Die Pohang Steelers aus der Republik Korea haben sich bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2009 den dritten Rang gesichert. Im "kleinen Finale" setzte sich der AFC-Champion gegen Atlante FC aus Mexiko mit 4:3 (1:1) nach Elfmeterschießen durch.

Das Spiel im Zayed Sports City Stadium in Abu Dhabi begann schwungvoll. Pohangs Denilson setzte seinen Teamkollegen No Byung-Jun mit einem herrlichen Pass in Szene, doch Atlantes Schlussmann Federico Vilar war aufmerksam und fing den Ball vor dem Gegner ab (1.). Im direkten Gegenzug hatte Rafael Marquez nach einem Freistoß von José Gonzalez die Führung auf dem Fuß, doch der Stürmer konnte das Runde Leder nicht kontrollieren.

Vilar wäre in der zehnten Minute beinahe ein Missgeschick mit Folgen passiert. Kazunari Okayama führte einen Freistoß in der eigenen Hälfte aus, und der Ball wurde immer länger. Erst im letzten Augenblick lenkte der Argentinier den Schuss über sein Gehäuse.

Shin Hyung-Min zwang den Keeper Atlantes in der zwölften Minute zu einer schönen Parade, und im direkten Gegenzug hätte Christian Bermudez das 1:0 für sein Team erzielen können. Den Lupfer nach seinem Alleingang auf das Steelers-Tor lenkte Song Dong-Jin zur Ecke. Und genau nach dieser traf Marquez per Kopf zu allem Überfluss nur die Latte.

Der immer gefährliche Denilson stellte einmal mehr unter Beweis, wie wichtig er für sein Team ist. Nach einem sehenswerten Solo, bei dem er fünf mexikanische Gegenspieler aussteigen ließ, drosch er den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß auf das Atlante-Tor, fand aber in Vilar seinen Meister (20.).

Atlante erspielte sich Mitte der ersten Halbzeit ein kleines Übergewicht, und so kamen die Mexikaner auch zu weiteren Möglichkeiten. Fernando Navarro und Gabriel Pereyra spielten einen geschickten Doppelpass im Strafraum der Asiaten, doch Pohangs Torhüter Dong-Jin parierte den Schuss von Navarro glänzend (28.). Sieben Minuten später rettete das zweite Mal das Gebälk für die Koreaner. Pereyras 18-Meter-Schuss knallte an den rechten Pfosten.

Etwas überraschend fiel in der 42. Minute der Führungstreffer für den AFC Champions League-Sieger. Kim Jung-Kyums Flanke verlängerte Shin Hyung-Min per Kopf, Denilson fiel der Ball vor die Füße und der Brasilianer schob überlegt zum 1:0 für die Steelers ein. Für den Stürmer war es bereits der vierte Treffer im Turnier – eine Marke, die zuvor kein anderer Spieler erreicht hatte. In der Nachspielzeit setzte sich Guillermo Rojas schön auf der linken Seite durch, doch Pereyra kam in der Mitte nicht an den Ball, so dass Pohang mit der knappen Führung in die Kabine ging.

Atlante kam direkt nach Wiederanpfiff besser ins Spiel und zum Ausgleich. Nach schöner Vorarbeit von Pereyra netzte Marquez trocken zum verdienten 1:1 ein (46.). Nur wenige Minuten später hatte Lucas Silva nach Zuspiel von Bermudez die Führung für die Mexikaner auf dem Fuß. Sein Schuss aus acht Metern flog jedoch in den Nachthimmel Abu Dhabis.

In der Folge verflachte die Partie. Beiden Teams merkte man den Kräfteverschleiß nach dem dritten Spiel innerhalb weniger Tage an. Einzig Silva nach schönem Pass von Pereyra (61.), der am gut aufgelegten Dong-Jin scheiterte, und Pereyra selbst, nach einem schnell ausgeführten Marquez-Freistoß (67.), hatten nennenswerte Möglichkeiten.

Nachdem sich sowohl der CONCACAF-Champion als auch der AFC-Vertreter eine Auszeit nahmen, herrschte in der 89. Minute Aufregung vor dem Tor Pohangs. An den Freistoß von Gonzalez kam Pereyra mit dem Kopf heran, der Ball sprang jedoch an den Pfosten. Auf der anderen Seite hatte Denilson den Sieg in der Nachspielzeit auf dem Fuß, doch Vilar reagierte glänzend und so musste die Begegnung im Elfmeterschießen entschieden werden.

Im finalen Showdown scheiterte Marquez an Dong-Jin, und als Horacio Peralta nur den Pfosten traf, sahen die Koreaner schon wie der sichere Sieger aus. Doch dann versagten Park Hee-Chul die Nerven und Vilar brachte sein Team noch einmal heran. Kim Hyun-Gil machte dann jedoch endgültig den Sack für sein Team zu.