FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste

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Traumjahr für El Salvador

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  • El Salvador startet optimistisch ins Jahr 2019
  • Drittgrößter Sprung in der Weltrangliste des Jahres 2018
  • Trainer Carlos de los Cobos ist der Macher

Wenn es eine Nationalmannschaft gibt, die 2019 Grund zum Träumen hat, dann ist es zweifellos El Salvador. Schließlich war das Team zuvor lange nicht mehr an den 70. Platz herangekommen, den es derzeit in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste belegt. Man muss bis ins Jahr 2014 zurückgehen, in dem die Salvadorianer es bis auf Rang 68 schafften.

Seitdem war La Selecta zwischen dem 84. und dem 140. Platz hin- und hergependelt und auf Rang 100 ins Jahr 2018 gestartet. Doch am 20. Dezember, als die letzte Ausgabe der Weltrangliste des Jahres 2018 veröffentlicht wurde, rangierte das Team dann über dem WM-Teilnehmer Panama und hatte auf Jahresbasis von allen Teams den drittgrößten Sprung nach vorn hingelegt (+30). Noch besser waren nur Kosovo (+46) und Kuwait (+31).

Ein Großteil des Erfolgs ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass der Mexikaner Carlos de los Cobos auf die Trainerbank zurückgekehrt ist. Der Trainer war bereits von 2006 bis 2010 für El Salvador verantwortlich gewesen und hatte damals mit dem Team sogar die abschließende Sechserrunde der Qualifikation für die Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ erreicht. Im März 2018 kehrte er ans Ruder zurück und begann sofort, Feinabstimmungen vorzunehmen und seinen Stil umzusetzen.

Schlüsselaspekte im Jahr 2018

  • Positive Bilanz: In sechs Spielen konnte El Salvador eine Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen verbuchen.
  • Doppelziel: Das wichtigste Turnier, an dem das Land teilnahm, war die Qualifikation für die CONCACAF Nations League 2019/20, die 2019 fortgesetzt wird. Es ist besonders wichtig, sich hier eine gute Position zu sichern, denn den zehn bestplatzierten Teams winkt die Möglichkeit, am CONCACAF Gold Cup 2019 teilzunehmen. Derzeit belegt El Salvador Rang 14.
  • Schmerzhafte, aber wertvolle Lektionen: El Salvador hat lediglich zwei Partien verloren, die beide wertvolle Lektionen für die Zukunft ermöglicht haben. Im September gab es bei einem Freundschaftsspiel in den USA eine 0:5-Niederlage gegen Brasilien, das mit allen Stars angetreten war. So konnte man sich mit der Weltelite messen. Im November unterlag El Salvador dann überraschend mit 0:1 gegen Bermuda und erschwerte sich damit den Kampf um die Qualifikation für den Gold Cup.
  • Cerén und Rivas – die Stützpfeiler Joaquín Rivas blickt auf ein hervorragendes Jahr in der nordamerikanischen USL zurück, wo er zwölf Treffer für die Tulsa Roughnecks erzielte. Als De los Cobos ihm dann in einem Freundschaftsspiel gegen Haiti eine Chance in der Nationalmannschaft gab, nutzte er sie prompt und erzielte auch dort einen Treffer. Óscar Cerén spielt derweil eine fundamentale Rolle im Mittelfeld und überzeugt auch mit einem guten Torriecher. Das hat er mit seinem Doppelpack gegen Montserrat in der Qualifikation für die Nations League erneut unter Beweis gestellt. Darüber hinaus war der Spieler von Alianza FC San Salvador der erste Salvadorianer, der für die CONCACAF-Idealelf des Jahres nominiert wurde. Weitere Leistungsträger sind Denis Pineda und Andrés Flores.

Wie geht es weiter?

Der März wird ein ganz entscheidender Monat für El Salvador, denn dann endet die Qualifikation für die Nations League mit einem Heimspiel gegen Jamaika. Die Salvadorianer müssen gewinnen und sind darüber hinaus von anderen Ergebnissen abhängig, um den Sprung unter die ersten zehn zu schaffen.

"Wir müssen hart arbeiten, die Partie gut vorbereiten, und die Spieler mental auf die wichtigsten Dinge einstimmen, beispielsweise auf die Notwendigkeit, offensiv und gut organisiert aufzutreten. Das wird ein Hochdruckspiel, bei dem die Anspannung groß sein wird", so De los Cobos gegenüber elsalvador.com.

Wie weit kann El Salvador kommen? Kann das Land in der Weltrangliste weiter nach oben klettern? Wird das Team beim Gold Cup 2019 vertreten sein? Träumen die Spieler von Katar 2022? All diese Fragen kann nur die Zeit beantworten. El Salvador befindet sich jedenfalls auf einem guten Weg.

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