FIFA Konföderationen-Pokal 2017

Vorschau: Deutschland - Kamerun

(FIFA.com)
A general view during a team Germany training session at Kazan Arena
© Getty Images
  • *Deutschland reicht Unentschieden zum Weiterkommen *
  • Kamerun muss mit zwei Toren Unterschied gewinnen
  • *Kameruns bestes Ergebnis beim #ConfedCup ist ein Finaleinzug, Deutschland holte einen dritten Platz *

Nach der Niederlage gegen Chile und dem Unentschieden gegen Australien befindet sich Kamerun in einer unbequemen Lage. Für den Einzug ins Halbfinale muss gegen Deutschland nicht nur ein Sieg her, er muss außerdem mit mindestens zwei Toren Vorsprung ausfallen. Die DFB-Elf hingegen kann relativ gelassen in die Partie gehen, trotz der Binsenweisheit, dass "im Fussball alles möglich ist". Sie wird dennoch einen standesgemäßen Abschluss und wenn möglich den ersten Platz in Gruppe B anstreben, sofern es das Ergebnis der Partie zwischen Chile und Australien zulässt.

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Was man wissen muss
Nur ein Spieler hat nach den ersten zwei Gruppenspieltagen mehr als ein Tor auf dem Konto und steht folglich an der Spitze der Torschützenliste: der Deutsche Lars Stindl. Es sind gleichzeitig seine ersten Länderspieltore überhaupt, denn er gab erst in diesem Jahr sein Debüt in der Nationalmannschaft. Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach hat in der Saison 2016/17 in allen Wettbewerben zusammengenommen 20 Tore in 48 Spielen erzielt. Es ist die beste Ausbeute in der Karriere des 28-Jährigen.

In den drei bisherigen Aufeinandertreffen zwischen diesen Teams hat Deutschland zwei Mal gewonnen, während es im letzten Duell im Juni 2014 ein 2:2-Unentschieden gab. Die Deutschen waren damals noch nicht Weltmeister, aber vielleicht ist es gerade dieser Umstand, der ihnen Sorgen bereiten sollte. Als es die Unzähmbaren Löwen beim Konföderationen-Pokal zum letzten Mal mit einem amtierenden Weltmeister zu tun hatten - 2003 gegen Brasilien - gewannen sie 1:0.

Analyse Teamreporter FIFA.com
Steffen Potter (Teamreporter Deutschland)
Joachim Löw hat seine Auswahl in den letzten fünf großen Turnieren jedes Mal bis ins Halbfinale geführt. Ein Unentschieden würde ihm reichen, um diese Serie fortzusetzen. Bisher konnten seine jungen Schützlinge in Russland überzeugen, zunächst mit großem Schwung gegen Australien, anschließend mit einer soliden Leistung gegen Chile. Schwer zu sagen, welche Startformation Löw im letzten Gruppenspiel aufbieten wird, aber die elf Auserwählten werden sicherlich vollen Einsatz zeigen, um das Abenteuer fortzusetzen.

Pascal de Miramon (Teamreporter Kamerun)
Das Spiel gegen Deutschland ist für die *Unzähmbaren Löwen *mit einigen Strapazen verbunden, sie haben sich unmittelbar nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Australien auf den Weg nach Sotschi gemacht. Hugo Broos hat in den ersten beiden Partien die gleiche Anfangself auf den Platz geschickt, wird aber nach der ansprechenden Leistung gegen die *Socceroos - *vor allem in der zweiten Halbzeit - dennoch keine großen Veränderungen vornehmen. Ein größeres Problem als die Müdigkeit wird ohnehin die Nervosität in einem Duell sein, in dem es gegen die Deutschen um alles oder nichts geht.

Mögliche Aufstellungen
Deutschland: Marc André ter Stegen; Matthias Ginter, Shkodran Mustafi, Antonio Rüdiger; Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Sebastian Rudy, Marvin Plattenhardt; Julian Brandt, Julian Draxler; Timo Werner.

Kamerun: Fabrice Ondoa; Ernest Mabouka, Adolphe Teikeu, Michael Ngadeu Ngadjui, Collins Fai; Sébastien Siani, Arnaud Djoum, André-Frank Zambo Anguissa;  Christian Bassogog, Vincent Aboubakar, Benjamin Moukandjo.

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