Der bodenständige Baden-Württemberger, der seine Zeit auch heute noch gerne mit der lokalen Jugend auf dem Bolzplatz verbringt, ist ein sehr flexibler Akteur, der sowohl im zentralen Mittelfeld als auch offensiv wie defensiv auf der rechten Außenbahn beheimatet ist.

Mit 18 debütierte er für seinen Jugendverein VfB Stuttgart in der Bundesliga, ehe er zwei Jahre danach zur TSG 1899 Hofffenheim wechselte, wo durchgehend Stammkraft war, was sicherlich auch an seiner Vielseitigkeit lag.

Zwar gehörte er zu jener Mannschaft, die 2007 mit Deutschland bei der FIFA U-17-WM den dritten Platz belegte, tat sich jedoch aufgrund der starken Konkurrenzsituation im Mittelfeld der A-Nationalmannschaft schwer damit, dort einen Platz zu finden. Erst im Frühling 2014 durfte er sein erstes Länderspiel für die Elf von Joachim Löw bestreiten, in den Kader für die FIFA Fussball-WM 2014™ wurde er nicht berufen.

“Solche wie mich gibt es nicht oft. Ich bin manchmal auch zurückhaltend, aber im Spiel kann ich dann schon zeigen, was los ist”, sagt Rudy, der aus der Nichtnominierung für die UEFA EURO 2016 eine besondere Motivation zog und diese als Anfang seiner aktuellen Leistungssteigerung sieht. Im Sommer wechselt er nun ablösefrei zum FC Bayern München.