."

Doch Grannec hat den Controller nicht komplett zur Seite gelegt. Heute macht er Videostreams und kommentiert das Geschehen. Er ist nach wie vor aktiver Spieler, wenn auch heute eher aus Spaß an der Freude und am Kommunizieren. Trotzdem kann er es noch immer mir den Besten seines Fachs aufnehmen. "Es ist schon schön zu sehen, dass ich es noch immer drauf habe", freut sich der Mann, dessen YouTube-Kanal fast 500.000 Abonnenten hat.

Seit dem Karriereende des Franzosen, der auch als Experte für diverse Medien seiner Sparte gefragt ist, hat kein Weltmeister mehr seinen Titel verteidigt. "Es gibt eben immer mehr Spieler und das Niveau wird immer höher", begründet Grannec diesen Umstand. "Aber ich glaube schon, dass in absehbarer Zeit auch andere Spieler schaffen können, was ich geschafft habe."

Denjenigen, die in seine Fußstapfen treten und Profi werden wollen, rät er: "Testet eurer Können gegen Spieler, die besser sind als ihr, also gegen Profis. Und lasst euch vor allem nicht entmutigen! Diese Sportart ist mental sehr anspruchsvoll und erst, wenn es schwierig wird, zeigt sich, ob man die nötigen Voraussetzungen mitbringt. Man muss die ganze Sache mit dem notwendigen Ernst angehen und einen soliden Lebenswandel haben. Ich war immer ziemlich sportlich. Das hat mir geholfen, bei Turnieren vorn mit dabei zu sein."

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