Das Freundschaftsspiel zwischen Afghanistan und Pakistan, das am Dienstag, 20. August 2013, im AFF-Stadion in Kabul ausgetragen wird, sowie der Beginn der zweiten Saison der APL am Donnerstag sind zwei enorm wichtige Ereignisse im aktuellen afghanischen Fussball.

Das Länderspiel zwischen den asiatischen Nachbarstaaten ist für Afghanistan der erste Auftritt auf der internationalen Bühne seit 2003, als das Team im Ghazi-Stadion gegen die Auswahl Turkmenistans spielte.

"Der Umstand, dass wir unser erstes Länderspiel seit zehn Jahren bestreiten und seit 1977 zum ersten Mal gegen Pakistan in Kabul antreten", ist ein ganz besonderes Ereignis für den Fussball in unserem Land", erklärte der Generalsekretär des afghanischen Fussballverbandes AFF, Sayed Aghazada, gegenüber FIFA.com. "Es zeigt, dass wir nach einer sehr schweren Phase nun wieder zur Normalität zurückkehren. Der afghanische Fussball hat in Bezug auf Organisation und Infrastruktur große Fortschritte gemacht. Wir sind überzeugt, dass der Fussball jetzt wieder eine größere Rolle in unserem Land spielen kann. Und natürlich erwarten wir ein ausverkauftes Stadion."

"Das ist ein Spiel von großer Symbolkraft für die gesamte südostasiatisch Fussballregion, denn es zeigt, wie unser Sport in der Lage ist, gute Beziehungen zwischen Nachbarstaaten zu fördern", erklärte der Generalsekretär des Pakistanischen Fussballverbandes (PFF), Oberstleutnant Ahmad Yar Khan Lodhi.

Das historische Freundschaftsspiel zwischen Afghanistan und Pakistan findet im AFF-Stadion statt, auf einem vom FIFA-Goal-Projekt finanzierten Kunstrasenplatz. Zwei Tage später ist derselbe Ort Schauplatz des Auftaktmatches für die zweite Saison der afghanischen Premier League.

Acht Teams aus dem gesamten Land, einschließlich De Maiwand Atalan aus dem Südwesten Afghanistans mit Spielern aus den nach wie vor von Attentaten erschütterten Provinzen Helmand und Kandahar und Titelverteidiger Toofan-Harirood, treffen im Wettbewerb um die begehrte APL-Trophäe aufeinander. Mit Hilfe eines von der AFF umgesetzten Scouting-Vefahrens wurden seit April geeignete Spieler ausgewählt. Die Spiele der APL werden live in Afghanistans Tolo TV gezeigt.

"Die Liga ist von entscheidender Bedeutung bei unseren Bemühungen, den Fussball in Afghanistan weiter zu entwickeln, seine Beliebtheit zu steigern und neue Talente zu entdecken", erläutert Ali Askar Lali, ehemaliger afghanischer Nationalspieler und Spielkommissar der APL. "Fussball gehört zu den Aktivitäten, die bislang nicht direkt Ziel gewalttätiger Akte waren. Dennoch haben wir die Sicherheit verbessert, Akkreditierungen und ein Ticketsystem eingeführt, da wir davon ausgehen, bei allen Spielen im Schnitt mit 6.000 Zuschauern ausverkaufte Stadien zu haben."

"In der ersten APL-Saison konnten wir erleben, wie Zuschauer mit dem unterschiedlichsten Hintergrund und aus verschiedenen Provinzen ihre Leidenschaft im Stadion teilen konnten. Das zeigt, dass der Fussball in der Lage ist, die Einheit des afghanischen Volkes jenseits aller Stämme und Regionen zu fördern", schloss Aghazada.

In den letzten zehn Jahren hat die FIFA USD 1,5 Mio. in zwei Goal-Projekte in Kabul investiert, nämlich die Anlage eines Kunstrasenplatzes im AFF-Stadion und den Bau des Hauptsitzes des Verbandes.