FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013

11 Dezember - 21 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Mineiro: Aus Sorge wird Erleichterung

© Getty Images

Als ob die Enttäuschung über die Niederlage gegen Raja Casablanca noch nicht ausgereicht hätte, erlebte Atlético Mineiro im Spiel um Platz drei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013 gegen Guangzhou Evergrande FC ein noch unangenehmeres Gefühl: die Sorge.

Um einer zweiten Niederlage und der schlechtesten Platzierung einer brasilianischen Mannschaft in der Turniergeschichte zu entgehen, musste O Galo eine Extraportion Motivation aufbringen. Das galt nicht nur in den Tagen nach dem Ausrutscher im Halbfinale, sondern vor allem auch während der Partie gegen die Chinesen, die sich als wesentlich kniffliger erwies als im Vorfeld angenommen.

Am Ende wurde aus der anfänglichen Sorge jedoch Erleichterung, als Luan doch noch den 3:2-Siegtreffer erzielte. Wenige Minuten zuvor hatte der Platzverweis von Ronaldinho dem Team noch einen großen Schock versetzt. In diesem Augenblick galt es, alle negativen Gefühle zu ballen und in einen letzten Kraftakt umzumünzen.

"Es stimmt, dass wir aufgrund der Ereignisse im letzten Spiel schon ängstlich an die Sache herangegangen sind. Ich hatte das Gefühl, dieses Spiel auf keinen Fall verlieren zu dürfen, um unseren Ruf nicht mit weiteren Fehlern noch mehr zu schädigen", so Diego Tardelli gegenüber FIFA.com.

"Wir hatten sogar das Glück, nach zwei Minuten einen Treffer zu erzielen und glaubten, damit würde Ruhe in unser Spiel kommen. Aber wenig später hatten sie das Spiel schon gedreht. Glücklicherweise haben wir ein erfahrenes Team, und selbst mit einem Spieler weniger auf dem Platz ist es uns gelungen, den Ball zu kontrollieren und am Schluss das Tor zu schießen", fügt er hinzu.

Tardelli schien über das Erreichen des dritten Platzes eher erleichtert als glücklich zu sein, denn dieser Sieg konnte noch nicht vergessen machen, dass der Traum Atléticos ein vorzeitiges Ende fand. Schließlich bleibt das Team mit dieser Platzierung weit hinter den eigenen Erwartungen zurück, wollte man doch ein historisches Jahr mit einem Sahnehäubchen krönen.

"Wir mussten diesem Spiel großen Wert beimessen, auch wenn es nur um den dritten Platz ging. Natürlich war das nicht das Ergebnis, das die Mannschaft sich gewünscht hatte, aber zumindest schließen wir das Turnier erhobenen Hauptes ab", erklärt er.

"Der brasilianische Fussball darf nie auf dem dritten Platz landen, sondern muss immer um den Titel mitspielen. Aber da dies der erste Auftritt Atléticos bei einer [Klub]-WM war, ist das meiner Meinung nach eine gute Erfahrung."

Eine neue ÄraDas Ende der Klub-Weltmeisterschaft ist für Atlético gleichzeitig auch das Ende eines Zyklus, denn Cuca hat bei dieser Partie zum letzten Mal auf der Trainerbank des Klubs gesessen. Er wechselt zu Shandong Luneng nach China, nachdem er den Klub mit dem Sieg in der Copa Libertadores auf den höchsten Gipfel der Vereinsgeschichte geführt hat.

Auch wenn die Stimmung vielleicht nicht für Reden oder Abschiedsfeste geeignet war, musste man den Abschied des Trainers und den Beginn einer neuen Ära doch mit Optimismus angehen. Das Ruder wird nun Paulo Autuori übernehmen, zweimaliger Copa-Libertadores-Gewinner mit Cruzeiro Belo Horizonte (1997) und dem FC São Paulo (2005).

"Wir haben am Ende nicht darüber gesprochen, weil dieser Augenblick nur uns gehörte und wir den Wettbewerb würdig beenden wollten. Aber all dies macht dieses Jahr noch wertvoller. Genau deshalb können wir Cuca nur für die optimale Arbeit danken, die er in den letzten zwei Jahren geleistet hat", betont Tardelli. "Nächstes Jahr werden wir die Copa Libertadores wieder gewinnen und hierher [zur Klub-WM] zurückkehren", meint er abschließend.

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