FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2012

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2012

6 Dezember - 16 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2012

Hoffnung auf ein Wiedersehen

Al-Ahly (L) captain of Wael Gomaa exchanges pennants with Monterrey captain Jose Maria Basanta
© Getty Images

Warum sollte man es nicht noch einmal versuchen? Monterrey und Al Ahly haben am Sonntag ihre Abschiedsvorstellung bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2012 gegeben. Angesichts ihrer jüngsten Leistungen ist eine erneute Teilnahme beider Teams an der nächsten Auflage allerdings durchaus vorstellbar. 

Monterrey setzte sich am Sonntag mit 2:0 gegen den ägyptischen Klub durch und sicherte sich damit den dritten Platz. Die Mexikaner hatten sich zuvor zum zweiten Mal in Folge den Titelgewinn in der CONCACAF Champions League gesichert. Al Ahly konnte seinerseits seit 2005 fünf Mal ins Finale der CAF Champions League einziehen und sicherte sich vier Mal den Titel in Afrika. Damit gehört der Klub zu den traditionellen Fussballmächten des Kontinents. Es besteht also bei beiden Vereinen durchaus die Chance, auf die große Weltbühne zurückzukehren und sich dort noch einmal zu steigern.

"Das ist für uns ein großes Ziel: Wir wollen erneut bei diesem Turnier dabei sein. Wir hoffen, dass es so kommen wird, und wir werden dafür kämpfen. Wir werden alles daran setzen, denn das ist ein sehr schönes und prestigeträchtiges Turnier", betonte César Delgado, der drei Tore für die Mexikaner erzielte, im Gespräch mit FIFA.com. "Es ist nicht von Pappe, gegen Teams wie Chelsea anzutreten, die hart spielen und sehr stark sind. Wir haben gesehen, dass kein einziges Spiel einfach für uns war."

Beim mexikanischen Klub hatte man nach der Ankunft in Japan vom Titelgewinn geträumt. Dieses Ziel wurde zwar am Ende nicht erreicht, aber zumindest schnitt man bei dieser Auflage schon besser ab als beim letzten Mal, als der Klub sich im Viertelfinale geschlagen geben und sich am Ende frustriert mit dem fünften Platz begnügen musste. Dieses Mal gewannen die *Rayados *zwei von drei Partien und erzielten dabei sechs Treffer. Damit zogen sie mit dem bisher besten Team des Landes bei der Klub-WM gleich: Necaxa hatte im Jahr 2000 ebenfalls den dritten Platz belegt.

"Es ist sehr schwer", meint Delgado. "Wir haben dieses Mal gegen die beste Mannschaft Europas verloren. Sie waren erfahrener, und wir haben in einigen Situationen Fehler gemacht und diese teuer bezahlt. Es gibt da einen Riesenunterschied in der Spielweise und wie sie aufeinander eingespielt sind. Sowohl im physischen als auch im taktischen Bereich. Uns mangelte es bei der Balleroberung etwas an Schnelligkeit, aber wir nehmen aus all dem auch Positives mit."

Der Wettbewerb verhalf unter anderem dem Nachwuchsspieler Jesús Corona zu mehr Selbstbewusstsein. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Humberto Suazo sicherte er sich einen Stammplatz im Team und konnte sich mit seiner Vielseitigkeit in der Offensive profilieren, wo er an der Seite der Routiniers César Delgado und Aldo de Nigris glänzte. Bei den Siegen gegen Ulsan Hyundai und Al Ahly konnte er sich jeweils in die Torschützenliste eintragen.

BeständigkeitAl Ahly konnte seinerseits einen Sieg in drei Partien für sich verbuchen, musste allerdings hart darum kämpfen. Im Halbfinale gegen Corinthians spielte das Team auf Augenhöhe mit, hatte seine Chancen, musste sich am Ende jedoch geschlagen geben. Dennoch bringt das Turnier den Roten Teufeln einen Rekord ein, der die Beständigkeit des Teams unterstreicht.

Die Ägypter haben im Rahmen der FIFA Klub-WM mittlerweile neun Partien in vier Auflagen bestritten. Mohamed Aboutrika war immer dabei und erzielte gegen Sanfrecce Hiroshima sein viertes Tor in der Turniergeschichte. Damit ist er nun gemeinsam mit Lionel Messi und dem Brasilianer Denílson bester Torschütze. "Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich hier erneut bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft dabei sein kann", erklärte er im Gespräch mit FIFA.com

Was die Rekorde angeht, ist der afrikanische Klub also schon gut dabei. Aber es ist offensichtlich, dass der Spitzenklub und sein Idol mehr wollen. "Mir geht es nur gut, wenn Al Ahly gut spielt. Für mich ist es das Größte, für meinen Klub aufzulaufen und die Menschen in Ägypten glücklich zu machen, die im Augenblick mit einigen Problemen zu kämpfen haben. Ich genieße das in jedem Spiel und nehme die Verantwortung sehr ernst", meinte er abschließend.

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