FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2014

10 Dezember - 20 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2014

Romagnoli: "Hätten uns mehr zutrauen müssen"

© AFP

Anstelle der Tränen, die er unmittelbar nach dem Spiel vergossen hatte, offenbarte sein Gesichtsausdruck nach dem Verlassen der Kabine nur noch Enttäuschung. Inzwischen hatte sich Leandro Romagnoli wieder beruhigt. Schließlich hatte er trotz der 0:2-Niederlage im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft gegen Real Madrid alles gegeben.

Der 33-jährige Spielführer der Argentinier, der an diesem Abend nicht in der Startformation stand, wurde in der 57. Minute eingewechselt und sorgte fortan für eine deutliche Belebung des Spiels seiner Mannschaft. FIFA.com unterhielt sich exklusiv mit dem frisch gebackenen Vize-Weltmeister.

Wie fühlt es sich an, in einem Spiel alles gegeben zu haben und am Ende dennoch als Verlierer vom Platz zu gehen?
Wir sind traurig, dass wir das gesteckte Ziel nicht erreicht haben und den Fans, die uns hierher begleitet haben, keine Freude machen konnten.

Wie bewerten Sie dieses Finale?
Wir wussten, dass es ein sehr schweres Spiel werden würde. Trotzdem haben wir uns gar nicht so schlecht verkauft. Letzlich wurde die Partie durch zwei Unachtsamkeiten unsererseits entschieden. Gegen eine solche Spitzenmannschaft darf man keinen Augenblick unaufmerksam sein, denn das wird sofort bestraft. Ich meine, dass wir trotz allem ein gutes Spiel abgeliefert haben. Was uns fehlte, war etwas mehr Ballkontrolle und mehr Torchancen. In der zweiten Hälfte sind wir dann etwas besser ins Spiel gekommen, gereicht hat es am Ende dennoch nicht.

Glauben Sie, dass Real Madrid nach dem 2:0 ein bisschen das Tempo reduziert hat?
Ja schon. Das ist bei einem solchen Spielstand ja auch nicht ungewöhnlich. Sie haben etwas mehr auf Konter gesetzt und uns mehr Raum gelassen. Also haben wir versucht, etwas mehr Ballbesitz zu bekommen. Einmal hatten wir sogar die Möglichkeit, aus der Distanz einen Treffer zu erzielen. Leider konnten wir sie nicht nutzen.

Ist es Ihrem Team gelungen, die auf dem Papier zwischen beiden Mannschaften bestehenden Niveauunterschiede möglichst gering zu halten?
Im ersten Durchgang hatten wir damit Probleme. Da waren wir eher bemüht, hinten dicht zu machen als nach vorn zu spielen. Real Madrid hingegen hatte gleich mehrere Möglichkeiten, wenngleich sie nicht unbedingt zwingend waren. Hinzu kam, dass der Gegner häufig von unseren eigenen Fehlern profitierte. Wir hätten uns einfach etwas mehr zutrauen müssen. Das haben wir in der Schlussphase auch getan, doch da war es schon zu spät.

Wie lautet Ihr Fazit dieser erstmaligen Teilnahme von San Lorenzo an der FIFA Klub-WM?
Es war für alle Spieler unserer Mannschaft und für den Klub ein sehr schönes Erlebnis. Natürlich sind wir traurig darüber, dass wir hier nicht den Titel holen konnten. Denn den wollten wir ja gewinnen. Bleibt uns nur noch, ein großes Dankeschön an unsere Fans zu richten, die immer hinter uns stehen. Auf sie ist immer Verlass.

Was nehmen Sie Positives aus diesem Turnier mit?
Die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft. Wir versuchen immer, unser Bestes zu geben.

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