Entwicklung

Verlosung von Spielbällen durch das medizinische Netzwerk der FIFA

(FIFA.com)
Medical photo
© FIFA.com
  • 284 284 Mitglieder der "FIFA-WM Russland 2018“-Gruppe
  • 10 Gewinner
  • Offizielle Spielbälle der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ als Preise

Im Januar 2018 wurde als Ergänzung zum FIFA-Diplom in Fussballmedizin das medizinische FIFA Netzwerk lanciert. Auf beiden Plattformen werden Interessierten aktuelle Inhalte zu sportmedizinischen Themen zur Verfügung gestellt, und durch den "Gefällt mir"-Button und die Kommentarfunktion werden Nutzer animiert, sich an den Diskussionen zu beteiligen.

Im Juli gründete Mark Fulcher, der Chefredakteur des Diplomlehrgangs, die „FIFA-WM Russland 2018“-Diskussionsgruppe. Fulcher war der medizinische Verantwortliche am Spielort Saransk und postete auf diesem Weg regelmäßig medizinische Updates zur WM. Die Mitglieder der Gruppe konnten Kommentare abgeben und sich für ein Gewinnspiel anmelden.

Die folgenden zehn Teilnehmer haben je einen offiziellen Spielball der FIFA FussballWeltmeisterschaft 2018™ gewonnen:

  • Thomas O’Neil, UK
  • Jashwal Singh, Australien
  • Wunna Rolin, Myanmar
  • Sukdeb Mahanta, Indien
  • Yesmine Gouddi, Tunesien
  • Dermot Nolan, Republik Irland
  • Emmanuel Fadare Oluseye, Nigeria
  • Josue Israel Ramos Romero, Mexiko
  • Theodoros Leptourgopoulos, Griechenland
  • Jose Henry Ramiirez, El Salvador

Glückwunsch an die Gewinner – und herzlichen Dank an alle Mitglieder der Diskussionsgruppe, die an der Verlosung teilgenommen haben.

Einer der glücklichen Gewinner ist Emmanuel Fadare Oluseye. Der Nigerianer ist Physiotherapeut mit beruflicher Erfahrung im Bereich der klinischen Physiotherapie und interessiert sich insbesondere für manuelle Therapie, Sport- und Ortho-Physiotherapie, Schmerzphysiologie und Bindegewebsmassage.

FIFA: Worum ging es in Ihrem Post, und weshalb haben Sie dieses Thema gewählt?
Emmanuel Fadare Oluseye: Ich schrieb über das Auftreten von psychischen Erkrankungen bei Fussballprofis und führte zwei Möglichkeiten an, wie man damit umgehen kann. Zwar habe ich auch persönlich Erfahrung mit Depressionen, wählte dieses Thema aber vor allem deshalb, weil mich die Statistiken zur Häufigkeit von psychischen Krankheiten unter Fussballern im entsprechenden Modul des FIFA-Diploms in Fussballmedizin – das ich zurzeit absolviere – extrem erstaunten. Ich fand die Zahlen überraschend hoch und dachte mir, dass in diesem Bereich etwas getan werden sollte. In meinem Post führte ich Beispiele von Fussballern an, die offen über ihre Erfahrungen mit Depressionen und Leistungsängsten gesprochen haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit, behalten doch die meisten Betroffenen solche Emotionen für sich, um nicht für schwach gehalten zu werden. Da ich leidenschaftlicher Fan des FC Barcelona bin, kamen mir zuerst Spieler dieses Klubs in den Sinn. Es ist erfreulich, dass sich einige von ihnen zu diesem Thema geäußert haben. Spieler erleiden Depressionen und schweigen darüber. Spieler erleben einen Verlust und unterdrücken ihre Trauer. Spieler stehen unter Druck, fühlen sich unfair behandelt und leiden unter Ängsten, haben aber niemanden, mit dem sie über solche Dinge sprechen können. Und plötzlich sorgt einer von ihnen, der nach außen glücklich und unbeschwert wirkte, für tragische Schlagzeilen, weil er sich das Leben genommen hat. Ich wünsche mir eine Welt, in der psychische Probleme nicht mehr heruntergespielt werden oder als Stigma gelten.

Wie haben Sie vom medizinischen Netzwerk der FIFA erfahren?
Durch einen Post in einer Online-Gruppe, in der ich Mitglied bin.

Wie werden sich das FIFA-Diplom und das medizinische Netzwerk auf Ihre Zukunftspläne auswirken?
​​Tatsächlich tun sie das schon jetzt. Kürzlich habe ich Kontakt mit den Verantwortlichen eines Klubs der höchsten nigerianischen Liga aufgenommen und ihnen angeboten, ihr medizinisches Team zu verstärken. Ich möchte das Wissen, das ich durch den FIFA-Lehrgang erworben habe, gerne praktisch anwenden, und auf diese Weise hätte ich die Möglichkeit dazu.

Außerdem habe ich über das Netzwerk Sportmediziner und andere Fachleute aus aller Welt kennengelernt, woraus sich hoffentlich die eine oder andere Zusammenarbeit ergeben wird.

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