FIFA Konföderationen-Pokal 2017

Drei Fragen an die "Kiwis"

(FIFA.com)
New Zealand's midfielder Michael McGlinchey (L) looks on as team mates warm up
© AFP
  • Neuseeland kann Halbfinalhoffnungen nur mit einem guten Ergebnis gegen Mexiko aufrechterhalten
  • Nach Niederlage gegen Russland wäre eine weitere Niederlage rechnerisch das Aus
  • *Werden die *All Whites dieselbe Taktik wie gegen die Gastgeber anwenden und früh Druck machen? **

Im Vorfeld des Spiels der Gruppe A gegen Mexiko, in dem Neuseeland dringend einen Sieg braucht, stellen sich im Lager der Kiwis einige drängende Fragen.

Können Sie schnell genug lernen?
Einige Spieler und Trainer Anthony Hudson haben anklingen lassen, dass die All Whites nur selten Gelegenheit haben, gegen so hochklassige Gegner anzutreten wie in Russland. Das gilt erst recht für Spiele wie die Auftaktpartie, bei der der Druck ausgesprochen groß war und Neuseeland am Ende mit 0:2 unterlag. Daher wird nun vor allem die Lernkurve thematisiert, auf der das Team sich befindet und die zu Verbesserungen führen soll. Doch werden diese sich bereits im Spiel gegen El Tri einstellen?

"Wir bestreiten solche Spiele nicht so regelmäßig. Bei solchen Partien wird dir jeder kleine Fehler angekreidet. Daher sind sie eine gute Erfahrung für uns", so Hudson im Gespräch mit der FIFA. Gleich darauf relativiert er seine Aussage jedoch: "Allerdings können wir die nächste Partie nicht nur als Chance zum Lernen sehen. Wir wollen uns gut vorbereiten und alles daran setzen, ein gutes Ergebnis zu erzielen."

 

Wird es Änderungen an der Aufstellung geben?
Viele Neuseeländer verweisen auf die Verbesserungen im zweiten Durchgang gegen die Russen, doch gegen die noch schnelleren und offensiv ausgerichteten Mexikaner könnte Hudson sich durchaus auch für einen konservativeren Ansatz entscheiden. Davon ist bislang jedoch keine Rede. "Wir wissen, dass wir einige Dinge optimieren müssen, aber wir wollen trotzdem aggressiv und positiv an die Sache herangehen", erklärt der 36-Jährige. Dennoch ist zu erwarten, dass entweder Bill Tuiloma oder Themi Tzimopoulos im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen wird, um dem Team mehr Biss zu verleihen.

Werden die Kiwis wirklich versuchen, Mexiko unter Druck zu setzen?
Hudson lässt nichts durchblicken, erklärt jedoch, dass "alles passieren kann, wenn das Team das Spiel seines Lebens macht". Einige Spieler geben allerdings an, die Mannschaft wolle ihrer Spielweise treu bleiben und den CONCACAF-Champion unter Druck setzen.

"Jeder, der unsere letzten Spiele verfolgt hat, weiß, dass wir gern Druck machen. Also glaube ich nicht, dass es gegen Mexiko anders aussehen wird. Wir sind der Auffassung, dass wir Chancen herausspielen können, wenn wir den Ball weit vorne erobern", meint Abwehrroutinier Tommy Smith. "Außerdem können die Mexikaner gefährlich werden, wenn man ihnen Zeit und Raum gibt, wenn sie am Ball sind. Daher werden wir versuchen, dies zu unterbinden."

Der vielversprechende junge Linksverteidiger Deklan Wynne glaubt, dass die Herausforderung in dieser Partie eine andere sein wird und der Taktik der All Whites möglicherweise eher entgegenkommt. "Ich glaube nicht, dass sie so körperbetont spielen wie Russland. Sie sind stärker auf Ballbesitz ausgerichtet, sodass wir eher die Möglichkeit haben sollten, in ihre Hälfte vorzudringen und sie etwas stärker unter Druck zu setzen."

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