CAF Afrikanischer Nationen-Pokal

Ex-Afrikameister unter Druck

(African Football Media)
South Africa's Thamsanqa Gabuza celebrates
© AFP

Die zwei Ex-Afrikameister Südafrika und Sudan könnten an diesem Wochenende in der Qualifikation für die kontinentale Endrunde 2017 in Gabun, bei der Afrikas Teilnehmer am FIFA Konföderationen-Pokal 2017 ermittelt wird, scheitern und damit ebenso wie der dreimalige Titelträger Nigeria bei dem Turnier zum Zuschauen verurteilt sein.

Nigerias Ausscheiden stand fest, als Tschad sein Team zurückzog. Am einzigen verbliebenen Spieltag der dadurch entstandenen Dreiergruppe können die Super Eagles den Rückstand auf Tabellenführer Ägypten nicht mehr aufholen. Südafrika steht in Gruppe M vor dem Auswärtsspiel in Gambia mit dem Rücken zur Wand. Die Bafana Bafana haben aus ihren bisherigen vier Spielen lediglich drei Punkte geholt und liegen damit auf Platz drei. Der Titelgewinner von 1996 braucht somit am Samstag in Bakau unbedingt einen Sieg, um sich eine realistische Chance zu wahren, Kamerun oder Mauretanien einzuholen, die am Freitag im direkten Duell aufeinander treffen.

Die Unzähmbaren Löwen liegen mit acht Zählern einen Punkt vor Mauretanien. Am Montag verloren sie ein Freundschaftsspiel gegen Frankreich mit 2:3. Der in Deutschland aktive Eric-Maxim Choupo-Moting erzielte in der 88. Minute den Ausgleich zum 2:2. Den Schlusspunkt setzte dann allerdings noch Dimitri Payet mit einem fantastischen Freistoßtreffer unmittelbar vor dem Abpfiff. Kameruns neuer Trainer Hugo Broos meinte dazu: "Für mich war das Ergebnis ein 2:2. Besiegt wurden wir letztlich nur durch diesen tollen Freistoßtreffer. Die Spieler können stolz auf ihre Leistung sein. Ich hoffe, wir treten mit der gleichen Einstellung gegen Mauretanien an."

In Gruppe I hat Sudan seit der Niederlage gegen die Elfenbeinküste sein Schicksal nicht mehr selbst in der Hand. Der Afrikameister von 1970 muss in Sierra Leone siegen und gleichzeitig darauf hoffen, dass die Ivorer ihr Auswärtsspiel bei den Leone Stars im September nicht gewinnen.

In Gruppe A liefern sich Liberia, Tunesien und Togo ein enges Rennen um den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation. Das wieder erstarkte Liberia führt die Gruppe mit neun Punkten an und empfängt am Wochenende das Team aus Togo. Der frühere Nationalspieler und jetzige Trainer James Debbah hält die Chancen auf eine erstmalige Qualifikation seit 2002 für sehr gut. "Ich habe hier eine Aufgabe zu erfüllen. Wir stehen kurz vor einem historischen Erfolg, wie es ihn in diesem Land seit sehr vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. Das Spiel gegen Togo ist enorm wichtig", sagte er Tunesien tritt unterdessen bei Schlusslicht Dschibuti an.

Die großen Vier vor dem Sprung*
*Vier Mannschaften können am Wochenende aus eigener Kraft das Ticket lösen. Der siebenmalige Titelträger Ägypten benötigt nur einen Punkt aus der Partie in Tansania, muss allerdings ohne den 18-jährigen Ramadan Sobhi auskommen, der seine Schulabschlussprüfungen schreibt. In Gruppe H können die Black Stars aus Ghana mit einem Sieg in Mauritius ihr Ticket buchen. Trainer Avram Grant hat dazu eine ganze Reihe Europalegionäre nominiert, darunter die Gebrüder Andre und Jordan Ayew sowie den frisch gebackenen englischen Meister Jeffrey Schlupp. Die Westafrikaner haben vier Punkte Vorsprung vor Mauritius und Ruanda, das zu Hause gegen Mosambik antritt. Der Vorsprung Algeriens in Gruppe J ist sogar noch größer. Die Wüstenfüchse haben fünf Punkte Vorsprung vor Äthiopien und wären selbst mit einem Remis auf den Seychellen bereits vorzeitig für die Endrunde qualifiziert, falls die Äthiopier in Lesotho nicht siegen.

Senegal fehlt unter Ex-Nationalspieler Aliou Cissé, der das Team als Trainer wieder an die Spitze des afrikanischen Fussballs führen soll, nur noch ein Punkt zur Qualifikation. Das Team führt die Gruppe K mit zwölf Punkten an und hat damit sechs Punkte Vorsprung vor Burundi. Niger und Namibia haben jeweils drei Punkte auf dem Konto und damit keine Chance mehr, es noch nach Gabun zu schaffen. Cissé, dessen Team am vergangenen Wochenende ein Vorbereitungsspiel gegen Ruanda gewonnen hatte, ist mit der Entwicklung seines Teams zufrieden: "Die Spieler arbeiten gut zusammen, sie stellen sich in den Dienst des Landes und ich bin mit ihren Leistungen zufrieden. Das Resultat gegen Ruanda sollten wir allerdings nicht überbewerten. Das war nur ein Freundschaftsspiel. Die Partie in Bujumbura wird sehr viel schwieriger."

Simbabwe kann einer dritten Endrundenteilnahme mit einem Heimsieg gegen Malawi ein gutes Stück näher kommen. Die Simbabwer liegen drei Punkte vor Swasiland und Guinea. Sollten die drei Punkte in Harare bleiben, wären sie vor dem letzten Auswärtsspiel in Guinea in einer recht komfortablen Position. Nach einem 2:0-Sieg am Dienstag im Freundschaftsspiel gegen Uganda gehen die Warriors optimistisch in die Partie. Beide Tore erzielte der groß gewachsene Verteidiger Teenage Hadebe von Chicken Inn per Kopf.

In Gruppe D haben Burkina Faso und Uganda jeweils sieben Punkte auf dem Konto und damit einen mehr als Botsuana. Burkina Faso tritt auf den Komoren an, während Uganda nach Botsuana reist. In Gruppe E wiederum hat Guinea-Bissau, das am Wochenende Sambia empfängt, nur einen Punkt Vorsprung vor den Gästen und vor Kongo, das in Nairobi gegen Kenia antritt. In Gruppe B tritt Tabellenführer DR Kongo auf Madagaskar an. Die Zentralafrikanische Republik hat Angola zu Gast. In Gruppe C will Mali die Tabellenführung mit einem Sieg in Südsudan festigen, während Verfolger Benin das Team aus Äquatorial-Guinea empfängt.

Neben dem automatisch qualifizierten Gastgeber Gabun hat sich bisher einzig Marokko für die Endrunde qualifiziert. Die Nordafrikaner treten in Gruppe F auswärts gegen Libyen an.

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