FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2008

11 Dezember - 21 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2008

Pachucas Erfolg trägt eine argentinische Handschrift

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Pachucas nach einer beeindruckenden Aufholjagd erkämpfter Sieg im Viertelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2008 über den ägyptischen Vertreter Al Ahly war überaus emotionsgeladen. Die Mexikaner revanchierten sich damit bei ihrer zweiten Teilnahme in Folge für ihr frühes Ausscheiden im vergangenen Jahr, als sie nach der Niederlage gegen Etoile du Sahel aus Tunesien bereits nach dem ersten Spiel die Heimreise antreten mussten. Jetzt nehmen sie den Einzug ins Finale des Turniers im Visier.

Die Tore und auch die besten Einschussmöglichkeiten der Tuzos in der Partie gegen Al Ahly trugen eine klar argentinische Handschrift: Damián Álvarez, der bei Pachuca als Sturmspitze agierte, schoss sein Team mit dem Treffer zum 3:2 erstmals in Führung, während Christian Giménez sogar zwei Tore beisteuerte und Bruno Marioni ebenfalls an zahlreichen Offensivaktionen beteiligt war. FIFA.com sprach mit den beiden Letztgenannten über die aktuelle Situation im mexikanischen Team.

Ein Spiel, das lange in Erinnerung bleiben wirdDieses Viertelfinale und vor allem die Art und Weise, wie die *Tuzos *am Ende doch noch die Oberhand behielten, wird den Fans von Pachuca und von *Chaco *Giménez sicher lange in Erinnerung bleiben. "Als endlich der Schlusspfiff ertönte, fühlten wir uns total erleichtert. Seit dem vorzeitigen Ausscheiden im Vorjahr hatten wir den Gedanken verinnerlicht, es dieses Mal unbedingt besser zu machen", verrät der zweimalige Torschütze. "Dass wir jetzt dank einer erfolgreichen Aufholjagd diesen Triumph feiern und damit den Einzug ins Halbfinale des Turniers perfekt machen konnten, ist einfach sensationell. Das zurückliegende Jahr war für uns nicht gerade leicht, deshalb gehen wir moralisch gestärkt aus dieser Partie hervor. Dieser Erfolg gibt uns neue Kraft und Zuversicht, die uns optimistisch in die Zukunft blicken lassen."

Für Marioni war es einer der letzten Auftritte im Trikot der Tuzos: "Dieser Sieg war enorm wichtig für unsere Mannschaft. Ich persönlich will stets gewinnen und dafür auf dem Platz alles geben." Und natürlich hofft er, auch in den nächsten Spielen zu treffen, um sich so seinen Abschied zu versüßen. "Mein Ziel ist es, in allen Spielen ein Tor zu schießen. Auch gegen Liga de Quito vertraue ich darauf, dass mich das Glück nicht im Stich lässt und ich meiner Mannschaft zum Sieg verhelfen kann."

Das Nahziel heißt Liga de QuitoAuf die ausgelassene Freude über den Viertelfinalsieg folgt mit dem Halbfinalduell gegen Liga de Quito, den amtierenden Titelträger der Copa Libertadores, die nächste große Herausforderung für Giménez: "Ab jetzt ist für uns alles Neuland. Das erste Spiel war insofern wichtig, dass wir unsere Nerven in den Griff bekommen wollten. Gegen die Ecuadorianer wird alles ganz anders sein. Wir haben uns hier das Ziel gesetzt, gegen alle Gegner zu gewinnen und schließlich den Titel zu holen. Die gesamte Mannschaft träumt vom Finale."

"Liga de Quito ist ein anerkannt starker Gegner. Was uns betrifft, so werden wir versuchen, so zu spielen, wie wir es in der zweiten Halbzeit der ersten Partie praktiziert haben, um erneut zum Erfolg zu kommen", so Marioni, der in der kommenden Saison für Atlas Guadalajara auf Torejagd gehen wird.

Auch Giménez hat sich bereits eingehend mit dem nächsten Gegner beschäftigt. "Obwohl Quito mit Vera und Guerrón zwei wertvolle Schlüsselspieler verloren hat, ist es noch immer ein sehr kompaktes Team. Der Kern jener Mannschaft, die in der diesjährigen Copa Libertadores triumphiert hat, ist auch bei diesem Turnier noch dabei. Demnach steht uns mit Sicherheit ein schweres Spiel bevor."

Eine Partie, bei der Chaco Giménez die Möglichkeit haben wird, die bisherige Bestmarke der bei diesem Turnier erzielten Treffer, die von Topstars wie Romario, Nicolas Anelka, Mohamed Aboutrika oder Washington gehalten wird, zu erreichen oder sogar noch zu überbieten: "Ich bin nicht der geborene Torjäger. Wenn alles optimal läuft und ich erneut treffe, dann wäre das für die Mannschaft umso besser. Meine eigentliche Aufgabe besteht jedoch darin, unsere Angriffsreihe zu unterstützen, also unsere Stürmer Bruno, Correa und Álvarez."

Nach den 120 Minuten der intensiv geführten Viertelfinalpartie könnte der Kräfteverschleiß durchaus auch zu unerwünschten Folgeerscheinungen für Pachuca führen. Dennoch geht Marioni davon aus, dass der mit der Aufholjagd verbundene Positiveffekt auch im nächsten Spiel anhalten wird. "Inwieweit uns die verausgabten Kräfte in der kommenden Partie fehlen werden, kann ich nicht voraussagen. Jedenfalls wollen wir ein gutes Spiel machen und gewinnen. Wir werden versuchen, den Ball möglichst lange unter Kontrolle zu halten. Dann wäre erst einmal der Gegner im Zugzwang, um wieder in Ballbesitz zu gelangen."

Allerdings sieht der Argentinier die Erfolgsaussichten für seine Mannschaft nicht nur im taktischen Bereich. "Wir werden an all jene Menschen denken, die uns auf unserem Weg bis zu diesem Turnier in Japan begleitet haben, also an alle unsere Fans in Mexiko. Vor allem sie werden uns wieder zu jener Energie verhelfen, wie wir sie im Viertelfinale entfalten konnten."

Zumindest die Statistik spricht bislang für die Vertreter der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL. Dessen ungeachtet wird Pachuca am kommenden Mittwoch alles daran setzen, genau diese Statistik durcheinander zu bringen und so seiner Vereinsgeschichte ein neues und ruhmreiches Kapitel hinzuzufügen.

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