Julian Brandt gilt schon seit einigen Jahren als eines der größten Offensivtalente im Lande des viermaligen Weltmeisters. Insofern sorgte es für Aufsehen, als er in der Winterpause 2013/14 als 17-Jähriger vom VfL Wolfsburg zu Bayer 04 Leverkusen wechselte – ein halbes Jahr später war er mit Deutschland U-19-Europameister und hatte bei der Werkself sein Profi-Debüt in der UEFA Champions League gegeben sowie bereits sein erstes Bundesligator markiert.

Der trickreiche und technisch starke Mittelfeldmann mit den Spielmacherqualitäten, der gerne auch auf dem Flügel eingesetzt wird, wurde 2013 (Silber) und 2014 (Gold) mit der prestigeträchtigen Fritz-Walter-Medaille für Deutschlands beste Nachwuchsspieler ausgezeichnet. 2016 beim Olympischen Fussballturnier der Männer Rio 2016, als Deutschland Silber holte, bestritt Brandt alle sechs Spiele über die volle Distanz. 22 Tore erzielte die deutsche Mannschaft bei diesem Turnier – neun Vorbereitungen dazu werden Brandt gutgeschrieben.

"Ich bin nicht tätowiert und brauche keine dicken Uhren, sondern ich bin ein ausgewiesener Familienmensch, der in der Familie immer den nötigen Halt findet", sagt Brandt, der regelmäßig beim Jugendturnier seines Amateurklubs Borgfeld zu sehen ist.

Der 21-Jährige kam anlässlich des Freundschaftsspiels gegen die Slowakei 2016 zu seinem ersten Auftritt in der A-Nationalmannschaft und dürfte dort gute Chancen auf eine weitere Karriere haben.