FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2011

8 Dezember - 18 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2011

Spannende Duelle erwartet

© AFP

Am Wochenende startet die letzte Gruppenphase der CAF Champions League 2011, und acht Vereine brennen darauf, das Erbe von Afrikas letztjährigem Top-Verein TP Mazembe anzutreten.

Klarer Favorit ist dabei der ägyptische Klub Al Ahly, der das Turnier bereits sechs Mal gewinnen konnte und zwei Mal erst im Finale scheiterte. Das letzte Mal, dass die Ägypter die Runde der letzten Vier erreichten, war jedoch im Jahr 2008. Sie treffen am Sonntag in ihrer ersten Partie in Gruppe B auf den Afrikameister von 1992, Wydad Casablanca aus Marokko.  

Die erste Partie der Gruppe B am Samstag verspricht auch einiges an Spannung, denn Algeriens MC Algier trifft auf Tunesiens Meister Esperance ST. Am selben Tag treffen zum Auftakt von Gruppe A der dreimalige CAF-Sieger Raja Casablanca und Kameruns Coton Sport aufeinander. Doch auch das zweite Duell der Gruppe zwischen Sudans Al Hilal und Nigerias Enyimba könnte sehr spannend werden.

Erinnerungen werden wachDie Duelle vom Wochenende in Gruppe A wecken bei allen beteiligten Teams Erinnerungen. Raja Casablanca und Coton Sport trafen im Finale des CAF Cup 2003 aufeinander. Damals setzten sich die Marokkaner in zwei Spielen mit dem Gesamtergebnis von 2:0 durch. Aber auch Enyimba und Al Hilal haben bereits die Klingen gekreuzt, als sie 2008 in Gruppe B der CAF Champions League aufeinander trafen.

Raja Casablanca wird mit Zuversicht in die erste Partie gehen, denn man erinnert sich noch gerne an den Finalsieg von 2003 zurück. Der Gewinn der Landesmeisterschaft im April dieses Jahres und die jüngste Verpflichtung des rumänischen Trainers Ilie Balaci dürften auch ihren Teil zur Hochstimmung bei den Marokkanern beitragen.

Das Ergebnis der Partie zwischen Al Hilal und Enyimba wird nur schwer vorherzusagen sein. In der Gruppenphase 2008 schlug Al Hilal das nigerianische Team im Sudan mit 3:2, geriet jedoch im Rückspiel mit 1:4 unter die Räder. Das Spiel dürfte von besonderer Bedeutung für Al Hilals nigerianischen Verteidiger Yousef Mohamed sein, der 2003 mit Enyimba 2003 den Titel holte und nun eine der großen Stützen der vom serbischen Trainer Milutin Sredojevic betreuten Mannschaft ist.

Auf der gegnerischen Trainerbank sitzt Felix Okey Emordi, dessen Strategie stark auf Starstürmer Victor Barnabas ausgerichtet ist. In sechs Monaten bei Enyimba hat Barnabas bereits zehn Tore in der nigerianischen Liga und drei in der laufenden Champions-League-Saison erzielt.

Emordi glaubt, dass es für beide Seiten schwer werden wird zu gewinnen. "Jede Mannschaft, die so weit gekommen ist, dürfte ein harter Brocken werden", sagte er. "Es wird nicht leicht werden am Sonntag. Unser größtes Problem im Augenblick ist, dass wir eigentlich viel zu wenig über unseren Gegner wissen."

Hartes LosEinigkeit herrscht allgemein darüber, dass Gruppe B die härteste ist. Alle vier Mannschaften haben das Turnier mindestens ein Mal gewonnen, so dass es einen ganz harten Kampf um die beiden Halbfinalplätze geben wird.

Am Samstag empfängt der erfolgreichste Verein Afrikas, Al Ahly, das Team von Wydad Casablanca in Kairo. Aufgrund einer Sanktion der CAF wird der ägyptische Großverein auf die Unterstützung seiner treuen Anhänger verzichten müssen, denn er muss seine Partie vor leeren Rängen austragen.

Al Ahlys Trainer Manuel José erwartet somit auch ein schwieriges erstes Spiel. "Wir müssen ohne die Unterstützung unserer Fans auskommen. Sie sind wirklich unser zwölfter Mann", erklärte der Portugiese.

Nachdem er die *Roten Teufel *zu vier ihrer sechs Champions-League-Titel geführt hat und 2006 mit dem Team auch den dritten Platz bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft holte, weiß José genau, was seine Spieler erwartet: "Die Teilnahme an der Champions League ist nicht vergleichbar mit der nationalen Meisterschaft. Unser großes Ziel ist es erst einmal, die Runde der letzten Vier zu erreichen. Von diesem Vorhaben dürfen wir uns nicht abbringen lassen."

Zwischen Zuversicht und Hoffnung
Sein Gegenüber bei Wydad Casablanca, der Schweizer Taktiker Michel Decastel, verfügt auch über einige Erfahrung im ägyptischen Fussball, da er bereits das Team von Al Zamalek betreut hat. Er hofft, dass das Fehlen der Anhänger von Al Ahly den Ausfall von Verteidiger Abderrahmane Mssassi und Mittelfeldspieler Younes Mankari ausgleichen wird.

Im Sonntagsspiel dieser Gruppe trifft Algeriens MC Algier auf den tunesischen Meister Esperance ST, der hofft, bei diesem Turnier an seine zuletzt starke Form anknüpfen zu können und dem Titelgewinn von 1994 einen zweiten hinzuzufügen. Esperance reiste bereits fünf Tage vor dem Spiel nach Algerien, um sich in aller Ruhe vorzubereiten. Coach Nabil Maaloul ist zuversichtlich, dass sich sein Team durchsetzen wird.

Die Stimmung beim Gegner könnte gegenwärtig nicht schlechter sein. So ist MC Algier nur ganz knapp dem Abstieg entronnen und wird nach dem Rücktritt von Noureddine Zekri auch ohne Trainer in die Gruppenspiele um die Champions League gehen. Auch wenn im Fussball alles möglich ist, wäre es doch eine große Überraschung, wenn der Sieger von 1976 wieder an alte Erfolge anknüpfen und es in diesem Jahr bis ins Finale schaffen würde. 

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