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Abidal: Der Gewinn der Champions League war ein entscheidender Moment

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Eric Abidal hat im Laufe seiner enorm erfolgreichen Karriere so manchen unvergesslichen Fussballmoment miterlebt. Nach einer schweren Krebserkrankung feierte er 2011 mit dem FC Barcelona den Gewinn der UEFA Champions League. 2006 hatte er mit Frankreich nur knapp den Gewinn des Weltmeistertitels verpasst. Im Finale von Berlin unterlag er mit seinem Team gegen Italien erst im dramatischen Elfmeterschießen.

Abidal gewann im Laufe seiner Karriere 21 große Titel. Für ihn selbst zählt der zweite Titelgewinn in der UEFA Champions League im Wembley-Stadion zu den wichtigsten Momenten seiner aktiven Zeit. "Die Schlüsselmomente meiner Karriere waren der erste Vertrag, den ich als Youngster unterschrieb, mein Wechsel zum FC Barcelona und vor allem der Gewinn der UEFA Champions League 2011 nach meinem schweren Kampf gegen diese heimtückische Krankheit. Ich erinnere mich noch gut an unseren damaligen Teamgeist bei Barça: Wir waren ein verschworener Haufen und fest entschlossen, so viele Titel wie möglich zu holen - Visca Barça – Es lebe Barça!"

Auf die Frage, wer denn im Wembley-Stadion auf die Idee gekommen sei, dass er persönlich den Pokal entgegennehmen sollte, antwortete der Franzose: "Puyol und Pep Guardiola haben das gemeinsam mit den damaligen Führungsfiguren abgesprochen – Messi, Iniesta, Xavi und Victor Valdes. Es war ein unglaublicher Moment für mich, diese Trophäe als Erster in die Höhe recken zu können. Das war nicht nur ein Sieg des FC Barcelona, sondern ein Sieg für alle Menschen, die mir geholfen hatten, allen voran natürlich meine Frau und meine Familie, aber auch die Fans des FC Barcelona und alle Menschen, die den Fussball lieben."

Die Arabische Welt wird Eindruck hinterlassenDer mittlerweile zurückgetretene Franzose wagte einen Ausblick in die Zukunft und zeigt sich überzeugt, dass die Arabische Welt bei der FIFA Fussball-WM 2022 in Katar einen gewaltigen Eindruck hinterlassen wird. "Man sieht ja mehr als deutlich, dass die Menschen in der Arabischen Welt den Fussball lieben, dass sie voller Leidenschaft für den Fussball sind", sagte er während eines Besuches in Katar, bei dem er sich über den aktuellen Stand bei den Vorbereitungen der FIFA WM 2022 informierte, gegenüber www.sc.qa.

"Für die Spieler wird es fantastisch, dass zwischen den Spielen keine langen Reisen zurückgelegt werden müssen. Bei meinen beiden WM-Turnieren sind wir mit dem Flugzeug zu den Spielen gereist und insbesondere 2010 in Südafrika waren dabei gewaltige Distanzen zu überwinden."

Abidal weiter: "Ich finde, dass die Arabische Region es tatsächlich verdient hat, erstmals dieses Turnier auszurichten. Als Moslem freue ich mich sehr, dass die FIFA Fussball-WM hierher kommt. Das wird den Fans aus aller Welt die Gelegenheit eröffnen, die Region kennen zu lernen und auch in die Nachbarländer zu reisen. Das wird zu einem verbesserten gegenseitigen Verständnis der Kulturen führen."

Mit Blick auf die Gegenwart und das bevorstehende Viertelfinal-Rückspiel des FC Barcelona gegen Atletico Madrid in der UEFA Champions League meinte der Ex-Verteidiger, er sei sicher, Barça könne den Sieg im Rückspiel wiederholen.

"Leicester City spielt eine fantastische Saison""Natürlich wird es ein schweres Spiel. Wir müssen alles geben, wie wir es auch im Camp Nou getan haben. Als FC Barcelona kann man nicht zwei Spiele in Folge verlieren, und schon gar nicht gegen Teams aus Madrid. Der Sieg in der vergangenen Woche war daher sehr wichtig. Jetzt müssen wir uns voll und ganz darauf konzentrieren, in Madrid zu gewinnen. Wir können es in der Champions League wieder schaffen. Schauen Sie sich doch nur einmal die Spieler an. Messi ist ein Phänomen, nein, er ist mehr als ein Phänomen."

Abidal meinte auf die Frage, welchen Spieler er am liebsten als Sturmspitze der französischen Offensive bei der UEFA EURO 2016 im Sommer erleben würde: "[Karim] Benzema und [Olivier] Giroud haben beide ihre eigenen Stärken und sind beide gut für das französische Team. Ich ziehe eigentlich weder den einen noch den anderen vor. Für Benzema ist es im Moment in der Nationalmannschaft nicht ganz leicht und Giroud bekommt bei Arsenal nicht viel Spielzeit. Benzema muss einfach die Entscheidung des Trainers abwarten. In meiner Startaufstellung stünde Benzema ohne Zweifel und Giroud wäre als Einwechselspieler eingeplant."

Nach den Worten des Ex-Verteidigers von Olympique Lyon und AS Monaco sorgt derzeit einer seiner früheren Trainer dafür, dass Außenseiter überall in der Welt neue Hoffnung auf eine Überraschung schöpfen: "Leicester City spielt eine fantastische Saison und hat mit Claudio Ranieri einen großartigen Trainer. Er war auch mein Trainer und ich wünsche ihm und dem Team alles Gute im Rennen um den englischen Meistertitel. Die Arbeit von Ranieri und seinem Team beweist, dass eine Mannschaft auch ohne einen großen Namen das ganz große Ziel erreichen kann."

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