FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2016

FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2016

8 Dezember - 18 Dezember

FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2016

Begeisterter Suzuki mit Torjubel à la Ronaldo

Kashima Antlers forward Yuma Suzuki (L) scores a goal past Atletico Nacional goalkeeper Franco Armani during the Club World Cup football semi-final match between Japan's Kashima Antlers and Colombia's Atletico Nacional at Suita City stadium in Osaka on De
© AFP

Den Kashima Antlers gelang es mit einem 3:0-Sieg gegen den Südamerikameister Atlético Nacional als erstem japanischen Klub – und als erstem asiatischen Klub überhaupt – ins Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft einzuziehen. Stürmer Yuma Suzuki, der sich aus der Nachwuchsabteilung der Antlers nach oben gearbeitet hat, erzielte im Suita City Football Stadium in Osaka nur eine Minute nach seiner Einwechselung den dritten Treffer der Partie und machte damit fünf Minuten vor Schluss den Sack zu. 

Suzukis Reaktion erinnerte an den charakteristischen Torjubel von Cristiano Ronaldo, Starstürmer von Real Madrid, mit dem Kashima im Finale der Klub-WM 2016 konfrontiert werden könnte.

In einem Exklusiv-Interview mit FIFA.com im Anschluss an die Partie war der aufgehende Stern am japanischen Fussballhimmel noch immer hellauf begeistert von Kashimas Sieg und der Aussicht, beim Weltereignis des Klubfussballs auf eines seiner Idole zu treffen.

"Ich freue mich wahnsinnig darüber, gleich mit der ersten Ballberührung in dieser Partie ein Tor erzielt zu haben", so Suzuki mit Bezug auf seinen eiskalten Abschluss nach einer zentimetergenauen Hereingabe von Mu Kanazaki. "Kanazaki und ich verstehen uns auf dem Platz ausgezeichnet, und er hat mir den Ball fantastisch durchgesteckt."

Nachdem er den Treffer erzielt hatte, drehte sich Suzuki mit einem Luftsprung und deutete beim Landen mit beiden Armen nach unten. Dann ließ er einen Riesen-Jubelschrei los. Zu diesem Torjubel Marke Ronaldo wurde er teils durch seine Bewunderung für den Akteur von Real Madrid inspiriert und teils von seinen Teamkameraden.

"Viele Leute sagten mir, ich solle es tun. Selbst die lokalen Reporter forderten: 'Du machst doch Ronaldo nach, falls du triffst, oder?' Also habe ich ihnen einfach diesen Wunsch erfüllt. Ich musste es irgendwie tun", meint Suzuki halb scherzend mit dem digitalen Aufnahmegerät des Reporters in der Hand.

Suzuki sah Ronaldo zum ersten Mal vor acht Jahren spielen, als der portugiesische Star noch dem Team von Manchester United angehörte, das die Klub-Weltmeisterschaft 2008 gewann. Suzuki war damals zwar erst zwölf Jahre alt, doch er kann sich noch lebhaft an den 5:3-Halbfinalsieg Manchesters gegen Gamba Osaka nach einer ungemein spannenden Partie erinnern. Das Spiel fand in Yokohama statt. Es ist wohl eine Fügung des Schicksals, dass dieses Jahr das Finale im International Stadium von Yokohama stattfindet, wo Kashima auf den Sieger der Donnerstagspartie zwischen Real Madrid und Club América trifft.

*"Für uns zählt nichts anderes als der Sieg im nächsten Spiel"
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"Ich habe mir das Halbfinale damals im Stadion angesehen. Ich weiß nicht, auf wenn wir im Finale treffen werden, aber es wäre schon toll, wenn wir gegen Ronaldo antreten würden, den ich 2008 just im selben Stadion spielen sehen habe", so Suzuki.

Die Antlers machen das Beste aus ihrem ersten Auftritt bei der Klub-Weltmeisterschaft. Der Meister der J.League mag bei der Mittwochspartie gegen den kolumbianischen Spitzenklub vielleicht mit einem Heimvorteil gerechnet haben, doch die zahlreichen und ausgesprochen lautstarken Fans von Atlético Nacional auf den Rängen sorgten für eine spannungsgeladene Atmosphäre.

"Es fühlte sich teilweise an wie ein Auswärtsspiel", erklärt Suzuki.

Trotzdem genießt der viel Selbstvertrauen ausstrahlende Spieler das Turnier in vollen Zügen. Kleinere Rückschläge können ihm scheinbar nichts anhaben, und in Schlüsselmomenten hat er Nerven wie Drahtseile gezeigt. Der Auftritt auf der Weltbühne scheint seiner spielerischen Entwicklung noch einmal Auftrieb gegeben zu haben. Zum Abschluss des Interviews lässt er sich auch von dem mit einer Finalteilnahme einhergehenden Druck nicht verunsichern und hat nur ein Ergebnis im Sinn.  

"Kashima ist ein Klub, der immer gewinnen will. Das wird sich auch nicht ändern, falls wir gegen Real Madrid spielen. Unser nächstes Spiel ist das Finale, und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Erschöpfung wird keine Rolle spielen. Für uns zählt nichts anderes als der Sieg im nächsten Spiel", so Suzuki.

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