FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste

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FIFA-Weltrangliste

Aufsteiger und Überraschungsteams im Frauenfussball 2019

Slovenia celebrate scoring against the Netherlands
  • Slowenien beendet das Jahr in den Top 50
  • Nepal ist weltweit der beste Aufsteiger des Jahres
  • FIFA.com rückt einige der auffälligsten Teams in der Weltrangliste 2019 in den Fokus

Der Frauenfussball blickt auf ein herausragendes Jahr 2019 zurück, in dem er sich vor den Augen der staunenden Fussballwelt stärker als je zuvor weiter entwickelte.

Neben all den großen Schlagzeilen gab es indes auch rund um die Welt zahlreiche Erfolgsgeschichten, die eindrucksvoll die aktuelle Dynamik im gesamten Frauenfussball zeigen.

Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste ist optimal geeignet, um die besten Aufsteiger und die Teams mit den konstantesten Fortschritten zu identifizieren. Wir blicken auf einige der besten Aufsteiger des Jahres 2019 in den verschiedenen Regionen der Weltrangliste.

Beste Aufsteiger in den Top 50

⏫ Verbesserung um 5 Plätze: Slowenien (50.)

Slowenien schaffte es in der letzten Ausgabe der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste 2019 gerade noch in die Top 50, was für das Land einen neuen Allzeitrekord bedeutet. Der wichtigste Faktor dafür war der Istria Cup im März. Erstmals konnten sich die Sloweninnen gegen die Favoriten aus der Ukraine und Serbien durchsetzen und den Sieg bei diesem Einladungsturnier feiern.

"Glückwünsche an die Spielerinnen, die in allen drei Partien couragiert und clever gespielt haben", so Trainer Borut Jarc nach dem Erfolg. "Ich denke, dass die Spielerinnen damit eine gute Basis gelegt haben. Nun können Sie den nächsten Schritt in Angriff nehmen und sich für die Europameisterschaft qualifizieren!"

Diesen Weg hat das Team mit Erfolg in Angriff genommen und belegt derzeit im Dreierrennen um die direkte Qualifikation bzw. zumindest einen Playoff-Platz eine gute Position. Die schärfsten Konkurrenten auf dem Weg zur erstmaligen Qualifikation für eine große internationale Endrunde sind Russland und Kosovo.

📈 Verbesserung um 4 Plätze: Niederlande (3.), Schweden (5.), Belgien (17.), Island (18.), Polen (30.)

Seit dem für sie enttäuschend verlaufenen Algarve Cup hat das Team der Niederlande eine herausragende Bilanz vorzuweisen. Die Niederländerinnen gewannen 15 ihrer 16 Partien nach dem Turnier in Portugal. Die einzige Niederlage des Jahres kassierten sie allerdings ausgerechnet im Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™. Doch diese Enttäuschung ist längst überwunden und das Team startete mit einer perfekten Bilanz in die Qualifikation für die UEFA EURO 2021.

Auch die Schwedinnen blicken auf ein ähnlich starkes Jahr zurück. Die einzigen Niederlagen gab es gegen die Niederlande und die USA. Aus Frankreich reiste das Team mit der Bronzemedaille ab.

Belgien zeigte sich wieder erstarkt, nachdem das Team die Qualifikation für die FIFA Frauen-WM™ denkbar knapp verpasst hatte. 2019 blieben die Belgierinnen in allen Partien ungeschlagen, abgesehen von einer einzigen Niederlage in einem Freundschaftsspiel gegen die Weltmeisterinnen aus den USA. Die Isländerinnen können ebenfalls auf einen perfekten Start in die Qualifikation für die UEFA EURO verweisen.

Polen präsentierte sich insbesondere zu Beginn des Jahres in Topform und sorgte beim Algarve Cup mit Siegen gegen Spanien und die Niederlande für Überraschungen. Am Ende sprang der zweite Platz bei dem Turnier heraus, verbunden mit einer enormen Verbesserung in der Weltrangliste.

Beste Aufsteiger: Weltweit

⬆️Verbesserung um 11 Plätze: Nepal (97.)

Nepal verbesserte sich im Laufe des Jahres konstant und ist letztlich das Team, das 2019 in der Weltrangliste den größten Sprung nach vorn machte. Nur zwei Mal beendete das Team den Dezember auf einer noch besseren Platzierung. Wichtigster Erfolgsfaktor war der Vorstoß bis ins Finale der SAFF Frauen-Meisterschaft im März.

Nach der Niederlage gegen Indien in diesem Endspiel und einer weiteren bei den Südostasienspielen im Dezember hofft Nepal darauf, schon bald gegen das Nachbarland mit der riesigen Bevölkerung einen Erfolg einzufahren.

🆙 Verbesserung um 9 Plätze: Cook-Inseln (100.), Samoa (104.)

Auch in der Pazifikregion forderten Außenseiter die bisherigen Platzhirsche heraus. So hatte Samoa zuvor noch nie das Finale des Fussballturniers bei den Pazifikspielen erreicht, sorgte aber als Gastgeber des Turniers im Juli fast für ein großes Erfolgsmärchen.

Aufgrund einer knappen Niederlage gegen das regionale Schwergewicht Papua-Neuguinea verpassten die Cook-Inseln den erstmaligen Einzug ins Finale zwar, holten jedoch zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung eine Medaille im Fussballwettbewerb.

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