FIFA Konföderationen-Pokal Südafrika 2009

FIFA Konföderationen-Pokal Südafrika 2009

14 Juni - 28 Juni

FIFA Konföderationen-Pokal 2009

Castrol Index: Lucio siegt

Brasiliens Innenverteidiger Lucio ist auf dem besten Wege, sich einen Platz ganz vorn in den Annalen des FIFA Konföderationen-Pokal zu sichern. Südafrika 2009 war bereits seine vierte Teilnahme am "Festival der Champions". Nur Brasiliens Ex-Torhüter Dida war bei noch mehr Auflagen dabei. Dass Lucio dieses Mal selbst den Siegtreffer erzielte und damit erstmals als Kapitän der Seleção den Pokal entgegennehmen konnte, war als Abschluss des Turniers fast zu schön, um wahr zu sein. Doch das ist bei Weitem noch nicht alles, was Lucio 2009 in Südafrika erreicht hat.

Denn er wird zusätzlich mit einem Preis ausgezeichnet, den er zwar unerwartet, aber keinesfalls unverdient erhält: Lucio ist der Gewinner des Castrol Index beim FIFA Konföderationen-Pokal Südafrika 2009. Das zugrunde liegende, innovative Wertungssystem, das mit modernster Technologie jede einzelne Aktion der Spieler objektiv analysiert und bewertet, wurde zu Beginn von den zwei spanischen Sturmspitzen dominiert. Von Lucio war bis zum Ende der Gruppenspiele in den Top 20 weit und breit nichts zu sehen.

Dann tauchte er an 16. Position in der Gesamtwertung auf, kletterte jedoch bis zum Halbfinale gegen Südafrika nur um fünf weitere Plätze auf Rang elf. Wie konnte es ihm gelingen, am Ende als Sieger der Gesamtwertung dazustehen und den früheren Führenden David Villa sowie auch Kaká, der den Goldenen Schuh von adidas gewann, hinter sich zu lassen?

Die Antwort besteht laut den Castrol-Leistungsanalysten in der herausragenden Leistung des brasilianischen Kapitäns im Endspiel gegen die USA, die in einer Reihe steht mit dem Auftritt von Giuseppe Rossi bei Italiens Sieg gegen die Amerikaner und mit Fernando Torres' One-Man-Show im Auftaktspiel gegen Neuseeland - Hattrick inklusive. Lucios Punktzahl von 1.551 im Finale reichte, um in der Gesamtwertung ganz knapp vor Kaká zu landen, dessen Wertung durch einige Schwächen in der Defensivarbeit niedriger ausfiel. So war es dem Brasilianer nicht gelungen, Landon Donovan bei seinem Vorstoß zu folgen, der zum zweiten Tor der Amerikaner führte.

Dempsey auf Platz zwei -O FabulososEndspurtTrotz seiner Pluspunkte für eine Reihe sehr kreativer Spielzüge verlor Kaká in der Gesamtwertung am Ende sogar einen Platz und fiel noch hinter den U.S.-Amerikaner Clint Dempsey zurück. Der Mittelfeldspieler vom FC Fulham wurde nach herausragenden Leistungen gegen Ägypten und Spanien als zweiteffektivster Feldspieler der USA hinter Landon Donovan im Finale bewertet und lag damit vor Kaká. Nur aufgrund der außerordentlichen Leistung von Lucio verpasste er den Sieg in der Gesamtwertung.

Der Kapitän der Brasilianer hatte bereits während des gesamten Turniers Punkte für seine starken Offensivaktionen gesammelt, doch die beste davon sparte er sich bis zum Schluss auf, als er mit seinem kraftvollen Kopfball den Turniersieg unter Dach und Fach brachte. Torschützenkönig Luis Fabiano schaffte unterdessen am letzten Spieltag noch einen Sprung vom zehnten auf den fünften Platz. Hätte er nicht im Gruppenspiel gegen die USA einen so schlechten Tag erwischt, hätte er Lucio durchaus noch gefährlich werden können.

In den Top 20 beim Castrol Index finden sich neben den bereits genannten Spielern auch Namen wie Torres, Maicon, Capdevila und Aboutrika. Damit liegt das neuartige Bewertungssystem mit den Beobachtungen der Zuschauer beim "Festival der Champions" genau auf einer Linie. Dennoch werden sich manche Fans fragen, warum ihr persönlicher Favorit nicht genannt wird. Die wohl offensichtlichste Frage betrifft dabei den Gewinner des Goldenen Handschuhs von adidas, Tim Howard.

Der Torhüter der USA zeigte während des Turniers nicht weniger als 33 Paraden und damit fast zwei Mal so viele wie sein nächster Rivale. Doch er kassierte auch mehr Tore als jeder andere Torhüter. Seine Gesamtpunktzahl litt insbesondere aufgrund der enttäuschenden Vorstellung bei der 1:3-Niederlage im Auftaktspiel gegen Italien. Folgerichtig landete Howard von allen Torhütern im Castrol-Index von Südafrika 2009 "nur" auf dem zweiten Platz hinter dem irakischen Schlussmann Mohamed Kassid, dessen herausragende Leistungen dazu beitrugen, dass der Asienmeister in seinen drei Spielen nur ein einziges Tor kassierte.

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