Manchester United hat das Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2008 erreicht. Im Duell der Champions-League-Sieger aus Europa und Asien setzten sich die Engländer am Donnerstag, 18. Dezember, in Yokohama mit 5:3 (2:0) gegen Gamba Osaka durch. Im Endspiel am Sonntag bekommt es Manchester mit Liga de Quito zu tun.

Den besseren Start im fast ausverkauften International Stadium erwischte Gamba, das bereits in der vierten Minute seine erste Torchance durch Tomokazu Myojin hatte. ManU-Torwart Edwin van der Sar konnte den Schuss des Mittelfeldspielers aber parieren. Nur eine Minute später konnte sich Michihiro Yasuda auf der linken Seite gegen Gary Neville behaupten, sein Versuch flog über das Gehäuse der Engländer, die in einer flotten Anfangsphase ihre erste Gelegenheit durch Cristiano Ronaldo hatten.

Der Portugiese zog aus rund 18 Metern ab, konnte Gambas Torhüter Yosuke Fujigaya aber nicht überwinden. Fast im Gegenzug setzte Gambas Torjäger Lucas zu einem Schlenzer an, traf den Ball allerdings nicht richtig und verzog daher deutlich. Die Japaner spielten weiter offensiv und kamen so zu einer weiteren Chance durch Ryuji Bando, der mit seinem Schuss an van der Sar scheiterte.

Auf der anderen Seite sorgte wiederum Ronaldo für Gefahr, auch wenn er zunächst im Abschluss zu unpräzise war und wenig später von der japanischen Abwehr abgeblockt wurde. In der 28. Minute gelang Manchester der Führungstreffer. Nach einem Eckball von der rechten Seite stieg Nemanja Vidic in der Mitte am höchsten und erzielte per Kopf das 1:0 für die Red Devils.

Trotz des Gegentreffers ließ sich Gamba nicht entmutigen, blieb jedoch immer wieder in der nunmehr gut gestaffelten Abwehr von ManU hängen. Lediglich ein Distanzschuss von Lucas sowie eine direkt aufs Tor gezogene Ecke von Yasuhito Endo sorgten für Torgefahr. Effektiver präsentierten sich die Engländer, die kurz vor dem Halbzeitpfiff erneut nach einem ruhenden Ball erfolgreich waren. Ein Eckstoß von Ryan Giggs landete auf dem Kopf von Ronaldo, der zum 2:0 einnickte.

Die ersten nennenswerten Szenen nach dem Seitenwechsel gehörten ManU. Nach einem schönen Steilpass hatte Carlos Tevez freie Bahn und erzielte das vermeintliche 3:0, aber der Argentinier stand im Abseits. Wenig später strich ein Distanzschuss von Paul Scholes über die Querlatte. In der 65. Minute wäre Gamba beinahe der Anschlusstreffer gelungen: Van der Sar konnte einen Freistoß von Endo soben noch abwehren, den Nachschuss setzte Bando über das Gehäuse.

In der 74. Minute brandete Riesenjubel unter den japanischen Fans auf, als Masato Yamazaki nach einem schönen Angriff über die rechte Seite den Anschlusstreffer erzielte, doch fast im Gegenzug traf der soeben erst eingewechselte Wayne Rooney zum 3:1 für Manchester, das nun richtig aufdrehte. Patrice Evra setzte sich auf der linken Seite durch und flankte zum ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Darren Fletcher, der per Kopf den vierten Treffer für ManU erzielte.

Keine zwei Minuten später war Rooney zum zweiten Mal erfolgreich. Der englische Nationalstürmer schloss einen schnellen Angriff zum 5:1 ab. Dies sollte allerdings nicht der letzte Treffer in einer atemberaubenden zweiten Halbzeit bleiben. Gary Neville wehrte eine Flanke im Strafraum per Handspiel ab, Endo verwandelte den fälligen Elfmeter. Den Schlusspunkt setzte Hideo Hashimoto, der in der Nachspielzeit den 3:5-Endstand erzielte.