Entwicklung

FIFA FORWARD - 40 Kleinfelder für Ungarn

(FIFA.com)
Hungary - FIFA Forward - Photographer ©Gábor Baricsa, mlsz.hu
  • Ungarn profitiert landesweit von neu angelegten Fussballfeldern
  • Initiative im Rahmen des FIFA-Forward-Programms zur Fussballförderung
  • Neue Einrichtungen in ärmeren, benachteiligten und abgelegenen Gegenden Ungarns

"Im Dorf gibt es eine Familie, bei der vom Großvater über den Vater bis hin zum jüngsten Familienmitglied alle am Sportleben des Ortes teilhaben" so Imre Toth, stellvertretender Bürgermeister von Foldeak und Rektor der örtlichen Lajos-Navay-Grundschule. "Für mich liegt die wichtigste Botschaft der Übergabe dieses von der FIFA und vom ungarischen Fussballverband beigesteuerten Fussballplatzes darin, dass der Fussball die Kraft hat, die 3.000 Menschen, die in dieser Gemeinde leben, zusammenzubringen."

Er bezieht sich dabei auf den neuen Kunstrasenplatz der Schule, der am 12. September im Rahmen einer Einweihungszeremonie an die Allgemeinheit übergeben wurde. Das Fussballfeld, das die 9- bis 14-Jährigen des Ortes mit Begeisterung in Besitz genommen haben, wurde innerhalb eines Monats fertiggestellt und ist eines von zahlreichen Feldern, die im Rahmen des FIFA-Forward-Programms zur Fussballförderung in Ungarn angelegt wurden. Der Weltfussballverband hat zu diesem Zweck USD 400.000 bereitgestellt.

Im Laufe der Jahre 2017 und 2018 sind in ärmeren, benachteiligten und abgelegenen Gegenden des Landes eine Vielzahl neuer Sporteinrichtungen entstanden. Das erste Stück Rasen wurde im Juli 2017 verlegt, der letzte der 40 Fussballplätze soll Ende 2018 übergeben werden.

Die Initiative ist eine hervorragende Ergänzung zum Progamm des ungarischen Fussballverbands, der in den vergangenen fünf Jahren über 1000 Fussballplätze neu angelegt oder saniert hat. Möglich wurde dies vor allem durch staatliche Finanzierung. Die meisten davon sind ähnlich wie der Platz in Foldeak nicht für den Profifussball bestimmt, sondern sollen in dem mitteleuropäischen Land mit 10 Millionen Einwohnern der Fussballförderung auf Amateurebene dienen und damit vor allem Kindern und dem Breitensport zugutekommen.

Laura Fanni Kovacs ist eine achtjährige Schülerin der Grundschule. Sie hat in nationalen und internationalen Taekwondo- und Boxwettbewerben bereits große Erfolge für den Ort erzielt. Dank des neuen Fussballplatzes ist sie in engeren Kontakt mit dem Fussballball gekommen und hat ihren Gegenspielerinnen als permanentes Mitglied des U-13-Teams schon häufig Probleme bereitet. 

"Lauras schulische Ergebnisse sind ebenfalls hervorragend", so Toth. "Sie ist ein gutes Beispiel dafür, warum es wichtig für uns ist, dass talentierte Schüler die Möglichkeit haben, regelmäßig zu trainieren. Das Fussballfeld ersetzt die überalterte Turnhalle. Damit ist der Fussball für alle Kinder und Jugendlichen hier leichter zugänglich geworden."  

Im Rahmen des FIFA-Forward-Programm zur Fussballförderung werden in Ungarn jedoch nicht nur diese 40 Spielfelder angelegt. Nächstes Jahr sind weitere 20 Fussballplätze geplant. Einzelne Orte können sich über ihre lokale Bezirksdirektion um die vom ungarischen Fussballverband und FIFA-Forward bereitgestellten Mittel bewerben.

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