Vier Länder werden neu vom FIFA Goal-Programm begünstigt. Dies wurde bei der heutigen Sitzung der FIFA-Entwicklungskommission in Zürich beschlossen, die von FIFA-Präsident Blatter eröffnet wurde. Geleitet wurde die Sitzung von FIFA-Vizepräsident Issa Hayatou. Ebenfalls anwesend war Domenico Scala in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Audit- und Compliance-Kommission der FIFA.

Die Goal-Neulinge sind die Britischen Jungferninseln (technisches Zentrum), Polen (landesweites Ausbildungsprogramm für Kinderfussball), Portugal (technisches Zentrum/Verbandssitz) und Spanien (Modernisierung des Verbandssitzes). Die Entwicklungskommission bewilligte 24 weitere Goal-Projekte (vollständige Liste siehe unten), womit seit 1999 202 Mitgliedsverbänden 668 Projekte zugesprochen wurden.

Die Entwicklungskommission bestätigte zudem die Neubewilligung von Goal-Projekten für die Färöer, Tadschikistan und Australien, wobei Letzteres Mittel für ein innovatives Mädchenfussball-Förderprogramm vorsieht. Zum ersten Mal wird ein Goal-Projekt ausschließlich zur Förderung des Frauenfussballs verwendet. 

Für das FIFA-Fussballmanagementprogramm PERFOMANCE wurden mit Israel, Island, Spanien, Finnland, Norwegen, Gambia, Swasiland und Kap Verde acht neue Länder ausgewählt, womit insgesamt schon 162 Mitgliedsverbände vom Programm profitiert haben. 

Zwecks Diversifizierung der FIFA-Entwicklungsprogramme bewilligte die Entwicklungskommission ferner 25 Projekte im Rahmen des Programms für bedürftige Mitgliedsverbände, das auf der Grundlage verschiedener Parameter wie nationale Sportförderungspolitik, finanzielle Lage der Mitgliedsverbände, Bruttoinlandsprodukt, wahrscheinliche Wirtschaftsentwicklung, Indikatoren der menschlichen Entwicklung und Fussballentwicklungspotenzial maßgeschneiderte Unterstützung bietet. Neu begünstigt werden: Bangladesch, Kirgisistan, Laos, Libanon, Myanmar, Sri Lanka, Dschibuti, Gambia, Kongo, DR Kongo, Liberia, Mauretanien, São Tomé und Príncipe, Sierra Leone, Sudan, Swasiland, Tansania, Tschad, Uganda, Sambia, Amerikanisch-Samoa, die Cook-Inseln, Papua-Neuguinea, Samoa und Vanuatu.  Finanziert werden vor allem Kunstrasenplätze.

Im Rahmen des FIFA-Programms zur Ertragsgenerierung, das vom FIFA-Exekutivkomitee 2011 ins Leben gerufen wurde und Mitgliedsverbände mit einem grossem Fussballentwicklungspotenzial dabei helfen soll, mehr Einnahmen zu erwirtschaften, wurden die folgenden neun Projekte bewilligt: Barbados (Tribünenbau und Entwicklung einer Ticketing-Lösung), Dominikanische Republik (Verbesserung und Neupositionierung der nationalen Liga), Jamaika (Programm zur Einbindung von Anspruchsgruppen), Panama (Verbesserung und Neupositionierung der nationalen Liga), Suriname (Verbesserung und Ausbau der Infrastruktur) Trinidad und Tobago (Merchandising- und Lizenzierungsprogramm), Fidschi (Bau von Futsal-Plätzen, Unterkünften und eines Fitnesszentrums), Peru (IT-Registrierungs- und Anspruchsgruppen-Passprogramm) und Moldawien (Fertigstellung einer Futsal-Halle).

"Im Finanzzyklus 2011–2014 haben wir unsere Entwicklungsleistungen zum Nutzen unserer Mitgliedsverbände klar diversifiziert. Im nächsten Zyklus wollen wir nationale Fussballwettbewerbe vor allem auf Jugendniveau stärker unterstützen", sagte Issa Hayatou.

"Wir wollen weiterhin eine wirksame Umsetzung unserer Entwicklungsprogramme sicherstellen und daneben die Kontrolle auf der Grundlage des Allgemeinen Reglements für FIFA-Entwicklungsprogramme verstärken", betonte Thierry Regenass, FIFA-Direktor Mitgliedsverbände und Entwicklung.

Die übergeordneten Bestimmungen und Grundsätze, die für alle Entwicklungsprogramme für Mitgliedsverbände und Konföderationen gelten, sind im Allgemeinen Reglement für FIFA-Entwicklungsprogramme geregelt, das vom FIFA-Exekutivkomitee im März 2013 erlassen wurde. Seit September 2013 führt die FIFA mit ihren Mitgliedsverbänden umfassende Konsultationen durch, um den Meinungsaustausch im Entwicklungsbereich zu fördern.

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