Klub-Weltmeisterschaft VAE 2010 FCWC

Klub-Weltmeisterschaft VAE 2010 FCWC

8 Dezember - 18 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2010

Ein versöhnlicher Abschied

Dario Cvitanich of Club de Futbol Pachuca celebrates scoring
© Getty Images

Pachuca und Al-Wahda erreichten das Entscheidungsspiel um Platz fünf der FIFA Klub-Weltmeisterschaft auf unterschiedliche Weise und vor allem mit unterschiedlicher Motivation. Pachuca wollte nach der schmerzhaften Niederlage gegen TP Mazembe im Viertelfinale unbedingt sein Image wieder aufpolieren. Für Al-Wahda ging es vor heimischem Publikum vor allem um die Ehre und darum, die Entwicklung des Fussballs in einer Region zu demonstrieren, in der diese Sportart immer beliebter wird.

Der Spielverlauf wurde schließlich den Ambitionen beider Mannschaften gerecht, denn sie schieden mit einem guten Gefühl aus dem Turnier aus. Obwohl Al-Wahda eine anfängliche 2:0-Führung in den letzten Minuten noch aus der Hand gab, hat das Team allen Grund, von besseren Zeiten zu träumen. Für Pachuca war der Sieg im Elfmeterschießen zumindest ein kleines Trostpflaster für das vorzeitige Ausscheiden aus einem Turnier, von dem man sich so viel erhofft hatte.

Das bestätigte uns auch der Argentinier Dario Cvitanich, der in der regulären Spielzeit die zwei Treffer erzielte, die zum Ausgleich führten, und im Elfmeterschießen ein weiteres Mal erfolgreich war. Das war dann doch noch ein sehr positiver Abschluss für einen Spieler, der im Auftaktspiel hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, genau wie der gesamte Verein. “Die Niederlage im ersten Spiel tut natürlich trotzdem noch weh, aber zumindest können wir nun etwas stolzer nach Hause fahren", erklärte der Spieler mit der Trikotnummer neun gegenüber FIFA.com. “Wir mussten einfach auf Sieg spielen und haben Druck gemacht, aber dann sind wir mit zwei Toren in Rückstand geraten. Diese Reaktion war wichtig, um die Ehre des Klubs wiederherzustellen.“

"Sind noch nicht am Ziel"
Cvitanich ist außerdem der Ansicht, dass die bei der siebten Auflage der FIFA Klub-Weltmeisterschaft gesammelten Erfahrungen nicht nur Pachuca, sondern dem gesamten mexikanischen Fussball zugutekommen können, der weltweit nach einem höheren Stellenwert strebt. TP Mazembe hat den Weg eindrucksvoll vorgezeichnet. “Es ist wirklich schade für den mexikanischen Fussball, dass wir hier nicht glänzen konnten. Unser Land ist immer bei Wettbewerben vertreten und tritt mit starken Mannschaften an. Aber es ist auch klar, dass wir noch nicht am Ziel sind."

Nachdem die Koffer für die Abreise aus Abu Dhabi nun gepackt sind, schmiedet Cvitanovich auch Pläne für die eigene Zukunft. Der 26-jährige Stürmer hat beim mexikanischen Klub noch einen Vertrag bis zum 31. Dezember und deutet bereits an, dass er den Verein wohl verlassen wird. Nähere Angaben möchte er allerdings nicht machen. “Das war eine wichtige Partie, weil ich zum Abschluss natürlich schon gern einen guten Eindruck hinterlassen wollte. Das ist ein Weltturnier, und da freut man sich natürlich besonders, wenn man zwei Tore schießt“, erklärt er. “So hatte ich die Gelegenheit, mich von meinen Mannschaftskameraden zu verabschieden, von denen ich nur gute Erinnerungen mitnehmen werde. Jetzt kehre ich zurück, und dann werde ich eine Entscheidung treffen.”

Lektionen für die Zukunft
Auf den ersten Blick scheint der sechste Platz für Al-Wahda bei sieben teilnehmenden Mannschaften kein großer Erfolg zu sein. Aber der 3:0-Sieg im Auftaktspiel gegen Hekari United, der gute Auftritt gegen den CONCACAF-Meister am Mittwoch sowie sechs Treffer in drei Spielen vermitteln schon ein sehr positives Bild. Entsprechend zufrieden sind die Spieler. Jetzt gilt es darauf hinzuarbeiten, dass die Früchte der Teilnahme am Weltturnier auch in der heimischen Liga sowie in den nächsten Auflagen der AFC Champions League geerntet werden können. Hier blieb der Klub nämlich bisher noch hinter den Erwartungen zurück.

“Wir haben einige Lektionen lernen müssen. Besonders getroffen hat uns natürlich dieser Ausgleich kurz vor Schluss. Aber wir haben auch sehr positive Erfahrungen gemacht", erklärt Routinier Ismaeil Matar gegenüber FIFA.com. Er gehörte bei allen drei Spielen zu den herausragenden Akteuren. “Die WM ist anders als jedes andere Turnier. Hier kommen die Meister aller Kontinente zusammen und ich bin sicher, dass wir in Zukunft von dieser Erfahrung profitieren können. Wir müssen natürlich weiter an uns arbeiten, um die Entwicklung voranzutreiben", meint er abschließend.

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