FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013

11 Dezember - 21 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Krönung winkt an historischem Datum

© Getty Images

Der FC Bayern München steht kurz davor, ein überaus erfolgreiches Jahr 2013 mit einem weiteren Titel abzuschließen. Der Gegner im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013 in Marrakesch ist der Gastgeber und marokkanische Meister, Raja Club Atletic. Das Spiel findet am Samstag, den 21.Dezember, statt - einem historischen Datum in der Vereinsgeschichte der Münchener.

Am 21.12.1976 gelang es dem deutschen Rekordmeister nämlich, erstmals den Interkontinental-Pokal, den Vorgänger der Klub-WM, zu gewinnen. Damals wurde der Wettbewerb noch in zwei Finalpartien ausgetragen. Das Hinspiel gegen Cruzeiro Belo Horizonte gewann der Sieger des Europapokals der Landesmeister im heimischen Olympiastadion durch Tore von Gerd Müller und Hans-Josef Kapellmann mit 2:0. Im Rückspiel in Mineirao reichte ein torloses Remis, um erstmals diesen Titel zu holen.

37 Jahre nach diesem Triumph erinnert sich Müller, der Torschütze zum 1:0 im Hinspiel, noch gut an diesen Erfolg und vor allem an die Atmosphäre in Brasilien, wie er gegenüber FIFA.com berichtet. "1976 zum ersten Mal den Weltpokal für den FC Bayern zu holen, war schon etwas Besonderes. Vor allem, vor 117.000 Zuschauern beim Rückspiel bei Cruzeiro Belo Horizonte in Brasilien zu spielen und am Ende den Titel zu holen, war ein spezieller Moment in meiner Karriere.“

Die Mannschaft von damals zählt noch heute zu den besten der Klubhistorie. Mit Stars wie Sepp Maier, Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge oder Kaiser Franz Beckenbauer gewannen die Bayern neben mehreren Meistertiteln auch drei Mal in Folge den Vorgänger der heutigen UEFA Champions League (1974, 1975 und 1976).

Klimatische Gegensätze
Beckenbauer, damals Kapitän, sprach erst vor kurzem in der ARD über die beiden Finalspiele des Interkontinental-Pokals : "Das war damals noch eine andere Situation. Es hieß immer Südamerika gegen Europa. Wir hatten drei Mal den Europapokal gewonnen, zwei Mal hatten wir uns geweigert, das Endspiel zu bestreiten, weil es gar keine große Bedeutung hatte. Das ist heute ganz anders. 1976 haben wir die Herausforderung angenommen. Erst in München bei minus 20 Grad 2:0 gewonnen und einige Wochen später in Brasilien bei 40 Grad plus gespielt. Das war nicht unbedingt unsere Betriebstemperatur."  

Danach wurde es international lange Zeit ruhig um die Bayern. Erst 1996 konnte man mit dem Sieg des UEFA-Pokals wieder auf sich aufmerksam machen. Fünf Jahre später folgte erstmals der Gewinn der Champions League. Nachdem im Endspiel in Mailand der FC Valencia im Elfmeterschießen bezwungen worden war, durfte man Ende 2001 erneut im Interkontinental-Pokal antreten.

Im Finale in Tokio wurde der argentinische Klub Boca Juniors in der Verlängerung bezwungen. Ein Tor von Samuel Osei Sammy Kuffour in der 109. Minute bescherte dem Team von der Isar zum zweiten Mal den Titel. Claudio Pizarro stand damals ebenfalls auf dem Platz.

Titel mit hohem Stellenwert
Der Peruaner spielte im Endspiel 119 Minuten und denkt heute noch gerne daran zurück, wie er im Gespräch mit FIFA.com betont: "Klar erinnere ich mich noch gut daran. Ein Spiel gegen Boca Juniors 2001 und ein Tor von Sammy Kuffour. Es war der erste Titel, den ich mit den Bayern gewonnen habe. Es ist etwas sehr Bewegendes und Spezielles, was ich nie vergessen werde.“

Der Stürmer war erst im Sommer zuvor an die Isar gewechselt, davor war er in Deutschland für den SV Werder Bremen aktiv. Der Sieg in Japan hatte für ihn eine sehr große Bedeutung. "Jeder träumt davon, dieses Turnier zu gewinnen, aber uns Südamerikanern bedeutet das sicherlich noch viel mehr als den Europäern. Sobald eine Mannschaft die Copa Libertadores gewinnt, spricht jeder sofort vom Interkontinental-Pokal und dem Wettstreit mit dem europäischen Vertreter. In Südamerika bedeutet dieser Wettbewerb wirklich, die beste Mannschaft der Welt zu sein.“

Dieses Jahr steht der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesligageschichte erneut mit dem FC Bayern vor dem Gewinn des interkontinentalen Titels, und das soll auch unbedingt gelingen.  "Das Format des Wettbewerbs hat sich zwar jetzt verändert, aber ich hoffe sehr, dass wir erneut gewinnen. Dieser Titel hat einen hohen Stellenwert in der Karriere.“ Neben Thiago Alcantara (2011 mit dem FC Barcelona) wäre er der einzige Spieler im aktuellen Aufgebot des deutschen Rekordmeisters, der zum zweiten Mal diesen Titel gewinnt. Er würde ihn jedoch zum zweiten Mal mit den Bayern gewinnen.

Auf den Tag genau 37 Jahre nach dem ersten Titel auf der Weltbühne könnten die Bayern sich also nun zum dritten Mal krönen, und das bei der dritten Teilnahme. Der *Bomber der Nation, *Gerd Müller, hofft ebenso wie sicherlich alle Fans der Rot-Weißen auf eine Wiederholung: "Ich wünsche der Mannschaft viel Erfolg für die Klub WM 2013 und hoffe, dass sie zum dritten Mal nach 1976 und 2001 den Titel nach München holt."

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Marokko 2013 : Guangzhou Evergrande FC - FC Bayern...

17 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

David gegen Goliath im Kampf um die Krone

20 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Ribéry: "Atmosphäre wird super"

19 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Blatter: "Ein Vermächtnis für die Zukunft"

19 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Pizarro: Fast wunschlos glücklich

19 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Iajour: "Der Traum geht weiter"

19 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Raja und Marokko träumen vom Titel

18 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Götzes Erfolg durch eine bittere Niederlage

17 Dez 2013

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013

Bayern gibt sich keine Blöße

17 Dez 2013