FIFA Klub-Weltmeisterschaft Katar 2020™

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Katar 2020™

1 Februar - 11 Februar 2021

FIFA Klub-WM 2020

Bayern und seine Franzosen auf Wolke sieben

  • Der FC Bayern ist Klubweltmeister!
  • Der Klub hat sechs Franzosen in seinen Reihen
  • Ein Blick auf die französisch-bayrische Tradition

Bayern München und seine "French Connection" haben eine lange Tradition. Alles begann in den 1990er-Jahren mit der Ankunft von Jean-Pierre Papin in Bayern. In den 2000er-Jahren nahm das Ganze mit der Verpflichtung von Bixente Lizarazu, Willy Sagnol und später Franck Ribéry richtig Fahrt auf. Jetzt hat die "French Connection" einen neuen Höhepunkt erreicht, denn der Gewinner der UEFA Champions League hat nicht weniger als sechs Franzosen in seinen Reihen.

Am 11. Februar hat die französisch-bayrische Maschinerie im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Katar 2020™ wieder für magische Momente gesorgt. Tatsächlich haben die Münchner den Finalsieg gegen die UANL Tigres einem der fünf Franzosen zu verdanken, deren Namen im Spielbericht auftauchen, nämlich Benjamin Pavard. Die Bayern scheinen dank der gelungenen Integration von Les Bleus auf Wolke sieben gelandet zu sein. Sieben Statistiken liefern den Beweis dafür.

Hernandez, Pavard, Tolisso, Coman and Cuisance celebrating
© imago images
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Offenbar wollten sich einige nicht mit einem Weltmeistertitel begnügen. Die Franzosen Corentin Tolisso, Lucas Hernandez und Benjamin Pavard haben ihren Erfolgsweg nämlich mit einem weiteren Weltmeistertitel fortgesetzt und sind Klub-Weltmeister geworden. Damit haben sie insgesamt sieben Titel eingeheimst, da sie mit den Bayern 2020 außerdem die UEFA Champions League, die Bundesliga, den DFB-Pokal, den DFL-Supercup sowie den sowie den UEFA Super Cup gewonnen haben.

Benjamin Pavard of FC Bayern Muenchen celebrates with teammates Lucas Hernandez and Joshua Kimmich
© Getty Images
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Die Anzahl der Franzosen, die in dieser Saison für Bayern München in der Bundesliga aufgelaufen sind. Das ist Rekord. Zwar hat Michaël Cuisance, der in der ersten Partie der Saison gegen den FC Schalke 04 aufgelaufen ist, den Klub inzwischen in Richtung Olympique Marseille verlassen, es bleiben jedoch noch sechs Franzosen, genannt in der Reihenfolge ihrer Verpflichtung, nämlich Kingsley Coman (2015), Corentin Tolisso (2017), Benjamin Pavard (2019), Lucas Hernandez (2019), Tanguy Kouassi (2020) und Bouna Sarr (2020).

Corentin Tolisso of Bayern Munich celebrates with teammates
© Getty Images
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Als er im Finale der Klub-WM 2020 in Katar das einzige Tor erzielte, avancierte Benjamin Pavard zum siebten Franzosen, dem in diesem Turnier ein Treffer gelang. Zuvor hatten bereits Nicolas Anelka, Jonathan Biabiany, Franck Ribéry, Karim Benzema, Bafétimbi Gomis und André-Pierre Gignac in die Maschen getroffen.

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Das war die Rückennummer von Franck Ribéry bei Bayern München. Er hat zwölf Jahre seiner Karriere bei dem deutschen Klub verbracht und in dieser Zeit neun Meistertitel errungen – das ist Rekord für einen ausländischen Spieler. Dank seiner 119 Tore, 185 Vorlagen und 425 Spiele für den FC Bayern hat der aus Boulogne stammende Spieler Kultstatus bei den Fans und einen Spitznamen geerbt, der eigentlich schon alles sagt: "Kaiser Franck". Ein Verweis auf Franz Beckenbauer, legendärer ehemaliger Verteidiger des Klubs und der Nationalmannschaft der BRD.

Franck Ribery of Bayern Munich celebrates 
© Getty Images
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Anzahl der Tore, die Bixente Lizarazu, eine weitere Vereinslegende, im Trikot von Bayern München erzielt hat. Der linke Verteidiger hat die besten Jahre seiner Karriere in Bayern verbracht und dort absolut alles gewonnen. Acht Jahre verbrachte er bei dem Klub, ebenso wie Willy Sagnol, ein weiterer französischer Außenverteidiger, der bei den Bayern eine Starrolle gespielt hat und in der Fangemeinde auch als der Flankengott bekannt ist!

Französische Spieler sind bei Bayern sehr beliebt, genauso wie bei den anderen deutschen Klubs. Der Klub rekrutiert immer wieder junge Spieler [aus Frankreich], weil sie sehr komplett sind, vor allem was die Taktik, das Lesen des Spiels und die individuelle Technik angeht. Die Franzosen brauchen manchmal eine Weile, um sich einzugewöhnen, weil es dort eine Strenge und Disziplin gibt, die Lichtjahre von dem entfernt ist, was wir hier haben. Aber sobald sie das verinnerlicht haben, drehen die Jungs auf. Und dann vermittelt dieser Klub wirklich ein ganz besonderes Zugehörigkeitsgefühl. Wie eine Familie.

Willy Sagnol

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Die Anzahl der Spiele, die der allererste Franzose bei Bayern, Jean-Pierre Papin, in seiner ersten Saison bestritten hat. Das ist nicht gerade viel, aber der Franzose blieb vom Verletzungspech leider nicht verschont. Und JPP hat den Weg für 13 weitere Franzosen geebnet, die nach ihm das Bayern-Trikot trugen.

Jean-Pierre Papin turned 50
© Getty Images
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Die Anzahl der Jahre, die Valérien Ismaël auf die deutsche Staatsbürgerschaft gewartet hat. Vom französischen Nationalteam ignoriert, bewarb er sich im Jahr 2006, in der Hoffnung, noch im selben Jahr im Trikot der deutschen Nationalmannschaft an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilnehmen zu können. Doch daraus sollte nichts werden. Der ehemalige Verteidiger von Bayern München, der im Zeitraum von 2005 bis 2007 in 46 Spielen zwei Treffer erzielte, wurde 2013 schließlich eingebürgert.

Lange Zeit hat der Klub nur südamerikanische Spieler eingebunden, keine anderen Nationalitäten. Aber heute finden alle, dass die Franzosen zuverlässig sind. Es waren vor allem Lizarazu und Sagnol, die den Grundstein für diese Verbindung gelegt haben. Es ist bekannt, dass französische Spieler sich aufgrund ihrer Ausbildung sehr schnell anpassen können. Und es zögert auch niemand, dorthin zu gehen. Dass ein so emotionaler Spieler wie Ribéry dort so aufblühen konnte, zeigt, dass der Verein wirklich eine Familie ist. Er ist perfekt für die französische 'Kolonie'."

Valérien Ismaël

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