FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste

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Das Jahr im Rückblick

2020 war ihr Jahr

Malta national soccer team defender Steve Borg (4) is mobbed in celebrations 
© imago images
  • Die COVID-19-Pandemie würfelte den Länderspielkalender 2020 kräftig durcheinander
  • Einige kleine Fussballnationen glänzten 2020 trotzdem mit großen Leistungen
  • Ein Rückblick auf die Erfolge von San Marino, den Komoren, Malta, Burundi, Gibraltar und Äquatorial-Guinea

Der Länderspielkalender 2020 geriet bekanntlich reichlich in Unordnung. In einem Kalenderjahr hat es seit 1987 mit nur 323 Länderspielen nicht mehr so wenige Begegnungen gegeben. 353 Partien gingen trotzdem über die Bühne, und einige von ihnen gehen dabei durchaus aus Erfolg, Sensation oder gar historisch durch. FIFA.com blickt zurück auf die Glanzleistungen kleiner Fussballnationen im Jahr 2020.

San Marino

  • FIFA-Weltrangliste: 210.
  • Der Erfolg: Zwei Remis in Folge in Pflichtspielen

Noch nie zuvor in ihrer Geschichte hatte San Marinos Serenissima zwei Spiele in Folge nicht verloren. Das gelang ihr erst in diesem Jahr im Rahmen der UEFA Nations League mit zwei Unentschieden gegen Liechtenstein und Gibraltar. Der Erfolg in Gibraltar war umso bemerkenswerter, als die Blauweißen ab der 49. Minute nach der roten Karte gegen Kapitän Davide Simoncini nur noch zu zehnt waren.

Komoren

  • FIFA-Weltrangliste: 130.
  • Der Erfolg: Zum Jahresende Gruppenerster in der Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2021

Manche Erfolge sind wertvoller als andere. Das 2:1 der Komoren gegen Kenia am 15. November ist geradezu unbezahlbar. Denn dadurch belegen die Coelacanthes in der Qualifikation für den nächsten CAF Afrikanischen Nationen-Pokal punktgleich mit Ägypten (bei schlechterer Tordifferenz) den ersten Platz in Gruppe G. Damit lebt der Traum von der ersten Qualifikation für ein großes internationales Turnier.

Malta

  • FIFA-Weltrangliste: 176.
  • Der Erfolg: Zwei Siege in Folge in Pflichtspielen

Mit den Siegen gegen Lettland (1:0) und Andorra (3:1) im Rahmen der UEFA Nations League im Oktober 2020 hat Malta Geschichte geschrieben. Denn zwei Siege in Folge waren den Rittern in Pflichtspielen zuvor noch nie gelungen. Auch drei Tore in einem Pflichtspiel hatten sie vor der Begegnung gegen Andorra noch nie erzielt. Das Gegentor durch Andorra wiederum war das erste nach zuvor vier Spielen ohne Gegentreffer.

FIFA Coca/Cola Ranking Biggest Movers
© FIFA.com

Burundi

  • FIFA-Weltrangliste: 138.
  • Der Erfolg: Aufs Jahr gesehen größte Verbesserung in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste

Drei Spiele mit einer Bilanz von zwei Siegen und einem Unentschieden gegen Mannschaften des Kalibers Mauretanien und Tansania, die beide am letzten CAF Afrikanischen Nationen-Pokal teilgenommen haben – Burundi hatte ein erfolgreiches Fussballjahr. Damit steht 2020 für die Schwalben im krassen Kontrast zum Vorjahr, als sie gegen Eritrea, Dschibuti und Somalia verloren, die in der Weltrangliste allesamt schlechter platziert waren.

Gibraltar

  • FIFA-Weltrangliste: 195.
  • Der Erfolg: Zweiter Auswärtssieg in der Geschichte

Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem ersten Auswärtssieg seiner Geschichte gegen Armenien (1:0) am 18. Oktober 2018 gelang Gibraltar im Rahmen der UEFA Nations League am 10. Oktober der zweite Erfolg auf gegnerischem Platz in Liechtenstein. Dies war umso bemerkenswerter, als der 195. der Weltrangliste einige Wochen später gegen San Marino und erneut Liechtenstein zwei Mal unentschieden spielte. Zuvor war Gibraltar nie auch nur zwei Spiele in Folge ungeschlagen geblieben.

Äquatorial-Guinea

  • FIFA-Weltrangliste: 134.
  • Der Erfolg: Zwei Siege in Folge

Äquatorial-Guinea bestritt 2020 lediglich zwei Länderspiele – beide gegen das in der FIFA-Weltrangliste 23 Plätze schlechter positionierte Libyen. Die Partien gehörten nichtsdestoweniger zur Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2021. Außerdem hatte die Nzalang Nacional seit 2015 nicht mehr zwei Pflichtspiele gewonnen. Durch diesen Erfolgt machte die Mannschaft von Sébastien Migné nicht nur einen großen Sprung in der Weltrangliste, sondern befindet sich auch auf Qualifikationskurs für die Afrikameisterschaft im kommenden Jahr.

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