FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2018

12 Dezember - 22 Dezember

FIFA Klub-WM 2018

Al Ahly und Esperance kämpfen um Vormacht in Afrika

© AFP
  • Al Ahly und Espérance bestreiten das Finale der CAF Champions League
  • Zusammen bringen es die beiden Klubs bereits auf zehn Titel in der kontinentalen Königsklasse (8 für Al Ahly und 2 für Espérance)
  • Der Gewinner qualifiziert sich für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2018

Al Ahly aus Ägypten und Espérance aus Tunesien stehen kurz vor dem Ziel: Die beiden Klubs treffen im Finale der CAF Champions League aufeinander und ermitteln dabei auch den Vertreter Afrikas bei der diesjährigen FIFA Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am 2. November blickt ganz Afrika zunächst auf das Borg El Arab-Stadion. Eine Woche später entscheidet sich dann im Stade Olympique de Radès, welches Team die kontinentale Krone erobert.

Rückkehr zu alter Stärke?
Der Spitzenklub aus Kairo hofft darauf, mit dem Titelgewinn in diesem Jahr ein neues Kapitel in der bereits langen Erfolgsgeschichte des Klubs zu schreiben. Nach dem verlorenen Finale von 2017 käme ein neuerliches Scheitern für die Fans einer mittleren Katastrophe gleich, die ihren Klub angesichts der acht Titel ohnehin als ewigen Favoriten in der afrikanischen Königsklasse sehen.

Al Ahly startete etwas wacklig in die Gruppenphase des aktuellen Wettbewerbs, fand dann aber zunehmend besser in Tritt. Hatte man zunächst noch ein frühes Scheitern befürchtet, kam insbesondere die Angriffsabteilung in den späteren Runden ins Rollen und schoss das Team bis ins Finale. Unter dem französischen Trainer Patrice Carteron hat Al Ahly einen Kader zusammengestellt, der erfolgsorientiert und konstant stark spielt. Taktisch diszipliniert und effektiv in der Offensive sind die Ägypter stark wie selten zuvor. Ganz besonders verlässt man sich auf Walid Soleman, der nicht nur als schneller Spielmacher glänzt, sondern auch immer wieder Tore erzielt.

Zahlen im Vergleich

  • Al Ahly stieg in der zweiten Vorrunde in den Wettbewerb ein und hat somit bislang zwölf Spiele absolviert. Espérance musste bereits eine Runde früher antreten und hat somit schon 14 Partien hinter sich.
  • Al Ahly hat auf dem Weg ins Finale acht Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen eingefahren. Espérance kann ebenfalls acht Siege und zwei Niederlagen vorweisen. Vier Partien der Tunesier endeten mit einem Unentschieden.
  • Al Ahly hat 23 Tore erzielt (1,91 pro Spiel), während Espérance es auf 22 Treffer bringt (1,57 pro Spiel).
  • Al Ahly hat bislang nur acht Gegentore zugelassen und blieb in acht Spielen ohne Gegentor. Espérance kassierte neun Gegentreffer und wahrte in sieben Partien eine weiße Weste.

Entscheidung erneut in Radès
Für Espérance wäre eine weitere Niederlage gegen den Rivalen im eigenen Stade Olympique nahezu unvorstellbar. Denn gegen Al Ahly verlor der tunesische Spitzenklub sein Final-Heimspiel 2012 und das Viertelfinal-Heimspiel 2017. Auch in der diesjährigen Gruppenphase zogen die Platzherren den Kürzeren. Wenn es dieses Jahr mit dem Titelgewinn klappen soll, darf man sich wohl keine neuerliche Heimpleite leisten.

Zuvor allerdings muss Espérance erst einmal das Hinspiel in Ägypten hinter sich bringen. Bei den letzten Reisen nach Kairo konnten die Tunesier meist überzeugen. Mit einem Spiel ohne Gegentor und vielleicht sogar mit einem eigenen Treffer würde man das Tor zum Titelgewinn weit aufstoßen. Allerdings hat Espérance bislang nur zwei Auswärtssiege eingefahren und kehrte vier Mal mit einem Unentschieden von seinen Reisen zurück. Die Schützlinge von Trainer Mouine Chaaban wollen eine Wiederholung der Ereignisse im Halbfinale gegen Primeiro de Agosto unbedingt vermeiden. Nach ihrer Niederlage im Hinspiel in Angola gerieten sie zu Beginn des Rückspiels sogar noch weiter in Rückstand und schafften den Finaleinzug letztlich erst durch eine kleines Fussballwunder.

Hätten Sie's gewusst?

  • Duelle zwischen Al Ahly und Espérance gehören zu den Klassikern im afrikanischen Vereinsfussball. Die beiden Klubs trafen in der Königsklasse bereits 14 Mal aufeinander. Unvergesslich ist dabei insbesondere das Finale von 2012. Espérance kehrte mit einem 1:1-Remis vom Hinspiel in Kairo zurück und ging als Favorit ins Rückspiel im eigenen Stadion. Doch Al Ahly drehte im Stadion von Radès mächtig auf, gewann die Partie mit 2:1 und siegte im Gesamtresultat mit 3:2
  • In den vergangenen 14 Duellen waren Unentschieden das häufigste Resultat (6 Mal). Al Ahly hat fünf Siege gefeiert (davon drei in Tunis), ebenso wie Espérance. Deren letzten Sieg gab es im Halbfinal-Rückspiel 2011
  • Al Ahly steht bereits zum zwölften Mal im kontinentalen Finale und hat acht davon gewonnen. Beide Zahlen sind Turnierrekorde. Für Espérance ist es das siebte Finale. Von den sechs bisherigen Endspielen hat Espérance zwei gewonnen und vier verloren, das letzte gegen Al Ahly
  • Anice Badri (Espérance) und Walid Azaro (Al Ahly) kämpfen zudem um den Titel des Torschützenkönigs in der diesjährigen CAF Champions League. Badri liegt mit sieben Treffern vorn (gleichauf mit zwei Spielern, die nicht mehr im Wettbewerb sind). Azaro hat nur einen Treffer weniger auf dem Konto. Da noch mindestens 180 Minuten zu absolvieren sind, haben beide noch reichlich Zeit, sich zu verbessern
  • Die beiden jetzigen Finalisten trafen bereits in der Gruppenphase aufeinander. In Kairo trennten sie sich mit einem 0:0. In Tunesien erkämpfte sich Al Ahly dann einen knappen 1:0-Sieg durch einen Treffer von Walid Azaro

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