Klub-Weltmeisterschaft VAE 2010 FCWC

Klub-Weltmeisterschaft VAE 2010 FCWC

8 Dezember - 18 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2010

Die drei kleinen Geheimnisse von TP Mazembe

Fans supporting TP Mazembe of the Democratic Republic of Congo cheer
© AFP

Das Erreichen des Finales bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft ist für einen Klub die ideale Gelegenheit, sich weltweit einen Namen zu machen. So auch für TP Mazembe Englebert aus der DR Kongo, das in Abu Dhabi mit Siegen über CF Pachuca und Internacional Porto Alegre gleich für zwei Paukenschläge sorgte. Um ein noch deutlicheres Bild über den nächsten Gegner von Inter Mailand zu vermitteln, lüftet FIFA.com nachstehend drei kleine Geheimnisse, die sich um den kongolesischen Meisterklub ranken.

Das "Allmächtig" im Vereinsnamen sagt schon EinigesWährend es in Bolivien einen Klub namens "The Strongest" gibt, hat Spanien einen Verein, der sich Hercules Alicante nennt. Und auch in der DR Kongo kennt man einen Klub, dessen Name sich ähnlich furchteinflößend anhört: "Tout Puissant" (übersetzt etwa: der Allmächtige) Mazembe. Bevor die Mannschaft ihre Gegner allein schon durch diesen Zusatz im Vereinsnamen beeindruckte, nannte sich der im Jahr 1939 im heutigen Lubumbashi gegründete Klub FC Saint Georges Elisabethville, wie die Stadt damals hieß. Fünf Jahre später ging der Klub in das Eigentum der in der Reifenbranche tätigen Firma Englebert über. Nachdem man in der ersten Saison unter dem neuen Klubeigentümer ohne einzige Niederlage geblieben war, wurde in Würdigung dieser Leistung der Zusatz "Tout Puissant" in den Vereinsnamen aufgenommen. "Mazembe" bedeutet in der Suaheli-Sprache "die Raben" und steht für die schwarz-weißen Vereinsfarben.

Allerdings ist Mazembe nicht der einzige Klub in der kongolesischen Liga, der einen originellen Namen trägt. Denn dort finden sich neben einem weiteren "Tout Puissant" Molunge auch zwei Vereine aus Malekesa und Elima, die sich "Tout Solide" (etwa: stark und robust) und "Tout Capable" *(etwa: zu allem fähig) *als Namen gaben.

Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung "Kidiboikié"?Sicher ist Ihnen nicht entgangen, dass Mazembes Torhüter jeden Treffer seiner Mannschaft mit einer eigenwilligen Geste bejubelt, indem er sich auf den Rasen setzt, um aus dieser Stellung heraus kurze Luftsprünge nach vorn zu machen. "Das ist eigentlich eine Übung zur Kräftigung der Bauchmuskulatur und zur Erhöhung der Beweglichkeit am Boden, damit man nach einer Flugparade möglichst schnell wieder auf die Beine kommt", erläuterte Muteba Kidiaba im Gespräch mit FIFA.com. "Im Training bringt das meine Mitspieler immer zum Lachen. Da habe ich beschlossen, jedes Mal, wenn einer von ihnen ein Tor schießt, auf diese Weise meinen Torjubel zum Ausdruck zu bringen. Etwas anderes ist mir dazu nicht eingefallen." Inzwischen hat Kidiaba mit "Kidiboikié auch schon einen patentrechtlich geschützten Namen für seine Geste gefunden.

Eine Mauer und ein GebetÜberdies macht das Team von TP Mazembe Englebert in Abu Dhabi noch mit einem weiteren, nicht weniger ungewöhnlichem Ritual von sich reden. Bevor der Schiedsrichter den Ball zur ersten bzw. zweiten Spielhälfte freigibt, versammelt sich die gesamte Mannschaft mit dem Rücken zum Tor auf der eigenen Torlinie. "Anfangs hatten wir am Mittelkreis Aufstellung genommen, um dort gemeinsam zu beten. Bei einer FIFA Klub-Weltmeisterschaft gelten jedoch strikte Regeln, so dass uns dafür weniger Zeit zur Verfügung steht", erklärte uns der aus Kamerun stammende Mittelfeldspieler Amia Ekanga. "Also haben wir entschieden, auf unserer Torlinie zu beten. Und sobald das Gebet beendet ist, bezieht jeder von uns seinen Posten und die Partie kann beginnen." Sein Mannschaftskamerad Dioko Kaluyituka sieht darin zudem eine Botschaft an den jeweiligen Gegner. "Wenn die gegnerischen Angreifer sehen, wie wir dort zwischen den Pfosten stehen und gemeinsam beten, ist das für sie ein Zeichen dafür, dass sie es schwer haben werden, gegen uns zu treffen", so Kaluyituka gegenüber FIFA.com. "Und auch wenn es ihm so nicht bewusst werden mag, ein wenig demoralisierend ist dies für den Gegner schon. Zumindest bis jetzt hat es funktioniert…" 

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