Den Härtetest hat die deutsche Mannschaft gegen den Südamerika-Meister Chile bestanden und hat beim 1:1-Unentschieden am 2. Spieltag des FIFA Konföderationen-Pokals gut dagegengehalten. "Wir wussten, dass sie mit viel Druck und Power kommen würden. Darauf waren wir eingestellt", erklärte der 1:1-Torschütze Lars Stindl und gab ehrlich zu: "Wir haben das ein oder andere Quäntchen Glück gebraucht. Aber das Ergebnis ist nicht unverdient. Wir nehmen die Erkenntnis mit, dass wir gegen große Gegner bestehen zu können."

Den frühen Rückstand durch Alexis Sanchez nach sechs Minuten war dennoch nicht zu verhindern, wenn er auch aus einem Abwehrfehler resultierte. "Das lag vielleicht etwas an der Nervosität gegen so eine bärenstarke Mannschaft", so Kapitän Julian Draxler.

Auch FIFA Man of the Match Sanchez war mit dem Resultat zufrieden und war vor allem glücklich, dass er getroffen hatte. Denn es war nicht nur das 400. Tor der Turniergeschichte, sondern der Angreifer stieg damit auch zum Rekordtorjäger seines Landes auf. "Natürlich freut es mich. Dies ist aber etwas, was ich wirklich zu schätzen weiß, wenn ich ein alter Mann bin. Mit dem Ergebnis können wir gut leben."

Sein Trainer Juan Antonio Pizzi sah sogar ein "exzellentes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die einen klaren Plan hatten. Es war für Spieler und Fans sicherlich sehr attraktiv. Das Spiel hat die Erwartungen erfüllt. Beide Mannschaften wollten gewinnen, aber manchmal haben wir uns gegenseitig geblockt."

Diesen Eindruck bestätigte ebenfalls sein Gegenüber Joachim Löw. "Das war ein Spiel auf höchstem Niveau mit wahnsinnigem Anspruch. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs. Sie haben das alle klasse gemacht."