Atlético Mineiro und Guangzhou Evergrande FC möchten die FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013 nach den Niederlagen im Halbfinale zu einem positiven Abschluss bringen. Gleichzeitig bietet das Spiel um Platz drei jedoch für beide Teams auch die Möglichkeit, sich auf angemessene Weise von zwei Persönlichkeiten zu verabschieden, die für die jüngsten Erfolge der Klubs verantwortlich zeichnen: Cuca und Conca.

Das Spiel
Guangzhou Evergrande FC – Atlético Mineiro, Marrakesch Stadium, Samstag, 21. Dezember, 16:30 Uhr (Ortszeit)

Cuca wird nach einer Amtszeit von zweieinhalb Jahren zum letzten Mal auf der Trainerbank Atléticos sitzen. In diesem Zeitraum war es ihm gelungen, Schwierigkeiten zu überwinden und eine siegreiche Mannschaft aufzubauen, die mit dem ersten Titelgewinn in der Copa Libertadores in die Vereinsgeschichte einging. Paradoxerweise verabschiedet sich der brasilianische Trainer in Richtung Shandong Luneng, dem Erzrivalen Guangzhous in China VR. Für Atlético, das mit Hoffnungen auf ein viel besseres Abschneiden in diese WM gegangen war, geht es jetzt darum, eine weitere Enttäuschung zu vermeiden. Würde man das Turnier auf dem vierten Platz abschließen, dann wäre das die schlechteste Platzierung eines brasilianischen Teams aller Zeiten. Bislang stellt der dritte Platz, den Internacional Porto Alegre 2010 belegte, das schlechteste Abschneiden eines Klubs aus Brasilien dar.

Bei Guangzhou geht Conca den umgekehrten Weg. Er verlässt China, um nach Brasilien zurückzukehren und wird fortan wieder für Fluminense auflaufen. In zweieinhalb Jahren in Asien verhalf der Argentinier Guangzhou dazu, sich zu einer Fussballmacht aufzuschwingen. Er wurde mit dem Klub drei Mal in Folge chinesischer Meister und 2013 zum besten Spieler des Landes gewählt. Auch bei der Klub-WM spielte er wieder eine wichtige Rolle, als er beim Viertelfinal-Sieg gegen Al Ahly einen Treffer erzielte. Jetzt hofft er darauf, mit seinem Team den dritten Platz zu erreichen und damit zu den besten Teams des Kontinents im Wettbewerb zu gehören. Ebenfalls hoch motiviert dürfte der Brasilianer Muriqui sein, der nun gegen den Klub antritt, für den er 2010 vor seinem Wechsel nach China aktiv war.

Statistik
21
– Ronaldinho ist der einzige Spieler, der bei allen offiziellen FIFA-Turnieren in die Maschen traf. Nach seinem Tor gegen Raja Casablanca kann der brasilianische Star nun 21 Treffer für sich verbuchen, davon zwei bei der FIFA U-17-WM 1997, drei bei der FIFA U-20-WM 1999, neun beim FIFA Konföderationen-Pokal (sechs 1999 und drei 2005), drei beim Olympischen Fussballturnier (einen im Jahr 2000 und zwei 2008), zwei bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2002 sowie zwei bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft (einen im Jahr 2006 und einen weiteren 2013).

Zitate
"Für uns ist es schon wichtig, hier dabei zu sein und gemeinsam mit den besten Spielern der Welt auf dem Platz zu stehen. Wir müssen die positive Entwicklung des chinesischen Fussballs sehen. Wir sind auf einem Niveau angekommen, von dem viele glaubten, dass wir es nie erreichen würden. Heute stehen wir hier bei der WM mit den Besten aus Europa und Amerika auf dem Platz. Das war eine gute Erfahrung, und wir wollen sie mit dem dritten Platz abschließen."
Muriqui (Stürmer, Guangzhou Evergrande)

"Wir müssen versuchen, aus Niederlagen zu lernen, und das Beste aus all dem zu machen. Wir dürfen die Köpfe nicht hängenlassen, denn wir sind Kämpfer. Natürlich wird die Enttäuschung noch eine ganze Weile anhalten, weil wir unbedingt gewinnen und das Finale bestreiten wollten, um den Fans vielleicht einen weiteren Titel zu schenken. Leider haben wir es nicht geschafft, aber ich bin sicher, dass Besseres folgen wird."
Fernandinho (Stürmer, Atlético Mineiro)