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Ajax Joey: "eSport ist anstrenged – mental und körperlich"

Dani Hagebeuk (R) and Joseph Calabro of Team AFC Ajax compete during the FIFA eClub World Cup 2019
© Getty Images
  • Joey Calabro von Ajax über die Herausforderungen eines eSport-Profis
  • Der Viertelfinalist des eClub World Cup sinniert am Mikrofon der FIFA über sein "verrücktes" Leben
  • Der derzeit 21. der Weltrangliste auf der Xbox möchte wieder beim Grand Final dabei sein

"Im Gegensatz zu einem anderen Beruf musst du immer auf höchstem Niveau sein. Das ist anstrengend – mental und körperlich."

Viele haben eine ganz andere Vorstellung, wenn sie an einen eSport-Profi denken. Den ganzen Tag Spiele zu spielen – das beschwört für den Laien einfach nicht das Bild einer strapaziösen Kraftanstrengung herauf. Für die meisten ist es ein Hobby. Auch für die Profis war es lange Zeit ein bloßer Zeitvertreib, bis sich die Lage plötzlich änderte.

"Mein Leben hat sich dadurch ganz schön verändert. Das ist verrückt", erklärt Joseph Calabro – besser bekannt als Ajax Joey – am Mikrofon von FIFA.com. "Das ist jetzt für mich eine Vollzeitgeschichte. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich wäre, weil FIFA für mich immer ein Hobby war, mit dem ich aufgewachsen bin."

Hunderten von Spielern geht es ähnlich – auch sie können kaum fassen, dass sie jetzt tatsächlich ihren Lebensunterhalt mit ihrer Lieblingsbeschäftigung bestreiten können. Aber wenn du in diesem Umfeld an der Spitze bleiben willst, darfst du den Job nicht auf die leichte Schulter nehmen.

"Ehrlich gesagt bin ich nicht besonders gut darin, [die richtige Balance zwischen FIFA und Privatleben zu finden]", gibt Calabro zu, der derzeit bester FIFA-Spieler der USA auf der Xbox ist und weltweit auf Platz 21 rangiert. "Ich spiele wahrscheinlich zu viel. Die meiste Zeit verbringe ich zu Hause und arbeite am Feinschliff. Ich könnte wahrscheinlich mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, aber es ist wie es ist. Ich bin zufrieden."

Calabro ist der Ansicht, dass es sich lohnt, viel Zeit zu investieren und seine Leistung dadurch zu verbessern. Doch das ist in seinen Augen nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg. "Die mentale Seite spielt wahrscheinlich die wichtigste Rolle. Denn wenn du einmal auf dem Top-Level angekommen bist, musst du in der Lage sein, kühlen Kopf zu bewahren."

"Es gibt Tage, an denen spiele ich wirklich schlecht, und das macht mich verrückt, weil ich weiß, dass ich es besser kann. Aber wenn du es schaffst, das Gedankenkarussell zu stoppen, kommst du wieder in die Bahn."

Das hält ihn allerdings nicht davon ab, ab und zu ausgelassen zu feiern.

Wie viele seiner Kollegen ist auch er schon seit langer Zeit begeisterter FIFA-Spieler und hat nach seinem Debüt in der eSport-Szene schnell einen Spitzenplatz erklommen. "Als FIFA 17 herauskam, habe ich entdeckt, dass man damit Wettkampf-Gaming machen kann. Also habe ich angefangen. Als dann die FIWC-Regionalturniere eingeführt wurden, habe ich mich qualifiziert – und dort sehr gut gespielt. Damit war ich beim Grand Final von FIFA 17 dabei und belegte Platz sieben beim Weltturnier. Ich dachte mir nur: 'Ich glaube, ich bin jetzt in der Szene angekommen!'"

"Meine Eltern haben immer gesagt: 'Damit wirst du nie Geld verdienen, das bringt dich nicht weiter', aber jetzt unterstützen sie mich."

Anfangs trat er für Epsilon eSports an, später wechselte er zum FC New York City und vor fast einem Jahr dann zu Ajax Amsterdam. Nach dem bereits erwähnten siebten Platz beim Weltturnier hat seine Karriere nun einen weiteren Höhepunkt erreicht.

Nach seinem Einzug ins Viertelfinale des FIFA eClub World Cup richtet er seine Aufmerksam darauf, sich erneut für das Grand Final zu qualifizieren. Seit seinem letzten Auftritt hat es in der Profiszene große Entwicklungen gegeben.

"Im Vergleich zu FIFA 17 liegt die Messlatte jetzt viel höher. Von Jahr zu Jahr gibt es mehr Turniere, höhere Preisgelder, mehr Zuschauer. Das ist entscheidend für jeden eSport, denn wir wollen weiter wachsen."

Doch nicht nur die Welt des eSports hatte in den letzten beiden Jahren große Fortschritte zu verzeichnen, sondern auch unser Protagonist.

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