Großeltern sind ein Segen, und wenn es einen Fussballer gibt, der dies weiß, ist es Pablo Hernández: Seine Großmutter Adriana ebnete ihm den Weg zur chilenischen Nationalmannschaft, mit der er eigentlich an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ teilnehmen sollte. Doch dann machte eine Verletzung kurz vor Turnierbeginn seinen Traum zunichte.

Der gebürtig aus Argentinien stammende talentierte Spielmacher von Celta Vigo nahm Ende 2013 die chilenische Staatsbürgerschaft an, weil seine Großmutter Chilenin war. Sofort nominierte ihn Jorge Sampaoli für ein Freundschaftsspiel gegen Costa Rica, wo er zu seinem ersten Einsatz kam und gleich zwei Tore erzielte.

El Tucu, dessen Spitzname sich von der Provinz Tucumán ableitet, aus der stammt, startete seine Karriere bei Atlético Tucumán, mit dem ihm 2008 der Aufstieg in die zweite argentinische Liga gelang. Nach wenig erfolgreichen Engagements in Uruguay und bei DC United im Jahr 2010 unterzeichnete er einen Vertrag bei den Argentinos Juniors.

Nach zwei Jahren wurde O'Higgins auf ihn aufmerksam, und dann ging plötzlich alles ganz schnell: Er kam Mitte 2013 nach Chile, konnte sich sofort profilieren und erzielte das Tor, das den ersten Meistertitel des Klubs besiegelte.

Er schaffte den Sprung nach Europa, was ihn etwas über die verpasste WM hinwegtröstete. Bei der Copa América 2015 kam er nicht zum Einsatz, doch ein Jahr später gewann er mit Chile unter Juan Pizzi die Copa América Centenario. Für den Trainer ist er seither ein wichtiges Puzzleteil.