FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2014

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2014

10 Dezember - 20 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2014

ES Sétif wird seinen Weg weitergehen

Mohamed Benyettou of ES Setif looks dejected
© Getty Images

Wenige Wochen, nachdem Sétif zum CAF Champions-League-Sieger gekrönt wurde, ließen die Algerier die Gelegenheit ungenutzt, ihre Erfolgsbilanz durch den Einzug ins Halbfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2014 weiter zu verbessern. Doch sie werden versuchen, mit einem Sieg gegen Western Sydney Wanderers FC im Spiel um den fünften Platz einen ehrenvollen Abschluss zu feiern.

Der Weg ist noch nicht zu Ende
Selbst die pessimistischsten Algerier hätten Auckland City nicht auf einem solch hohen Niveau erwartet. "Wir hätten nicht gedacht, dass sie sich taktisch so präsentieren würden", räumte der Kapitän von ES Sétif, Farid Mellouli, im Gespräch mit FIFA.com ein. "Nachdem wir in der ersten Halbzeit überlegen waren, wussten sie in der zweiten die kleinste Chance zu nutzen, um zu gewinnen."

"Wir wiederum haben es an der nötigen Chancenverwertung mangeln lassen. Die Mannschaft, die ihre Gelegenheiten nicht nutzt, verliert am Ende. In jedem Fall hat sich Auckland City dank des Einsatzes und seriösen Auftritts seiner Spieler den Sieg und die Qualifikation verdient."

Nach einer erfolgreichen Karriere bei ES Sétif denkt Mellouli indes noch lange nicht daran, seine Fussballschuhe an den Nagel zu hängen: "Solange ich etwas beitragen kann, mache ich weiter, bis ich 40 bin. Warum nicht im nächsten Jahr oder später noch einmal die Klub-Weltmeisterschaft bestreiten? Der Fussball gehorcht keiner Logik."

Der Trainer von ES Sétif, Kheireddine Madoui, hat gegen Auckland alle seine Trümpfe ausgespielt, wie zum Beispiel den besten Torschützen der CAF Champions League, El Hedi Belameiri. Doch auch er musste am Ende die Unterlegenheit seines Teams eingestehen. "Durch die missglückte Anfangsphase gerieten wir auf die falsche Bahn. Doch wir müssen diese Partie nun vergessen und uns auf das Spiel um Platz fünf konzentrieren, damit die erste Teilnahme eines algerischen Vertreters an der Klub-Weltmeisterschaft ehrenhaft endet."

"Das Schicksal wollte es nicht, dass ich mir meinen Traum erfülle und im Finale Karim Benzema die Hand schütteln kann. Das lässt sich nicht ändern, aber vielleicht werde ich in einem anderen internationalen Spiel die Gelegenheit dazu haben."

Ein nahender Rücktritt
Sofiane Younes, Schütze zahlreicher entscheidender Tore für ES Sétif, hätte sich hingegen einen etwas ruhmreicheren Ausklang seiner Karriere gewünscht: "Ich habe auf eine sehr schöne Klub-Weltmeisterschaft gesetzt, mit ebenso großem Erfolg wie Raja Casablanca oder TP Mazembe. Das Gegenteil ist nun eingetreten. Wir haben untypisch schlecht gespielt, die Niederlage war unvermeidlich."

Im Alter von 32 Jahren glaubt Sofiane Younes nun, dass es an der Zeit ist, über den Rücktritt nachzudenken: "Ich werde mir das gut überlegen, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe. Ich hatte eine schöne Karriere und erinnere mich noch an meine Tore, die ich barfuß erzielte. Das ist die Magie des Fussballs: Ein Sport, der es den Armen ermöglicht, ihr unglückliches Leben in ein Paradies zu verwandeln."

"Ich erinnere mich an jeden Moment meiner Karriere. 2003 erlitt ich einen Bänderriss. Ich fragte mich damals, ob ich überhaupt wieder laufen können würde, geschweige denn Fussball spielen. 2014 habe ich mehrere entscheidende Tore für ES Sétif erzielt und den prestigeträchtigsten Wettbewerb des Kontinents gewonnen, die Champions League."

So blickt ES Sétif nun dem "Spiel um die Ehre" erwartungsfroh entgegen, um seine erste Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft mit dem bestmöglichen Ergebnis zu krönen. Und seinen Traum trotz des Rückschlags weiterzuverfolgen.

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