Nach einem erfolgreichen Probeeinsatz bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft im Juli 2013 in der Türkei und insgesamt sehr positiven Rückmeldungen von den teilnehmenden Schiedsrichtern bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft VAE 2013 hat die FIFA entschieden, das "Freistoß-Spray" auch bei der im Dezember stattfindenden FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013 einzusetzen.

Die Verwendung des nur kurzzeitig sichtbaren "Freistoß-Sprays" wurde im Rahmen der 126. Jahrestagung des International Football Association Board (IFAB) am 3. März 2012 in Surrey (Großbritannien) von allen Mitgliedern gebilligt. Das IFAB fasste den Beschluss, dass jede Konföderation, jede Liga und jeder Mitgliedsverband das Spray auf Wunsch in Zukunft einsetzen kann. Das Spray ist ein innovatives Instrument für das moderne Schiedsrichterwesen. Der Spieloffizielle hat damit die Möglichkeit, vor der Ausführung eines Freistoßes dort eine Linie zu markieren, wo die verteidigende Mannschaft die Mauer bilden soll. Die Schiedsrichter schreiten die in den Spielregeln festgelegten 9,15 Meter zwischen dem Ball und dem nächsten Verteidiger ab und sprühen dann eine weiße Linie auf den Platz, um die richtige Position der Mauer zu markieren. Die Linie ist nach einer Minute nicht mehr sichtbar.

Für Massimo Busacca, den Leiter der Schiedsrichterabteilung der FIFA, ist das "Freistoß-Spray" ein wichtiges Hilfsmittel für Schiedsrichter. Die Rückmeldungen, die er von den Offiziellen erhielt, waren weitestgehend positiv. "Die große Mehrheit der Offiziellen hat das Spray als nützliches und sinnvolles Hilfsmittel angesehen", so Busacca. "Das Spray hat einen deutlichen präventiven Effekt: Der Abstand wurde immer eingehalten, so dass bei den beiden Turnieren, bei denen das Spray bisher zum Einsatz kam, keine Gelben Karten für die Nichteinhaltung des Abstandes gezeigt werden mussten. Nach der Klub-Weltmeisterschaft in Marokko werden weitere Bewertungen vorgenommen. Wir werden die Ergebnisse überprüfen und dann darüber sprechen, ob das Spray auch zukünftig bei FIFA-Wettbewerben zum Einsatz kommen soll."