FIFA Klub-Weltmeisterschaft Vereinigte Arabische Emirate 2009

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Vereinigte Arabische Emirate 2009

9 Dezember - 19 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2009

Verón: "Alles gegeben"

Juan Sebastian Veron of Estudiantes LP looks dejected
© Getty Images

Es war nur eine einzige Minute, die das Team von Estudiantes de La Plata am Ende vom Titelgewinn bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2009 trennte. Doch der Ausgleichstreffer von Pedro in der letzten Minute der regulären Spielzeit sowie ein weiterer Treffer von Lionel Messi, den dieser zehn Minuten vor dem Ende der Verlängerung erzielte, machten den Traum der Argentinier von der WM-Krone jäh zunichte und bescherten stattdessen dem FC Barcelona den bereits sechsten Titel in diesem Jahr.

Kein Wunder also, dass die Enttäuschung bei Juan Sebastián Verón über den verpassten WM-Titel riesengroß ist. Trotzdem erklärte sich der Mittelfeldspieler und Spielmacher der Pincharrata zu einem Exklusiv-Gespräch mit FIFA.combereit.

Herr Verón, wie fühlen Sie sich in diesem Moment?Wir waren so nah dran und haben es dann doch nicht geschafft. Das tut weh, aber der Fussball ist nun mal so. Manchmal klappt es, ein anderes Mal hat man weniger Glück. Allerdings brauchen wir uns nichts vorzuwerfen, denn wir haben unser Bestes gegeben. Und wir haben immerhin gegen das Weltklasse-Team des FC Barcelona gespielt. Davon abgesehen schmerzt diese Niederlage trotzdem, so dass wir schon sehr enttäuscht sind. Unser Glückwunsch gilt in dieser Stunde dem FIFA Klub-Weltmeister FC Barcelona.

Wie schätzen Sie das heutige Spiel Ihrer eigenen Mannschaft ein?Wir haben sehr gut gespielt. Ich habe es eben schon einmal gesagt und sage es nochmals: Man sollte nicht vergessen, dass wir es heute mit einem übermächtigen Gegner zu tun hatten. In dieser Mannschaft wimmelt es nur so von Topstars. Dennoch hat sich das über weite Strecken der Partie gar nicht bemerkbar gemacht. Sie konnten sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels sicher sein, dass sie es auch gewinnen würden. Mehr noch: Ich wage zu behaupten, dass, wenn wir etwas besser im Abschluss gewesen wären, wir auch ein weiteres Tor hätten schießen können.

Machen Sie sich deshalb irgendeinen Vorwurf?Nein. Wir haben uns von Beginn an geschickt verhalten, sind viel gelaufen und haben alles versucht. Dann hat der Gegner das Spiel an sich gerissen und kurz vor Schluss dank einer ungewöhnlichen Kombination mit einem verdeckten Zuspiel noch den Ausgleich geschafft. Das Einzige, was wir uns vorwerfen könnten, ist vielleicht die Tatsache, dass wir die Partie nicht schon früher zu unseren Gunsten entscheiden konnten!

Was hat am Ende gefehlt?(Denkt kurz nach)… Eine Minute, nicht mehr und nicht weniger… Fakt ist, dass wir alles gegeben haben. Mehr ging nicht. Wir hatten uns zu Recht für dieses Turnier qualifiziert. Wir haben eine lange Saison hinter uns, so dass nicht viel Zeit für die unmittelbare Vorbereitung blieb. Sicher, auch der FC Barcelona hat viele Pflichtspiele bestritten. Aufgrund der Klasse der Einwechselspieler können sie das aber besser kompensieren.

Würden Sie im nächsten Jahr gern wiederkommen?Darüber jetzt schon zu sprechen, ist schwierig. Hier und heute haben wir zwar verloren, aber es hat am Ende nicht viel zum Titel gefehlt. Ich glaube, dass mit der Zeit auch die Lust zurückkommen wird, erneut bei diesem Turnier dabei zu sein. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Ich sage ja nicht, dass wir nie wieder eine solche Situation erleben werden, aber es wird sehr schwer werden, noch einmal eine solche Chance zu bekommen, wie wir sie heute Abend hatten.

Was könnten Sie uns abschließend sagen?Dass ich sehr stolz darauf bin, diesem Team und diesem Verein anzugehören, und ich meine, dass unsere Fans genauso empfinden. Es hat schon viele große Mannschaften gegeben, die gegen den FC Barcelona verloren haben. Und wir hatten das Privileg, ihn im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft zum Gegner zu haben. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, das wir aus diesem Turnier mitnehmen können.

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