FIFA Klub-Weltmeisterschaft Vereinigte Arabische Emirate 2009

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Vereinigte Arabische Emirate 2009

9 Dezember - 19 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2009

Lehren ziehen und zurückkehren

Mabi Mputu of TP Mazembe reacts as he fails to score
© Getty Images

Nach der 2:3-Niederlage im Spiel um Platz fünf gegen Auckland City beendete das Team von TP Mazembe die FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2009 mit einem enttäuschenden sechsten Rang. Besonders bitter dabei ist, dass der Siegtreffer der Neuseeländer erst in der letzten Minute der Nachspielzeit fiel. Dennoch war dieses Turnier für die Spieler* *aus der DR Kongo unter dem Strich keine durchweg schlechte Erfahrung, zumal sie die Heimreise in der Gewissheit antreten können, eine ganze Menge hinzugelernt zu haben. Statt mit ihrem Schicksal zu hadern, reisten sie mit dem Versprechen ab, einen neuen Anlauf zu nehmen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

In der Tat war der Auftritt des amtierenden Afrikameisters in Abu Dhabi alles andere als eine Enttäuschung. Mit einem Tick mehr an Beständigkeit und mitunter auch mit etwas mehr Glück hätte TP Mazembe deutlich besser abschneiden können. Es waren stets nur "winzige Details", die am Ende für den Unterschied sorgten. So geschehen in der Schlussphase gegen die Pohang Steelers, wie Kapitän Mabi Mputu treffend analysierte, oder "ein fataler Fehler" kurz vor dem Abpfiff der Partie gegen Auckland City, wie es Trainer Diego Garzitto charakterisierte.

Seine Schützlinge werden ihm bei diesem Vorhaben natürlich tatkräftig zur Seite stehen. Allen voran Mulota Kabangu, der das Abschneiden seiner Mannschaft wie folgt einschätzte: "Wir haben uns wacker geschlagen, und um ein Haar wäre uns auch ein Sieg gelungen. Jetzt werden wir schnell wieder das Training aufnehmen und hart an uns arbeiten, um es in Zukunft besser zu machen. Denn im nächsten Jahr wollen wir erneut bei diesem WM-Turnier dabei sein." Trotz des erlittenen Rückschlags bei der aktuellen Turnierauflage ist man bei TP Mazembe davon überzeugt, sich zu Recht für dieses hochklassig besetzte Turnier qualifiziert und sich der Teilnahme als würdig erwiesen zu haben. "Wir haben gegen große Mannschaften gespielt, schließlich sind hier die besten ihres jeweiligen Kontinents vertreten. Das sollte man nicht vergessen", so der kongolesische Angreifer.

Neuer AnlaufDoch auch TP Mazembe ist eines jener starken Teams, wenn auch (noch) nicht auf der großen Weltbühne, zumindest aber auf dem afrikanischen Kontinent. Und was heute noch nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Dank kollektiver Anstrengungen gelang es den Afrikanern zum Beispiel, gegen den neuseeländischen Vertreter zunächst einen Rückstand wettzumachen und danach sogar mit einem Spieler weniger auf dem Platz in Führung zu gehen. Als Einzelspieler taten sich bei TP Mazembe mit Mabi Mputu im Angriff und Muteba Kidiaba im Tor zwei Akteure hervor, die sich gleichzeitig als echte Führungsspieler im Team des Afrikameisters erwiesen.

Letztlich waren es die Unwägbarkeiten im Fussball und das hohe Niveau dieses Turniers, die das Team aus Lubumbashi auf den Boden der Tatsachen zurückbeförderten. Was bleibt, ist die Erkenntnis, intensiv weiterarbeiten zu wollen, um bald höhere Ziele anpeilen zu können. "In Vorbereitung auf ein solches Turnier müssen wir an uns selbst noch höhere Anforderungen stellen", schlussfolgerte Garzitto. "Jetzt müssen wir uns auf die Verteidigung unseres kontinentalen Titels in der CAF Champions League konzentrieren, um dann im kommenden Jahr noch stärker zurückzukehren", so der Trainer weiter. "Es ist unser erklärtes Ziel, im nächsten Jahr erneut bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft präsent zu sein. Meine Mannschaft ist generell zu guten Leistungen fähig, macht aber auch immer wieder Fehler. Letztere müssen wir unbedingt abstellen. Im Übrigen plane ich, mein Team mit vier bis fünf Spielern zu verstärken, um noch konkurrenzfähiger zu werden."

Die künftigen Gegner von TP Mazembe sind also gewarnt. Denn eine derartige Motivation, gepaart mit der Erfahrung, die das afrikanische Team bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2009 sammeln konnte, könnte die Kongolesen schon bei der nächsten Auflage des Turniers zu einem mehr als ernst zu nehmenden Rivalen werden lassen.

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