• Benjamin Moukandjo führte Kamerun 2017 zum Sieg beim Afrikanischen Nationen-Pokal
  • Der Kapitän der Unbezwingbaren Löwen ist auf Vereinsebene derzeit sehr erfolgreich
  • Er hofft nun mit seinem Land beim FIFA Konföderationen-Pokal auf weitere Erfolge

Am 23. Juni 2014 traf Kamerun in Brasilia bei der FIFA Fussball-WM™ im dritten Spiel der Gruppe A auf die Gastgeber. Die Unbezwingbaren Löwen waren nach dem 0:4 gegen Kroatien bereits ausgeschieden und vor dem Achtelfinale für Neymar und Co bei der 1:4-Niederlage nur noch Sparringspartner.

In der 58. Minute verließ Benjamin Moukandjo mit hängendem Kopf das Feld und wurde durch Edgar Salli ersetzt. Seine erste WM-Teilnahme war zu einem Debakel geworden, Kamerun sollte die Gruppe als Letzter abschließen und fuhr damit das schlechteste Ergebnis jemals bei einer WM-Endrunde ein. Die Mannschaft wirkte müde und nicht harmonisch.

Zweieinhalb Jahre später in Gabun lief es komplett anders. Als der Vorhang gefallen war, grinste Moukandjo über beide Ohren und stemmte den Afrikanischen Nationen-Pokal in die Höhe.

Der Kapitän wurde im Finale gegen Ägypten (2:1) sogar zum Man of the Match gewählt – das war die Krönung für den 28-jährigen Stürmer, der das ganze Turnier über überzeugt hatte und seine Landsleute zur ersten kontinentalen Krone seit 2002 führen konnte. Damit war auch gleichzeitig die Qualifikation zum FIFA Konföderationen-Pokal Russland 2017 im Juni geschafft.

Nach diesem Erfolgserlebnis musste er sich allerdings schnell wieder darauf konzentrieren, mit seinem Verein Lorient den Abstieg aus der Ligue 1 zu vermeiden. Der afrikanische Stürmer half mit sechs Toren mit, dass die Bretonen sich aus der Abstiegszone entfernten und nun eine echte Chance auf den Klassenerhalt haben.

Aufgrund einer Verletzung musste der in Douala geborene Stürmer, dem nur ein Treffer zu einer neuen persönlichen Saison-Bestmarke fehlt, zuletzt aber zuschauen, als Les Merlus am letzten Wochenende 1:1 gegen Angers spielten.

Die Zahl

13 – Das ist die Anzahl der Ligatore, die Moukandjo bisher in dieser Saison erzielt hat – damit stellt er seine Bestmarke aus der vergangenen Spielzeit ein.

Es ist keine Frage, dass der Kapitän Kameruns natürlich bereits an den Konföderation-Pokal denkt. "Der Konföderationen-Pokal ist ein großes Turnier", sagte er. "Wir haben den Sieg beim Afrikanischen Nationen-Pokal richtig gefeiert, aber nun ist die Zeit gekommen, uns auf eine neue Herausforderung vorzubereiten. Wir werden ein paar Spiele bestreiten, um vor den großen Partien rechtzeitig in Form zu kommen."

Bei diesem Turnier werden die Champions der verschiedenen Kontinente aufeinander treffen – für die Unbezwingbaren Löwen eine gute Gelegenheit, den Eindruck aus Brasilien vergessen zu machen. Nach ihrem Triumph in Gabun spekulieren die Afrikaner ein bisschen darauf, es ihren Vorgängern nachzutun, die 2003 in denkwürdiger Manier ins Finale kamen.

Um das zu erreichen, wird es unabdingbar sein, dass das neue Gemeinschaftsgefühl, welches von Coach Hugo Broos bereits im Februar gelobt wurde, weiterhin gepflegt wird. "Ich trainiere seit 29 Jahren und hatte noch nie solch eine Gruppe an Spielern", sagte der Belgier. "Ich sage ihnen jeden Tag, dass sie eine Freundschaft haben, die sie pflegen sollen. Sie sind alle wahre Freunde, das sieht man nicht oft in einer Fussballmannschaft."

Kameruns nächste Spiele
13 Juni: Testspiel gegen Kolumbien (Getafe)

Konföderationen-Pokal Russland 2017
18 Juni: Kamerun - Chile (Moskau) 
22 Juni: Kamerun - Australien (St. Petersburg) 
25 Juni: Deutschland - Kamerun (Sotschi)