Confed Cup 2013

Blatter: "Brasilien hat im Finale Geschichte geschrieben"

(FIFA.com)
FIFA President Joseph S. Blatter addresses the media during the wrap up press conference
© Getty Images

Geniale Qualitäten, Traumtore und spannende Spiele. Eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 50.000, unvergleichliche Stimmung in den Stadien und über 30 Millionen Besucher auf FIFA.com im Verlauf von zwei Wochen. Der FIFA Konföderationen-Pokal 2013 war nicht einfach nur gelungen, er war ein überwältigender Erfolg.

Am Vormittag nach Brasiliens Triumph gegen Spanien in einem fesselnden Finale hielten die FIFA und das Lokale Organisationskomitee (LOK) eine Pressekonferenz ab. Zu den Anwesenden sprachen FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, José Maria Marin, Präsident des LOK der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke, Ricardo Trade, Geschäftsführer des LOK, Luis Fernandes, stellvertretender Sportminister, Ronaldo, LOK-Mitglied im Verwaltungsrat sowie Schiedsrichter Howard Webb. FIFA.com fasst einige ihrer Äußerungen zu verschiedenen Themen wie etwa der unbeschreiblichen Atmosphäre im Maracana-Stadion, der Turnierorganisation und der Torlinientechnologie zusammen.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter
"Was wir gestern erlebt haben, habe ich noch nie erlebt. Das Maracana war etwas wirklich Besonderes. Als ich das Maracana 1975 zum ersten Mal und zehn Jahre später erneut besuchte, ist da immer etwas Besonderes, dieses Tosen. Ich habe immer gesagt, dass man ein solches Stadion mit einer Kirche vergleichen kann – keine Kirche, sondern eine Kathedrale. Und gestern brauchte es viele Dinge, um diese Gefühle im Maracana zu haben. Zunächst brauchte man die Akteure, die Teams. Der Weltmeister auf der einen Seite und der Titelaspirant und fünfmalige Weltmeister auf der anderen. Beide werden als brillante Fussballmannschaften bezeichnet – ihre Technik und Taktik. Und dann brauchtest du die Fans. Die Fans im Stadion gestern waren außergewöhnlich. Ich kann [die Atmosphäre] im Stadion noch heute spüren. Als die Nationalhymne gesungen wurde und der offizielle Teil vorüber war, sangen sie einfach weiter. Ok, dadurch verschob sich die Partie um zwei Minuten, doch das war nicht so wichtig. Es war ein großer Teil des Erfolgs. Ich würde sagen, dass Brasilien im Finale Geschichte geschrieben hat, denn das neue, umgestaltete Stadion wurde dem Nationalteam gegeben, und es gewann einen großen Titel. Sprechen Sie von ihm nicht als Generalprobe, es war wirklich ein Wettbewerb der Meister. Als wir das Turnier begannen, gab es etwas Ungewissheit, was passieren würde, als wir von den sozialen Unruhen erfuhren, doch es war ein außergewöhnlicher Wettbewerb. Wir werden im kommenden Jahr eine absolut herausragende Weltmeisterschaft haben."

FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke
"Es sind drei Millionen Tickets für die Weltmeisterschaft verfügbar, doch dies ist ein Land von 200 Millionen Einwohnern. Es wird also an verschiedenen Orten Fanbereiche und Großbildleinwände geben, vielleicht in den Favelas oder anderen Plätzen, wo die Menschen keinen Zugang zum Stadion haben. Wir wollen ihnen die Chance geben, die Spiele zu sehen und Teil der Weltmeisterschaft zu sein."

Präsident des Lokalen Organisationskomitees José Maria Marin
"Ich werde meine große Freude nicht verbergen, dass [Brasilien] diesen Konföderationen-Pokal gewonnen hat. Im Namen von Luiz Felipe Scolari, Carlos Alberto Parreira und allen Spielern möchte ich allen brasilianischen Fans, die im Stadion waren, und denen, die nicht anwesend sein konnten, aus tiefsten Herzen danken. Ich muss Herrn Blatter zustimmen: Noch nie in meinem Leben habe ich eine Nationalhymne gehört, die mit so viel Patriotismus gesungen wurde. Als ich hörte, dass die Hymne auf diese Weise gesungen wurde, war ich mir sicher, dass Brasilien gewinnen würde."

Sportminister Aldo Rebelo
"Nicht nur für die Weltmeisterschaft, sondern für ganz Brasilien mussten wir den Verkehr, die Kommunikation, die Flughafen-Infrastruktur und die öffentliche Sicherheit verbessern. Es ist uns gelungen, dies zu erreichen und für den Fussball ein Vermächtnis zu erschaffen. Es gibt immer noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Aus den Erfahrungen beim Konföderationen-Pokal konnten wir verschiedene Lehren ziehen. Im nächsten Jahr werden wir in der Lage sein, die Probleme vorherzusehen und im Vorfeld Lösungen zu finden."

Schiedsrichter Howard Webb
"Dieses Turnier war für uns etwas Neues, denn wir hatten die Einführung der Torlinientechnologie. Es war unsere erste Erfahrung mit dieser Technologie. Obwohl wir im Verlauf des Turniers viele Tore sahen, waren sie alle eindeutig. Es gab keine Zweifelsituationen bezüglich der Torlinie. Doch unabhängig davon ist aus unserer Sicht die Sicherheit, die uns dieses System gibt, ein großer Vorteil. In den Tests war das System zuverlässig. Wir hatten keine Bedenken. Im Halbfinale [Elfmeterschießen] zwischen Italien und Spanien wussten wir, dass es keine Zweifel geben würde, ob der Ball die Linie überschritten hatte oder nicht, denn das System ist absolut zuverlässig und wir haben vollstes Vertrauen darin. Deshalb möchte ich der FIFA zu diesem Schritt gratulieren, der uns diesen Teil des Lebens etwas leichter macht. Und ich denke, ich spreche im Namen aller Schiedsrichter, wenn ich sage, dass wir diese Technologie mit offenen Armen empfangen."

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