FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2016

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2016

8 Dezember - 18 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2016

Samudio: "Das Spiel unserer Träume"

Kim Changsoo of Jeonbuk Hyundai closes down Miguel Samudio of Club America
© Getty Images

Alles geben, mit Leib und Seele kämpfen - das ist die Fussballphilosophie des Paraguayers Miguel Samudio. Mit Club América kam er mit der festen Entschlossenheit nach Japan, Geschichte zu schreiben. Den ersten Schritt in diese Richtung hat das Team bereits gemacht und sein Auftaktspiel gewonnen. Im letzten Jahr war es bereits an dieser Hürde gescheitert.

Nun ist diese Angst überwunden und der Druck gemindert, ab jetzt beginnt der Spaß. Denn die kommende Aufgabe am Donnerstag, 15. Dezember, im International Stadium Yokohama ist mehr als Fussballspiel. Es ist ein Traum, der wahr geworden ist.

"Die nächste Partie ist das Spiel unserer Träume. Es ist das Spiel, von dem alle als Kinder träumen: Auf Cristiano Ronaldo und die besten Spieler der Welt zu treffen", sagt Samudio mit einem strahlenden Lächeln im Gespräch mit FIFA.com. "Ich bin sehr dankbar für diese Gelegenheit. Nun müssen wir uns ausruhen, um mit klarem Kopf in diese große Partie zu gehen."

Diese Stimmung herrscht in diesen Tagen allgemein im Lager von América. Große Heiterkeit und freudige Aufregung. Für sie ist die Partie gegen Real Madrid das Spiel des Jahrhunderts. Ihres Jahrhunderts, denn Las Águilas hätten sich kein schöneres Duell vorstellen können, um das 100-jährige Vereinsbestehen zu feiern.

Der Weg war nicht leicht. In der Zweitrundenpartie gegen Jeonbuk musste der CONCACAF-Meister eine Zeit lang zittern, nachdem die Koreaner in der ersten Hälfte in Führung gegangen waren. "Das hat es uns ziemlich schwer gemacht, weil wir eigentlich offensiver spielen wollten. Wir wussten, dass ihre Stärke das Flügelspiel ist, und nach so einem Spielzug kamen sie leider zum Tor", fasst der Paraguayer zusammen. "Dennoch haben wir nie die Hoffnung aufgegeben. Wir wussten, dass es von uns abhängt. Wir sind konzentriert geblieben und waren zuversichtlich, dass wir die Partie drehen können, und so ist es auch gekommen", sagt er zufrieden.

Die erfolgreiche Aufholjagd verscheuchte die bösen Geister, gleichzeitig verstärkte es die Vorfreude des Linksverteidigers und all seiner Teamkameraden. "Dies nahm den Druck von uns, denn im letzten Jahr haben wir einiges vermissen lassen", räumt der 30-jährige Akteur ein, der das Ausscheiden in der ersten Partie gegen Guangzhou Evergrande in der vergangenen Auflage auf dem Rasen miterlebte. "Wir wussten, dass dies eine neue Chance ist. Ich würde es nicht als Revanche bezeichnen, weil es nicht der gleiche Gegner wie im letzten Jahr ist, aber eine schöne Gelegenheit, um einen besseren Start hinzulegen. Die Teamkameraden haben eine vorbildliche Einstellung gezeigt, und nun werden wir die Partie bestreiten, die wir alle spielen wollten."

Aber damit keine Missverständnisse aufkommen: Real Madrid soll nicht das Ende der Reise sein. Dies machte nach der ersten Partie Ricardo La Volpe deutlich, der Trainer der Mexikaner: "Wir sind nicht hergekommen, um einen Spaziergang zu machen und zu sehen, was passiert. Meine Spieler sind hier, um zu zeigen, dass sie konkurrenzfähig sind. Wir werden Real Madrid herausfordern. Wir haben keinen Druck auf den Schultern. Wir spielen gegen eine großartige Mannschaft und werden sehen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind."

"Man muss träumen", sagt auch Samudio. "Wir werden um jeden Ball kämpfen, als ob es der letzte wäre. Wir werden bis zum letzten Schweißtropfen rennen", sagt er gemäß seiner Philosophie.

"Wir haben große Lust, freuen uns sehr und können guten Fussball anbieten", sagt er. "Nun müssen wir uns erholen, denn es steht uns ein schweres Spiel bevor. Ein sehr schweres, aber ich kann versichern, dass es das Spiel ist, das jeder von uns einmal in seinem Leben spielen will."

Als Verteidiger nahm Samudio die Nachricht vom Ausfall von Gareth Bale mit Erleichterung zur Kenntnis. "Wir werden in seiner Zone etwas mehr Ruhe haben", gibt er zu. "Aber nun, Real verfügt über großartige Spieler. Für uns ist es eine schöne Gelegenheit. In diesem Leben ist nichts unmöglich. Wir haben zwei Beine, einen Kopf - wir sind Menschen", sagt er lachend. "Gut, wir wissen alle, auf was für eine Mannschaft wir treffen", ergänzt er mit leicht resigniertem Unterton.

Aber träumen kostet nichts - und so kurz vor Weihnachten werden so manche Träume erfüllt.

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