Brasilien hat seinen Titel beim FIFA Konföderationen-Pokal 2013 erneut erfolgreich verteidigt. In einem Finale nach Maß für den Gastgeber, gewann das Ensemble von Coach Luiz Felipe Scolari am Sonntag, 30. Juni, gegen den amtierenden FIFA Weltmeister Spanien mit 3:0 (2:0) und sicherte sich damit im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro den insgesamt vierten Triumph beim Festival der Meister.

Das Traumfinale war keine drei Minuten alt, da erreichte die Stimmung, im mit 73.531 ausgelassenen Fans vollbesetzten Maracanã, bereits das erste Mal den Siedepunkt. Fred hatte im Liegen den Ball noch an Iker Casillas vorbei bugsieren können und den Gastgeber mit seinem vierten Turniertor in Führung gebracht (2.). Durch den frühen Treffer euphorisiert, blieb die Seleção weiter tonangebend.

Oscar verfehlte nur knapp, nachdem Fred diesmal fein per Hackenabsatztrick aufgelegt hatte (8.). Wieder nur vier Minuten später sorgte Paulinho für das nächste Zungeschnalzen. Er sah, dass Casillas zu weit vor dem Tor stand und hätte den spanischen Kapitän fast mit einem Kunstschuss überrascht.

Der Weltmeister schien durchaus beeindruckt und fand nicht zu seinem Spiel. Ein Kopfball von Fernando Torres nach einem Eckball sowie ein Distanzschuss von Andres Iniesta war erst einmal alles, was die Iberer in der ersten halben Stunde zu bieten hatten.

Die flinken Brasilianer stellten die spanische Defensive immer wieder vor größte Probleme. Fred hätte in der 32. Spielminute eigentlich das 2:0 erzielen müssen. Nach einem erneuten Blitzangriff des Titelverteidigers steckte Neymar herrlich auf Brasiliens Neuner durch, der freistehend vor Casillas scheiterte. Auf der anderen Seite machte es Pedro besser und schob das Leder überlegt an Julio Cesar vorbei, aber David Luiz kam im letzten Moment mit einer Grätsche an den Ball und klärte. Noch vor der Pause brachte Neymar den Fussballtempel erneut zum Brodeln. Der stramme Linksschuss des Superstars schlug zum 2:0 unter der Querlatte ein (44.).

Einige Zuschauer waren noch gar nicht wieder zurück auf ihren Plätzen, da tanzte Fred nach seinem 3:0 bereits mit der Eckfahne (47.). Es passte in das bisherige Bild, dass Sergio Ramos in der 55. Minute einen Foulelfmeter am Tor vorbeischoss.

Die Furia Roja musste bei diesem deutlichen Rückstand natürlich deutlich offensiver agieren. Folglich boten sich noch mehr Räume für die Konter der Auriverde. Erst scheiterte Hulk am herauseilenden Casillas, dann Marcelo, der es etwas eigensinnig aus spitzem Winkel selbst versuchte, anstatt den mitgelaufenen Fred zu bedienen (64.).

Einen weiteren Angriff wusste Gerard Pique nur mit einer Notbremse zu stoppen, für die der Verteidiger von Schiedsrichter Bjorn Kuipers die rote Karte gezeigt bekam. Der gefoulte Neymar setzte den folgenden Freistoß unter einem Raunen knapp über das Tor (68.).

Trotz einer numerischen Unterzahl erspielte sich die Roja weitere Torchancen. Ein Treffer blieb den Spaniern aber verwehrt. Sowohl Pedro als auch David Villa scheiterten am gut aufgelegten Julio Cesar. Es war heute einfach das Finale der Brasilianer, die sich nach einem tollen Turnier im eigenen Land die Krone aufsetzten.